Kindermörder bekommt lebenslänglich

Allgemein, DONAU 3 FM Region, Ulm / Neu-Ulm Montag, 17. Juli - 2017 17:16

Das Urteil im Prozess des Kindermörders von Munderkingen ist gefallen! Der 43-Jährige muss lebenslänglich in Haft – wegen Mordes an seinem Sohn. Das Gericht ist überzeugt, dass der Mann die Tat lange geplant hatte, auch ein Abschiedsbrief wurde gefunden. Der Vater vergiftete den Sechsjährigen mit einem Holzkohlegrill. Der Mann überlebte die Tat. Die Verteidigung hatte eine Verurteilung nur wegen Totschlags gefordert und prüft, gegen das Urteil anzugehen. Auch die Staatsanwaltschaft überlegt, in Revision zu gehen. Das Gericht hatte die geforderte besondere Schwere der Schuld nicht anerkannt. So könnte Vater nach 15 Jahren wieder freikommen – auf Bewährung.

Stand 15 Uhr:

Die Staatsanwaltschaft hatte es gefordert und so kam es auch! Der Kindermörder von Munderkingen muss lebenslang ins Gefängnis. Der 43-Jährige nahm das Urteil vor dem Ulmer Landgericht gefasst auf. Er gab zu, seinen sechsjährigen Sohn mit einem Holzkohlegrill vergiftet und getötet zu haben. Grund soll ein Sorgerechtsstreit gewesen sein. An die Tat konnte sich der Angeklagte zwar nicht mehr erinnern, er übernahm aber die Verantwortung dafür.

Stand 6 Uhr:

Im Prozess um die Tötung eines sechsjähringen Jungen mit Kohlenmonoxid von einem Holzkohlegrill fällt das Landgericht Ulm am Montag (14.00 Uhr) das Urteil. Angeklagt ist der 43 Jahre alte Vater des Jungen. Er habe das Kind im Juli 2016 im Schlafzimmer seiner Wohnung in Munderkingen in der Nähe von Ulm aus niedrigen Beweggründen heimtückisch umgebracht, so die Staatsanwaltschaft. Sie fordert eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes. Der Beschuldigte habe sich an der von ihm geschiedenen Mutter des Jungen rächen wollen, nachdem ihr das Sorgerecht zugesprochen worden war. Die Verteidigung machte geltend, der Mann habe in völliger Verzweiflung gehandelt. Der Sohn sei der Mittelpunkt seines Lebens gewesen. Er habe nicht allein das Kind, sondern auch sich selbst töten wollen, als er den glühenden Holzkohlegrill in das gemeinsame Schlafzimmer stellte. Die Verteidigung plädierte auf Totschlag und sprach sich für eine Freiheitsstrafe nicht unter zwölf Jahren aus. Während das Kind an den giftigen Gasen des Holzkohlegrills starb, wurde der Vater leblos gefunden und konnte reanimiert werden. (dpa)

Meldung vom 10.07.2017:

Der mutmaßliche Kindermörder von Munderkingen soll lebenslang hinter Gitter. Das hat heute die Staatsanwaltschaft vor dem Landgericht Ulm gefordert. Zudem soll die besondere Schwere der Schuld anerkannt werden. Die Verteidigung will eine Verurteilung nur wegen Totschlags. Der 43-jährige Angeklagte soll letztes Jahr seinen 6-jährigen Sohn mit einem Holzkohlegrill vergiftet haben. Das Urteil fällt nächsten Montag.

Stand 8 Uhr:

Der mutmaßliche Kindermörder aus Munderkingen kann sich heute nochmals zu Wort melden. Bisher sagte der 43-Jährige vor dem Landgericht Ulm, sich nicht mehr an die Tat erinnern zu können. Er übernahm aber die Verantwortung. Der Mann soll seinen sechsjährigen Sohn mit einem laufenden Holzkohlegrill umgebracht haben. Laut Plan sollen in dem Prozess heute die Plädoyers fallen.

Meldung vom 03.07.2017:

Der Kindermörder von Munderkingen ist voll schuldfähig. Das sagte ein psychiatrischer Gutachter am Landgericht Ulm heute aus. Zuvor hatte die Mutter des Jungen ausgesagt, dass der 43-jährige Angeklagte die Tat ganz überraschend ausführte. Der Vater hatte zugegeben, seinen Sohn mit einem laufenden Holzkohlegrill umgebracht zu haben. Hintergrund soll ein Sorgerechtsstreit gewesen sein. In einer Woche sind die Plädoyers geplant.

Stand 14 Uhr:

Nach der heutigen Aussage der Mutter im Mordprozess von Munderkingen geht alles ganz schnell. Noch heute wird am Landgericht Ulm das psychiatrische Gutachten vorgestellt. Die Plädoyers sind dann heute in einer Woche geplant. Die Mutter hatte den Vater des Jungen in ihrer Aussage schwer belastet. Der 43-Jährige soll laut Anklage seinen sechsjährigen Sohn mit einem laufenden Holzkohlegrill umgebracht haben.

Stand 12 Uhr:

Im Ulmer Prozess um den Kindermord von Munderkingen hat nun die Mutter des getöteten Jungen ausgesagt. Sie hat den Vater des 6-Jährigen schwer belastet. Der Mann soll bei der Trennung des Paares gesagt haben, er sei tödlich enttäuscht, wenn das Kind bei der Mutter bleiben sollte. Laut Anklage hat der Vater den 6-Jährigen mit einem Holzkohlegrill im Schlaf vergast.

Foto: pixabay.com / succo – Symbolbild



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