Heute ist die 25. Kundgebung für Mesale Tolu

Allgemein, Ulm / Neu-Ulm Freitag, 17. November - 2017 15:12

Es soll ein Zeichen in Richtung Türkei sein und die Solidarität hält schon lange an! Zum 25. Mal findet heute Abend eine Kundgebung für die bei Istanbul inhaftierte gebürtige Ulmerin Mesale Tolu statt. Ein kleines Jubiläum also, zu dem die Macher eine positive Bilanz ziehen. Zuletzt kamen immer mehr Unterstützer. Auch heute trifft man sich wieder um 18 Uhr auf dem Ulmer Münsterplatz zu einer Lichterkette. Am 18. Dezember soll der Prozess gegen Tolu in der Türkei weitergehen.

Meldung vom 04.11.2017:

Sie sitzen in derselben Zelle in einem Istanbuler Frauengefängnis! Nach der gebürtigen Ulmer Journalistin Mesale Tolu sind nun auch zwei ihrer Anwältinnen in türkischer Untersuchungshaft. Auch ihnen wird die Unterstützung einer Terror-Vereinigung vorgeworfen. Das erschwert die Arbeit der übrigen Verteidiger von Tolu. Der Prozess gegen die 32-Jährige geht am 18. Dezember weiter. Gestern hatten ihre Unterstützer auf einer Kundgebung in Ulm erneut ihre sofortige Freilassung gefordert. Am 9. Dezember feiert sie Geburtstag – dann wohl immer noch in U-Haft.

Meldung vom 03.11.2017:

Nach Peter Steudtner ist heute eine weitere deutsche Person aus der türkischen Untersuchungshaft freigekommen. Es ist eine Frau, aber leider nicht die gebürtige Ulmer Journalistin Mesale Tolu. Das hat uns ihr Unterstützerkreis bestätigt, der sich nun optimistisch zeigt, dass auch die 32-Jährige bald auf freien Fuß kommen könnte. Unterstützer von Mesale Tolu treffen sich heute Abend wieder auf dem Ulmer Münsterplatz zu einer Kundgebung. Dort wird, wie jeden Freitag, ihre sofortige Freilassung gefordert. Es ist schon die 23. Demo dieser Art.

Meldung vom 27.10.2017:

Nach der Freilassung von Menschenrechtler Peter Steudtner hat der Anwalt der gebürtigen Ulmerin Mesale Tolu keine großen Erwartungen. „Frau Tolu im Knast sitzen zu lassen, während Steudtner freigelassen wird, ist Willkür“, sagt Dieter Hummel in einem Zeitungs-Interview. Auch im Fall Tolu ist der diplomatische Druck wohl ähnlich, vermutet der Rechtsanwalt. Für Tolu werden heute Abend wieder viele in Ulm auf die Straße gehen und ihre Freilassung fordern. Um 18 Uhr läuft die schon 22. Freitagsdemo dieser Art. Mesale Tolu wird Terrorpropaganda vorgeworfen. Seit Ende April sitzt sie in Untersuchungshaft.

Meldung vom 26.10.2017:

Wenn Menschenrechtler Peter Steudtner in der Türkei frei kommt, muss es auch bei der gebürtigen Ulmer Journalistin Mesale Tolu klappen. Das meint ihr Unterstützerkreis, der sich morgen Abend auf dem Münsterplatz wieder zu einer Kundgebung trifft. Nach der Freilassung Steudtners zeigt sich, dass Präsident Erdogan entscheidet und die türkische Justiz nicht unabhängig ist, sagte uns ein Sprecher des Unterstützerkreises. Das Gericht hatte es vor zwei Wochen abgelehnt, Mesale Tolu bis zum Urteil auf freien Fuß zu setzen. Ihr Prozess geht am 18. Dezember weiter. Der Deutschen wird Terrorpropaganda vorgeworfen.

