Mordfall Erbach! Angeklagter will es nicht gewesen sein!

Allgemein, DONAU 3 FM Region, Galerie, Polizeimeldungen Montag, 16. April - 2018 17:09

Aus Blutrache soll ein 46-Jähriger einen 19-Jährigen mit neun Hammerschlägen umgebracht und die Leiche im Erbacher Anglersee versenkt haben. Zum Prozessauftakt heute vor dem Ulmer Landgericht lässt der Angeklagte über seinen Anwalt ausrichten, dass er nicht der Mörder ist. Er präsentierte stattdessen eine überraschende Version des Geschehens. In Baumärkten will der Angeklagte für den angeblichen Haupttäter unter anderem eine Plane, Gewebeband, Draht und einen Betonklotz besorgt haben. Er wusste aber nicht, dass damit eine Leiche verpackt werden sollte. Den Hammer, die mutmaßliche Tatwaffe, will er nicht beschafft haben. Er soll vom flüchtigen mutmaßlichen Täter eingeschüchtert worden sein und hatte nicht den Mut, sich ihm zu widersetzen. So konnte er den Mord am Ende auch nicht verhindern.

Stand 14 Uhr:

Der Angeklagte des Ehrenmord-Prozesses um die Leiche vom Erbacher Anglersee will mit dem Mord nichts zu tun haben. Das ließ er im Landgericht Ulm über seinen Anwalt ausrichten. Der 46-Jährige ging davon aus, dass es sich um einen Drogendeal handelt. Zum Mordzeitpunkt will er auch nicht am Tatort gewesen sein. Er gab aber zu, Gegenstände wie eine Plane und einen Betonklotz in einem Baumarkt besorgt zu haben. Damit wurde das erschlagene Opfer im See versenkt. Der Mörder wird noch per Haftbefehl gesucht. Tathintergrund soll Blutrache für einen Mord aus dem Jahr 2000 in Albanien gewesen sein. Der Prozess geht am 7. Mai weiter, dann sollen acht Zeugen vernommen werden.

Stand 8 Uhr:

Hat ein 46-Jähriger aus Göppingen einen anderen Mann aus Rache mit einem Hammer erschlagen? Das gilt es ab heute in einem Mammutprozess am Landgericht Ulm herauszufinden. Dieser dauert voraussichtlich bis Januar 2019. „Heimtückischer Mord aus niederen Beweggründen“, so lautet die Anklage. Der Deutsche mit albanischen Wurzeln soll einen 19-jährigen Albaner aus Blutrache im April 2017 an einen Anglersee bei Erbach gelockt und dort mit einem Hammer erschlagen haben. Dann wurde die Leiche in Folie gewickelt und á la Mafia mit einem Betonstein im See versenkt. Vier Wochen später trieb der Tote aber wieder an der Wasseroberfläche und wurde so entdeckt.

Bilder vom Prozess:

 

Meldung vom 09.04.2016:

Es könnte ein umfangreicher Prozess werden – der Aktenumfang liegt bei rund 60 prall gefüllten Ordnern! Heute in einer Woche startet vor dem Landgericht Ulm der Prozess um die Leiche vom Erbacher Anglersee. Verantworten muss sich ein 46-Jähriger aus Göppingen. Er soll seinen 19-jährigen Neffen aus Blutrache umgebracht haben – mit zahlreichen Schlägen gegen den Kopf. Dann soll er laut Anklage die Leiche in Folie verpackt und mit einem Betonstein beschwert in den See bei Erbach geworfen haben. Die Anklage bezeichnet den Mord als heimtückisch, er soll aus niederen Beweggründen begangen worden sein. Hintergrund der Tat könnte ein im Jahr 2000 in Albanien begangenes Tötungsdelikt sein. Geplant sind über 30 Verhandlungstage. Mit einem Urteil wird erst im Januar gerechnet.

