Prozess um Imbiss-Attacke dauert an

Allgemein, Ulm / Neu-Ulm Donnerstag, 7. Dezember - 2017 6:05

Der Prozess vor dem Landgericht Ulm gegen eine kurdische Rockerbande zieht sich hin – voraussichtlich noch bis in den April. Die Beweisaufnahme ist zeitintensiver als zunächst gedacht, sagte uns ein Gerichtssprecher. Es gibt nun zehn weitere Verhandlungstage. Den acht Bandenmitgliedern werden unter anderem Landfriedensbruch, gefährliche Körperverletzung, sowie versuchte räuberische Erpressung und illegaler Drogenbesitz vorgeworfen. Sie sollen am Schwörmontag im Jahr 2016 einen türkischen Schnellimbiss im Hafenbad angegriffen haben. Hintergrund der Tat könnte ein Racheakt zwischen zwei Banden sein.

Meldung vom 11.10.2017:

Unter starkem Polizeischutz hat heute vor dem Landgericht Ulm der  Prozess gegen acht Mitglieder einer kurdisch dominierten Rockerbande begonnen. Sie sollen letztes Jahr am Schwörmontag im Ulmer Hafenbad einen türkischen Schnellimbiss mit Steinen und Flaschen angegriffen haben. Zwei Gäste wurden verletzt. Bis auf einen schweigen alle Angeklagten. Er will ein Alibi haben und war zur Tatzeit angeblich in der Schweiz. Der Prozess geht in einer Woche weiter.

Stand 7 Uhr:

Es ist der Schwörmontag vor einem Jahr. Eine 15-köpfige Bande wirft im Ulmer Hafenbad die Schaufensterscheibe eines türkischen Schnellimbisses ein. Zwei Gäste werden leicht verletzt. Acht der Männer müssen sich ab heute wegen Landfriedensbruch und gefährlicher Körperverletzung vor Gericht verantworten. Bis Ende November werden über 50 Zeugen gehört.

Meldung vom 12.08.2016:

Nach dem Angriff am Schwörmontag auf einen Imbiss in der Ulmer Innenstadt ermittelt nun die Staatsanwaltschaft Ulm gegen sechs Männer aus dem Rockermillieu. Die Verdächtigen sollen in einer großen Gruppe von bis zu 20 Mann einen Imbiss in der Innenstadt angegriffen haben. Sie warfen angeblich Flaschen und Steine gegen die Fassade. Außerdem sollen die Täter zwei anwesende Gäste angegriffen und einen davon leicht verletzt haben. An dem Schnellimbiss und dem angrenzenden Gebäude entstand ein Sachschaden von ca. 10.000 Euro. Laut Ermittler handelt es sich um einen Streit im Ulmer Rockermilieu zwischen einer kurdischen und einer türkischen Gang.

Foto: DONAU 3 FM



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