Meldung vom 13.10.2017:

Und jetzt erst recht! Nachdem die gebürtige Ulmer Journalistin Mesale Tolu in der Türkei in U-Haft bleiben muss, zeigen sich ihre Unterstützer weiter kämpferisch. Es soll auch künftig jeden Freitag, um 18 Uhr, auf dem Ulmer Münsterplatz eine Kundgebung für die 32-Jährige geben – so auch heute. Der Unterstützerkreis hätte Mesale und ihren bald dreijährigen Sohn gerne schon an diesem Wochenende wieder in Ulm in die Arme geschlossen. Am 18. Dezember geht jedoch der Prozess wegen angeblicher Terrorpropaganda weiter.

Meldung vom 12.10.2017:

Was wird aus Serkan, dem Sohn der in der Türkei weiter einsitzenden Mesale Tolu? Der bald Dreijährige ist noch immer im Gefängnis bei seiner Mutter. Die Familie wird ihn möglicherweise bald nach Deutschland holen. Er kommt dann nach Neu-Ulm. Mutter und Vater beraten darüber noch – das läuft alles über Anwälte, da beide in der Türkei in Haft sind. Der Prozess gegen Mesale Tolu geht am 18. Dezember weiter.

Stand 8 Uhr:

Die seit mehr als fünf Monaten in der Türkei inhaftierte deutsche Journalistin Mesale Tolu muss in Untersuchungshaft bleiben. Am ersten Verhandlungstag lehnte das Gericht den Antrag von Tolus Anwälten ab, ihre Mandantin bis zu einem Urteil auf freien Fuß zu setzen. Die Angeklagte hatte die gegen sie erhobenen Terrorvorwürfe zum Prozessauftakt zurückgewiesen. Ihr drohen nach Angaben ihrer Anwältin bis zu 20 Jahre Haft. Die Bundesregierung fordert die Freilassung Tolus und von zehn weiteren Deutschen, die derzeit in der Türkei aus politischen Gründen inhaftiert sind.

Meldung vom 11.10.2017:

Seit heute wird der gebürtigen Ulmer Journalistin Mesale Tolu in der Türkei der Prozess gemacht. Eine Entscheidung könnte noch am Abend fallen. Der Richter unterbrach die Sitzung und kündigte für später eine Entscheidung an. Die Staatsanwaltschaft forderte, dass die 32-Jährige in Untersuchungshaft bleiben soll. Vier weitere Angeklagte sollen unter Auflagen auf freien Fuß kommen. Tolu gehört zu insgesamt 18 Angeklagten, denen Terrorpropaganda vorgeworfen wird. Tolu hatte die Vorwürfe gegen sie zurückgewiesen.

Stand 14 Uhr:

„Ich fordere meine Freilassung und meinen Freispruch!“ Es sind deutliche Worte, die die gebürtige Ulmerin Mesale Tolu vor Gericht findet. Seit heute wird der Journalistin Nahe Istanbul der Prozess gemacht. Die Türkei wirft der 32-Jährigen Terrorpropaganda vor. Die Vorwürfe wies sie zurück. Ihr Vater, Ali Riza Tolu, kritisiert, dass kein Vertreter der Bundesregierung vor Ort ist. Die Bundesregierung hatte mehrmals die Freilassung von Tolu gefordert.

Gekürzte Übersetzung von Mesale Tolu’s Verteidigungsrede:

Vom 11.10.2017 / Silivri

Gekürzte Übersetzung von Meşale Tolu’s Verteidiğungsrede

Aus dem Türkischen vom Nachrichtenportal ETHA übersetzt.

„Ich bin mit unbegründeten Vorwürfen im Gefängnis“

Die verhaftete ETHA (Linksgerichtete Nachrichtenagentur)- Mitarbeiterin Meşale Tolu sowie der freier Fotograf Ulaş Ömer Sezgin sind u.a. heute in Silivri vor Gericht. Von den 18 Angeklagten befinden sich 14 im Gefängnis/unter Haft. Zusammen Mit Mesale Tolu waren auch die anderen 17 Angeklagten zum Prozessauftakt im Verhandlungssaal.