Meldung vom 16.01.2018:

In dem tragischen Mordfall um den Erbacher Anglersee gibt es neue Details. Die Staatsanwaltschaft Ulm hat Anklage gegen einen 46-Jährigen aus Göppingen erhoben. Sie vermutet Blutrache als Tatmotiv. Er soll im vergangenen Mai einen 19-jährigen Albaner aus Nordrhein-Westfalen mit einem Hammer erschlagen und danach seine Leiche in einen Anglersee bei Erbach geworfen haben. An der Tat soll noch eine weitere Person beteiligt gewesen sein, die aber noch auf der Flucht ist. Zu den möglichen Hintergründen der Tat wurde auch in Südosteuropa ermittelt. Die Blutrache soll ihren Ursprung in einem Mord in Albanien aus dem Jahr 2000 haben. Das 19-jährige Opfer war ein Neffe des damaligen Täters. Der 46-Jährige Verdächtige ist nicht vorbestraft und sitzt seit Ende Juni in U-Haft. Er bestreitet, in die Tat verwickelt zu sein.

Meldung vom 28.07.2017:

Gegen den im Fall der Erbacher Anglerseeleiche festgenommenen Tatverdächtigen ist Haftbefehl erlassen worden. Der 46-jährige sitzt in Ulm in U-Haft. Die Polizei wertet derzeit die gesicherten Beweismittel aus. Mehr will sie dazu nicht sagen. Nur so viel: Der 46-jährige stammt aus dem persönlichen Umfeld  des Opfers. Die Leiche des 19-jährigen war Mitte Mai im Anglersee gefunden worden.

Meldung vom 26.07.2017:

Im Fall der Leiche vom Erbacher Anglersee ist ein Verdächtiger festgenommen worden. Der 46-Jährige wird nun vernommen und muss spätestens morgen zum Haftrichter. In einem SEK-Einsatz sind vor kurzem die Wohnung und die Firma des Mannes im Landkreis Göppingen durchsucht worden. Es bestand der Verdacht, dass der Mann Waffen besitzt. Der 46-Jährige kannte laut Polizei sein 19-jähriges Opfer. Beide sind Albaner. Der junge Mann wohnte in Nordrhein-Westfalen und kam wohl mit dem Zug zu uns in die Region. Dann muss es zum Streit und später zu dem Mord gekommen sein.

Stand 15 Uhr:

Der mysteriöse Fall der Leiche vom Erbacher Anglersee scheint wohl geklärt zu sein. Die Polizei hat einen Verdächtigen geschnappt. Es ist ein 46-Jähriger aus dem Landkreis Göppingen. Bei Durchsuchungen seiner Wohnung und Firma fanden die Ermittler Beweismittel. Der 46-Jährige ist wie der getötete 19-Jährige ein Albaner. Das Tatmotiv ist im privaten Umfeld von Täter und Opfer zu suchen, heißt es von der Polizei. Der Beschuldigte soll nun dem Haftrichter vorgeführt werden. Zeugen fanden die Leiche des jungen Mannes Ende Mai in einem See bei Erbach.

Meldung vom 13.06.2017:

Drei Wochen nach dem Leichenfund vom Erbacher Anglersee fehlt den Ermittlern weiterhin die heiße Spur. Nun werden Angler als Zeugen gesucht, denn an der Leiche des 19-Jährigen steckte ein Angelhaken. Die Polizei vermutet, dass sich der sogenannte Blinker (siehe Bild) beim Fischen an der Leiche verhakte. Das müsste dem Angler aufgefallen sein. Der 19-Jährige ist laut Obduktion einem Verbrechen zum Opfer gefallen. Der Albaner lebte zuletzt in Nordrhein-Westfalen. Der 30-köpfige Soko „See“ hat 3.000 Euro Belohnung in dem Fall ausgesetzt.

Stand 13 Uhr:

Im Fall der Leiche vom Erbacher Anglersee sucht die Soko „See“ Angler als Zeugen, da an der Leiche ein Angelhaken steckte. Es ist der 22. Mai. Zeugen machen im Ried bei Erbach eine schreckliche Entdeckung. Im Anglersee treibt eine Leiche. Die Obduktion deckt auf, dass der 19-Jährige einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist. Es handelt sich um einen Albaner, der zuletzt in Nordrhein-Westfalen lebt. Er reist wohl mit dem Zug zu uns in die Region. Warum und wie er an den See kommt, das ist weiter ein Rätsel. An der Leiche finden die Ermittler einen sogenannten Blinker. Der Angelhaken bleibt hängen, die Schnur reißt. Die Polizei ist sich sicher, das muss dem Angler aufgefallen sein.