Aus Deutschland war zum Prozessauftakt die stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion – Heike Hänsel angereist. Aus der Türkei waren beim Prozessbeginn Erdal Atas und Beycan Taskiran von der HDP, Erol Önderoglu als der Türkeivertreter für die Reporter ohne Grenzen, Sedat Senoglu für die ESP (Sozialistische Partei der Unterdrückten) sowie zahlreiche deutsche und lokale Pressevertreter.

Zu Beginn des Prozesses haben die Anwälte drauf hingewiesen, dass der Gerichtspräsident Mustafa Cakar, gleichzeitig auch der ausführende Staatsanwalt war, der die Untersuchungshaft für Meşale Tolu angeordnet hatte. Nach der türkischen Rechtsprechung ist dieses Vorgehen illegitim. Trotz des rechtmäßigen Einspruchs wurde die Gerichtsverhandlung eröffnet.

Meşale Tolu hat zu Beginn des Prozesses ihre persönlichen Daten angegeben, Sie sagte: „Ich bin 32 Jahre alt. Ich bin in Deutschland geboren und aufgewachsen. Habe Spanisch und Philosophie auf Lehramt studiert. Ich kenne nicht mal den Namen von dem ‚geheimen Zeugen‘, welcher mich zu den Verantwortlichen für den Stadtteil Gazi ausgesagt hat. Zum gesagten Zeitpunkt 2014-2015 war ich schwanger und deswegen die meiste Zeit in Deutschland. Ich lebe in Kartal. Mit einem 5 monatigen Sohn jeden Tag in den Stadtteil Gazi zufahren ist absurd. Ich war in meinem Leben insgesammt nur vier mal im Stadtteil Gazi und daher sind die Aussagen vom geheimen Zeugen absurd und gelogen“.

Die Teilnahme an Beerdigungen und Kundgebungen in den Jahren 2014 und 2015 wurden als Beweis dargelegt. Tolu sagt dazu, „Durch den Ausnahmezustand wurde die Meinungs,- und Pressefreiheit sowie die demokratischen Rechte aufgehoben und das Land wird durch die KHK’s (Notstandsbeschlüsse) geleitet. Es wurden zahlreiche Zeitungen und Medien geschlossen und Journalisten wurden verhaftet. Journalisten geraten in schwierigen politischen Situationen in die Zielscheibe der Regierung. ETHA ist immer und in allen Situationen objektiv geblieben“.

Zu den Vorwürfen, dass sie in Vorbereitung waren am 1.Mai mit Molotov-Cocktails und Waffen teilzunehmen sagte Tolu folgendes: „Diejenigen, die am 1.Mai in Gewahrsam genommen wurden kamen am Abend wieder frei. Wir sind jedoch seit mehr als 5 Monaten in Haft. Mit der Verhaftung will man oppositionelle abschrecken. Am Vorabend des 1.Mai wurde meine Meinung von Spezialeinheiten, die ihre Waffen auf meinen 2,5 jährigen Sohn gerichtet hatten, durchsucht.“

Zu den Vorwürfen dass sie an der Beerdigungen zwei Kommunisten teilgenommen hatte, „Ich bin mit der jüngeren Schwester von der ermordeten Yeliz Erbay, Şerife Erbay gut befreundet gewesen. Ich wollte meiner Freundin beistehen. An der Kundgebung in Kadiköy für Suphi Nejat Agırnazlı im Jahre 2014, der im Kampf gegen die IS in Syrien gestorben ist, haben tausende Menschen teilgenommen. Ebenfalls auch bei der Gedenkkundgebung für die deutsche Ivana Hoffmann. Der Tod von İvana Hoffmann war mehrere Wochen in den deutschen Medien. Die Teilnahme an Beerdigungen sowie Gedenkveranstaltungen für gestorbene im Kampf gegen die IS wird bestraft. Dies zeigt die Intoleranz der Regierung. Die Teilnahme an Kundgebungen gehört zur Meinungsfreiheit, die Teilnahme an Beerdigung gehört zur Religionsfreiheit und ist eine Frage des Gewissens“.

(Veröffentlicht auf der Facebook-Seite Freiheit für Meşale Tolu – Meşale Tolu’ya özgürlük)

Stand 7 Uhr:

Mehr als fünf Monate nach ihrer Festnahme beginnt heute der Prozess gegen die in der Türkei inhaftierte deutsche Journalistin und Übersetzerin Mesale Tolu. Die 32-Jährige gehört zu einer Gruppe von 18 Angeklagten, denen Terrorpropaganda und Mitgliedschaft in der linksextremen MLKP vorgeworfen wird. Nach Angaben von Tolus Anwältin drohen ihrer Mandantin bis zu 20 Jahre Haft. Die Bundesregierung fordert die Freilassung Tolus und von mindestens zehn weiteren Deutschen, die in der Türkei derzeit aus politischen Gründen inhaftiert sind.

 

Meldung vom 10.10.2017:

Die Türkei soll keinen politischen Prozess inszenieren und rechtsstaatliche Grundsätze beachten. Das fordert Landesjustizminister Wolf am Vortag des Prozessauftakts gegen die gebürtige Ulmerin Mesale Tolu. Die Türkei wirft der 32-Jährigen Terrorpropaganda vor. Seit fast einen halben Jahr sitzt die Journalistin in Untersuchungshaft. Wolf glaubt beurteilen zu können, dass die Vorwürfe gegen Tolu nur wenig erkennbare Substanz haben. Ihr drohen bis zu 20 Jahre Gefängnis, ihre Familie hofft auf einen Freispruch.

Stand 12 Uhr:

Baden-Württembergs Justizminister Wolf fordert vor dem Prozessauftakt gegen die gebürtige Ulmerin Mesale Tolu in der Türkei ein faires Verfahren. Entsprechend äußerte sich Wolf in Medienberichten. Demnach hätten auch die Vorwürfe gegen Tolu „wenig erkennbare Substanz“. Der 32-Jährigen wird Terrorunterstützung vorgeworfen. Prozessbeginn soll morgen sein.

Meldung vom 09.10.2017:

Journalismus ist kein Verbrechen! Bei dem Solidaritätskonzert für Mesale Tolu im Ulmer Kornhaus waren sich alle Redner einig. Die in der Türkei inhaftierte Neu-Ulmer Journalistin und ihr Sohn müssen freigelassen werden. Auch Ulms OB Gunter Czisch macht sich dafür stark. Er spricht von einer Verletzung rechtsstaatlicher Prinzipien. Am Mittwoch beginnt der Prozess gegen die 32-jährige.

Meldung vom 07.10.2017:

Seit schon fast einem halben Jahr sitzt die Neu-Ulmer Journalistin Mesale Tolu in der Türkei im Gefängnis. Heute ist die Region in Gedanken ganz bei ihr. Im Ulmer Kornhaus gibt es am Abend ein Benefizkonzert – ab 18 Uhr. Geplant sind ein Live-Konzert und viele Reden. Damit wollen die Familie und ihre Unterstützer Spendengelder für Mesale Tolu sammeln. Auch Ulms Oberbürgermeister Gunter Czisch wird vorbeischauen. Die Türkei wirft Mesale Tolu Terrorpropaganda vor. Ihr Prozess beginnt am kommenden Mittwoch. Ihre Familie fordert einen Freispruch für Tolu.

Meldung vom 25.09.2017:

Im Ulmer Kornhaus findet am 7. Oktober ein Solidaritätsfest für Mesale Tolu statt – genau vier Tage vor ihrem Prozessstart in der Türkei. Als Schirmherr der Veranstaltung hat sich OB Czisch bereit erklärt. Ab 18 Uhr gibt es ein Live-Konzert und viele Reden. Die Neu-Ulmer Journalistin soll einer Terrororganisation angehören. Seit April sitzt sie in Istanbul in Haft.