Meldung vom 01.06.2017:

Nach dem Leichenfund von Erbach gibt es noch immer keine Spur vom Mörder des getöteten 19-Jährigen. Immerhin sind schon vereinzelt Hinweise bei der Soko „See“ eingegangen, der entscheidende Tipp war aber noch nicht dabei. Weiterhin fragt also die Polizei: Wer kennt den Toten aus NRW? Was wollte er hier in unserer Region? Hinweise richten Sie bitte an die Kriminalpolizei Ulm unter Telefon-Nr. 0731/1880.

Meldung vom 29.05.2017:

Nach dem Leichenfund in der vergangenen Woche in Erbach hat die Polizei die Soko „See“ eingerichtet. Doch die tappt leider noch immer im Dunkeln. Wie ein Polizeisprecher DONAU 3 FM sagte, sind bislang nur ein paar wenige Hinweise eingegangen, die nun ausgewertet werden. Bei dem Toten handelt es sich um einen 19-Jährigen aus Nordrhein-Westfalen. Die Ermittler rätseln, wie und warum der junge Mann zu uns in die Region kam. Gesucht werden Zeugen, die mit ihm Kontakt hatten.

Meldung vom 26.05.2017:

Inzwischen wird über ihn bundesweit berichtet: der Tote vom Erbacher See. 19 Jahre ist er alt, er kommt aus NRW – aber was wollte er in unserer Region und wer hat ihn umgebracht? Die Kripo hat noch keine Antworten auf diese Fragen und sucht nun Zeugen. Passanten hatten den Toten am Montag im Erbacher See gefunden.

Meldung vom 24.05.2017

Der Leichenfund von Erbach ist und bleibt mysteriös. Die Leiche ist mittlerweile obduziert und identifiziert. Es handelt sich um Xhoi Musaj. Der 19-jährige Albaner ist an einer schweren Gewalteinwirkung gestorben, ergab die Obduktion. Näheres will die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen nicht mitteilen. Der Mann wohnte zuletzt in Nordrhein-Westfalen und kam vermutlich mit dem Zug zu uns. Zeugen hatten die Leiche am Montagabend in einem Anglersee bei Erbach entdeckt. Die Kripo geht von einem Verbrechen aus und hat für ihre Ermittlungen die Sonderkommission „See“ eingerichtet. Eine Belohnung von 3.000 Euro wurde ausgesetzt. Die Polizei sucht dringend Zeugen und will wissen:

– Wer kennt den 19-jährigen Albaner Xhoi Musaj aus Steinfurt in Nordrhein-Westfalen?

– Wer weiß, zu wem er hier in der Region Kontakte oder Verbindungen pflegte?

– Wer weiß, wo Xhoi Musaj sich sonst im Bereich des Alb-Donau-Kreises oder der weiteren Umgebung aufhielt?

– Wer weiß, wie Xhoi Musaj an den Angelsee bei Erbach im Gewann Ried gekommen ist?

– Wer kann Hinweise darauf geben, ob und wo Xhoi Musaj in der Region übernachtet hat?

– Wer hat in den letzten Wochen bei den Erbacher Angelseen im Gewann Ried verdächtige Personen oder Fahrzeuge gesehen oder andere auffällige Beobachtungen gemacht?

– Wer hat im Bereich der Seen Wertsachen oder Gegenstände gefunden, die Musaj zugeordnet werden oder im Zusammenhang mit der Tat stehen könnten?

– Wer kann sonst sachdienliche Hinweise geben?

Hinweise richten Sie bitte an die Kriminalpolizei Ulm unter Telefon-Nr. 0731/1880.

Meldung vom 23.05.2017:

Einen schrecklichen Fund haben Zeugen in einem Anglersee bei Erbach gemacht. Darin schwamm eine Leiche. Feuerwehr und Polizei konnten sie bergen und versuchen nun, die Identität der Person und die Todesursache festzustellen. Eine Obduktion soll Klarheit bringen. Das Ergebnis wird bis morgen erwartet. Wir halten Sie auf dem Laufenden. Heute haben die Ermittler die Umgebung rund um den See abgesucht.

Foto: Polizeipräsidium Ulm



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