Meldung vom 14.09.2017:

Durch ein Benefizkonzert soll die in der Türkei inhaftierte Neu-Ulmer Journalistin Mesale Tolu neue Hoffnung schöpfen. Es findet am 7. Oktober im Ulmer Kornhaus statt. An dem Abend sollen Spendengelder gesammelt werden, um Tolu bei ihrem Prozess zu unterstützen. Oberbürgermeister Czisch hat schon zugesagt, zum Konzert zu kommen.

Stand 6 Uhr:

Die Oberbürgermeister von Ulm und Neu-Ulm sollen die wöchentliche Mahnwache für Mesale Tolu besuchen – das fordern die Linken. Seit der gemeinsamen Erklärung der Städte im Fall der in der Türkei inhaftierten Journalistin ist nicht viel passiert, heißt es von der Partei. Jeden Freitag wird der Inhaftierten auf dem Ulmer Münsterplatz gedacht. Die Türkei wirft ihr Terrorpropaganda vor.

Meldung vom 29.08.2017:

Gibt es neue Hoffnung für die in der Türkei inhaftierte Neu-Ulmer Journalistin Mesale Tolu? Die 33-Jährige bekommt nun Hilfe von ganz oben! Kanzlerin Merkel höchstpersönlich setzt sich für sie ein. Sie forderte heute bei ihrer Sommer-Pressekonferenz erneut, dass Tolu frei kommt. In der vergangenen Woche hatte ein Gericht in Istanbul die vorzeitige Freilassung abgelehnt. Am 11. Oktober beginnt der Prozess gegen die 33-Jährige. Die Türkei wirft ihr Terrorpropaganda vor. Insgesamt zehn Deutsche sind dort aus politischen Gründen in Haft.

Meldung vom 25.08.2017:

Sie zeigen ihre Wut und Enttäuschung! Freunde der in der Türkei inhaftierten Neu-Ulmer Journalistin Mesale Tolu versammeln sich heute um 18 Uhr auf dem Ulmer Münsterplatz. Nach dreiwöchiger Sommerpause soll es die Kundgebung nun wieder jeden Freitag geben. Seit dieser Woche steht fest, dass die 33-Jährige bis zu ihrem Prozess im Oktober in Untersuchungshaft bleibt.

Meldung vom 23.08.2017:

Die Erfolgschancen waren eher gering und nun ist es auch bestätigt! Die in der Türkei inhaftierte Neu-Ulmer Journalistin Mesale Tolu bleibt im Gefängnis. Ein Gericht lehnte den Antrag auf vorübergehende Entlassung ab. Die Entscheidung soll bereits gestern gefallen sein. Der Beschluss wurde aber erst heute bekanntgegeben, weil die Unterschrift eines Richters noch fehlte. Der Prozess gegen Mesale Tolu soll am 11. Oktober starten. Ihr wird Terrorpropaganda vorgeworfen. Schon seit fast vier Monaten sitzt sie in Untersuchungshaft.

Meldung vom 22.08.2017:

Die in der Türkei inhaftierte Neu-Ulmer Journalistin Mesale Tolu muss weiter um eine vorläufige Freilassung bangen. Die Haftprüfung wurde auf morgen verschoben – aus Zeitmangel, wie es von dem zuständigen Gericht in Istanbul hieß. Die Chancen, dass die 33-Jährige bis zu ihrem Prozess am 11. Oktober frei kommt, sind laut ihrer Anwältin eher gering. Mesale Tolu war Ende April festgenommen worden. Polizisten hatten ihre Wohnung gestürmt. Sie soll Terrorpropaganda verbreitet haben.

Stand 16 Uhr:

Die Haftprüfung für die in der Türkei inhaftierte Journalistin aus Neu-Ulm läuft noch. Ein Richter entscheidet, ob Mesale Tolu bis zum Prozess am 11. Oktober vorläufig frei kommt oder ob sie in Haft bleiben muss. Die Anwältin der 33-Jährigen ist vor Ort am Gericht, um das Ergebnis der Haftprüfung herauszubekommen. Sobald es feststeht, erfahren Sie das natürlich von uns. DONAU 3 FM hält Sie auf dem Laufenden!

Stand 13 Uhr:

Mesale Tolu und ihre Unterstützer hoffen und bangen! Für die in der Türkei inhaftierte Journalistin aus Neu-Ulm gibt es heute eine Haftprüfung. Ein Richter schaut in die Akten und entscheidet, ob die 33-Jährige das Gefängnis vorläufig unter Auflagen verlassen kann. Die Chancen sind aber gering, heißt es von Beobachtern. Mitte Oktober beginnt der Prozess gegen Mesale Tolu. Ihr drohen bis zu 15 Jahre Haft. Die Türkei wirft ihr vor, Terrorpropaganda verbreitet zu haben.

Stand 9 Uhr:

Gibt es noch Hoffnung für die in der Türkei inhaftierte Mesale Tolu? Ein Richter wird heute den Fall der Journalistin aus Neu-Ulm überprüfen und über das weitere Vorgehen entscheiden. Entweder bleibt die 33-Jährige weiter im Istanbuler Frauengefängnis oder sie kommt vorübergehend frei. Der Prozess gegen sie soll im Oktober starten. Die Türkei wirft ihr Terrorpropaganda vor. Der für Mesale Tolu gegründete Solidaritätskreis hofft, dass sie nach der Haftprüfung vorläufig auf freien Fuß kommt.

Meldung vom 04.08.2017:

Im Fall der Neu-Ulmer Journalistin Mesale Tolu setzt sich das Auswärtige Amt in Berlin ausdrücklich dafür ein, dass ihre U-Haft aufgehoben wird. Das hat die Behörde DONAU 3 FM gegenüber bestätigt. Tolu sitzt seit Ende April in einem Istanbuler Gefängnis. Sie soll einer Terrorgruppe angehören. Tolus Prozess wird aller Voraussicht nach am 11. Oktober in Istanbul beginnen.

Meldung vom 03.08.2017:

Endlich geht es im Fall der Neu-Ulmer Journalistin Mes(ch)ale Tolu vorwärts. Seit Ende April sitzt die 33-Jährige mit ihrem zweijährigen Sohn in einem Istanbuler Gefängnis. Der Vorwurf: sie würde einer Terrororganisation angehören. Die Initiative „Freiheit für Mesale Tolu“ hat erfahren, dass die Anklageschrift nun endlich vom Gericht angenommen wurde und auch die Prozesstermine stehen schon. Am 22. August will sich angeblich ein Richter mit dem Fall befassen und entscheiden, ob Tolu nicht vielleicht sogar freigelassen wird. Der tatsächliche Prozess beginnt aber erst am 11. Oktober. Ihr Mann Suat sitzt ebenfalls in der Türkei in einem Gefängnis. Wann sein Fall verhandelt wird, ist noch unklar.

Meldung vom 13.07.2017:

Seit über zehn Wochen sitzt die aus Neu-Ulm stammende Journalistin Mesale Tolu nun schon in Istanbul in Haft. Noch immer weiß sie nicht, was ihr genau vorgeworfen wird. Das dürfte sich bald ändern. Die Staatsanwaltschaft hat jetzt die Anklageschrift fertiggestellt. In den nächsten 14 Tagen soll nun ein Verhandlungstermin festgelegt werden. Binnen drei Monaten müsste dann der Prozess beginnen.

Meldung vom 16.06.2017:

Die Unterstützer der in der Türkei inhaftierten Neu-Ulmer Journalistin Mesale Tolu haben ein Spendenkonto eingerichtet. Mit Ihrem Geld können Sie die 33-jährige Mutter im Gefängnis unterstützen und die Arbeit ihrer Betreuung mitfinanzieren. Seit Anfang Mai sitzt sie, zusammen mit ihrem zweieinhalbjährigen Sohn, in einem Istanbuler Frauengefängnis. Sie soll Terrorpropaganda verbreitet haben. Heute um 18 Uhr findet auf dem Ulmer Münsterplatz wieder eine Kundgebung für Mesale Tolu statt. Gastrednerin wird die Bundestagsabgeordnete Hilde Mattheis sein.

AJK e.V.

IBAN: DE67 6305 0000 0005 5642 35

BIC: SOLADES1ULM

Stichwort: Mesale Tolu

Meldung vom 09.06.2017:

Die Unterstützer der in der Türkei inhaftierten Neu-Ulmer Journalistin Mesale Tolu lassen nicht locker. Nun gibt es eine Online-Petition mit der die Freilassung der 33-jährigen Mutter gefordert wird. Eine Facebook-Seite informiert über Neuigkeiten in dem Fall. Mesale Tolu sitzt seit Anfang Mai in einem Istanbuler Frauengefängnis. Sie soll Terrorpropaganda verbreitet haben, so der Vorwurf. Im Gefängnis muss sie sich laut ihrer Unterstützer eine Zelle mit 15 weiteren Frauen teilen. Auf dem Ulmer Münsterplatz gibt es heute ab 18 Uhr wieder eine Kundgebung für Mesale Tolu.

Stand 6 Uhr:

Justizminister Guido Wolf (CDU) hat beim türkischen Generalkonsul in Stuttgart, Ahmet Akinti, seinen Unmut über die Inhaftierung der deutschen Journalistin Mesale Tolu zum Ausdruck gebracht. «Bei uns sind angesichts des Umgangs der Türkei mit Journalisten in jüngster Vergangenheit erhebliche Irritationen entstanden. Demokratie ist ohne Pressefreiheit nicht denkbar», sagte Wolf der «Heilbronner Stimme» (Freitag) nach dem Treffen. Der Übersetzerin und Journalistin aus Ulm wird vorgeworfen, Mitglied der Marxistisch-Leninistischen Kommunistischen Partei (MLKP) zu sein, die in der Türkei als Terrororganisation gilt. Wolf forderte im Gespräch mit Akinti ein faires Strafverfahren für Mesale Tolu. (dpa)

Meldung vom 30.05.2017:

In den Fall der in der Türkei im Gefängnis sitzenden Neu-Ulmer Journalistin Mesale Tolu kommt Bewegung. Angehörige durften die 33-jährige Mutter bereits besuchen, diesen Freitag bekommt sie erstmals auch Besuch von deutschen Diplomaten. Tolu sitzt bereits seit Anfang des Monats im Frauengefängnis von Istanbul. Ihr wird unter anderem Terrorpropaganda vorgeworfen.

Meldung vom 19.05.2017:

Freiheit für Mesale Tolu. Das fordern immer mehr Ulmer. Heute Abend um 18 Uhr findet wieder eine Kundgebung statt. Diesmal am Münsterplatz. Der seit Anfang Mai in der Türkei inhaftierte Journalistin wird Terrorpropaganda vorgeworfen. Nächste Woche werden Angehörige sie ein zweites Mal besuchen und ein Gespräch beim Generalkonsulat Istanbul führen.

Meldung vom 18.05.2017:

In Ulm wollen morgen erneute Freunde und Bekannte von Mesale Tolu für ihre Freilassung protestieren. Auch will man über Neuigkeiten, die sie betreffen, berichten. Die in Neu-Ulm geborene Journalistin sitzt seit Anfang Mai in der Türkei im Gefängnis. Man wirft der 33-Jährigen Terrorpropaganda vor. Die morgige Demo findet ab 17.30 Uhr am Berblinger Brunnen statt.

Meldung vom 18.05.2017:

Nun wissen die Angehörigen wenigstens Bescheid! Der in der Türkei festgenommenen Mesale Tolu aus Neu-Ulm geht es den Umständen entsprechend gut. Das berichten der Vater und die Schwester der 33-jährigen Mutter. Sie durften sie gestern erstmals im Frauengefängnis in Istanbul besuchen. Seit Anfang Mai sitzt die Journalistin in Untersuchungshaft. Der Vorwurf: sie soll Terrorpropaganda verbreitet haben. Ihre Angehörigen bemühen sich weiter um ihre Freilassung. Heute ist ein Gespräch mit dem deutschen Konsulat in Istanbul geplant.

Meldung vom 15.05.2017:

Es tut sich was im Fall der in der Türkei festgenommenen Mesale Tolu aus Neu-Ulm. Seit Tagen wissen die Angehörigen nicht, wie es der Journalistin geht. Heute Abend dürfen sie erstmals im Istanbuler Frauengefängnis Kontakt mit der 33-jährigen Mutter aufnehmen. Seit Anfang Mai sitzt sie in Untersuchungshaft. Sie soll Terrorpropaganda verbreitet haben, so lautet der Vorwurf. Unterstützter von Mesale Tolu planen nun jeden Freitag einen Infostand in der Ulmer Fußgängerzone – immer von 17 bis 19 Uhr.

Meldung vom 13.05.2017:

Etwa 100 Menschen demonstrierten gestern in Ulm gegen die Inhaftierung von Mesale Tolu. Der deutschen Journalistin wird unter anderem Terrorpropaganda vorgeworfen – deshalb wurde die 33-Jährige Anfang Mai in ein Istanbuler Frauengefängnis eingebuchtet. Ihrer Familie ist es verboten, sie dort zu besuchen. Auch ihr Ehemann wurde verhaftet.

Meldung vom 12.05.2017:

Es gibt schon wieder Zoff zwischen Deutschland und der Türkei. Die Bundesregierung fordert, Zugang zu der im Gefängnis sitzenden Neu-Ulmer Journalisten Mesale Tolu zu bekommen. Man will so schnell wie möglich mit ihr reden. Die Bundesregierung ist erst durch Dritte auf die Festnahme Tolus hingewiesen worden. Die Türkei hatte nicht über den Vorfall informiert. Die 33-Jährige ist in Ulm geboren und aufgewachsen. Die Journalistin und Übersetzerin sitzt nun bereits seit Anfang Mai im Frauengefängnis in Istanbul. Ihr wird unter anderem Terrorpropaganda vorgeworfen.

Stand 9 Uhr:

Für die in der Türkei verhafteten Neu-Ulmerin Mesale Tolu soll es heute Abend eine Kundgebung in der Ulmer Hirschstraße geben. Geplant ist sie für 18.30 Uhr am Berblinger-Brunnen. Tolu steht unter dem Verdacht der Terrorpropaganda und soll Mitglied einer Terrororganisation sein.

Stand 6 Uhr:

In der Türkei ist eine gebürtige Neu-Ulmerin Medienberichten zufolge unter dem Verdacht der Terrorpropaganda festgenommen worden. Die Übersetzerin sei schon am 30. April festgesetzt worden, berichtet die ARD. Seit 6. Mai sitzt Mesale Tolu im Frauengefängnis in Istanbul. Dem Bericht nach wurde sie von einer Anti-Terror-Einheit in ihrer Wohnung festgenommen. Es erging Haftbefehl wegen Terrorpropaganda und Mitgliedschaft in einer Terrororganisation. Tolu arbeitete für eine linksgerichtete Nachrichtenagentur. Am Abend soll es eine Solidaritätskundgebung für die Festgenommene in Ulm geben. Sie findet ab 18.30 Uhr am Berblinger-Brunnen in der Hirschstraße statt.

Foto: HDK-Ulm



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