Datum
Mittwoch - 20.06.2012
20:00 - 20:00
Veranstaltungsort
Heidenheim Festspiele und Kulturbüro
Kategorie
Sechs Vollblutmusiker dem Jazz verschrieben Bolero Berlin bestreitet „Jazz zur Festspielzeit“ der Opernfestspiele Heidenheim
Mit einem Programm exotisch-südamerikanischer Rhythmen, jedoch klassisch-kammermusikalisch intoniert, läutet das Ensemble Bolero Berlin am 20. Juni die Open Air-Saison im Rittersaal auf Schloss
Hellenstein ein. Die Jazz-Formation aus Solisten der Berliner Philharmoniker und international herausragenden
Jazzmusikern fand sich 2008 zusammen und wurde bereits bei ihren ersten Konzerten von Publikum wie Fachpresse als „Highlight in Sachen Philharmonic Jazz“ frenetisch gefeiert. Beginn der
Veranstaltung am kommenden Mittwoch ist um 20 Uhr. Bolero Berlin, das sind: Bratschist Martin Stegner, Manfred Preis an Klarinette und Saxophon, Gittarist Helmut
Nieberle, Pianist Raphael Haeger, Esko Laine am Kontrabass und Schlagzeuger Daniel Gioia. Drei Mitglieder des Ensembles sind Solomusiker bei den Berliner Philharmonikern, die drei anderen sind nicht weniger
versierte und international gefragte Jazzprofis. Sie alle verbindet eines: Sie haben ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht und verdingen sich seit vielen Jahren als echte Vollblutmusiker auf deutschen wie internationalen
Bühnen. Bratsche und Bassklarinette – für eine Jazz-Formation recht ungewöhnlich. Ebenso außergewöhnlich ist der Werdegang so mancher Mitglieder:
Bevor Martin Stegner zu den Berliner Philharmonikern kam, war er beim Deutschen Symphonie-Orchester
Berlin 1. Solobratscher. Doch bereits seit seiner Jugend spielt der Jazzliebhaber in verschiedenen Jazz- Formationen und trat unter anderem mit Jazz-Größen wie Diane Reeves und Herbie Mann auf. Manfred
Preis findet bei Bolero Berlin an Klarinette und Saxofon die richtigen Töne – bei den Berliner Philharmonikern greift er zum tieferen Holz, der Bassklarinette. Ähnlich machte es Esko Laine, der eigentlich Cello spielte.
Als er dieses Instrument aufgeben wollte, riet ihm der Direktor seiner Musikhochschule, es einmal mit „dem tieferen Holz“, dem Kontrabass zu versuchen. Und prompt wurde der gerade 18jährige vom Nationalopernorchester
in Helsinki aufgenommen. Seit 1999 ist Laine nun Solobassist der Berliner Philharmoniker. Auch Raphael Haeger nutzt Bolero Berlin, um seinem eigentlichen Instrument ein wenig fremd zu gehen:
Zehn Jahre lang war er Schlagzeuger im Orchester des Nationaltheaters Mannheim, 2005 wurde er als
Schlagzeuger bei den Berliner Philharmonikern aufgenommen – aber bei Bolero Berlin greift er in die Tasten
und beweist sein Talent als Jazzpianist. Das Schlagzeug bei Bolero Berlin hat er einem anderen überlassen: Daniel „Topo“ Gioia wurde in Rosario/
Argentinien geboren und siedelte 1973 nach Spanien über, wo er als Percussionist in verschiedenen südamerikanischen
Besetzungen auftrat. Er ist auf über 300 Schallplatten und CDs zu hören und blickt auf Live- Auftritte unter anderem mit John Newton, Giora Feidman oder Lalo Schifrin zurück. Die 7-String-Gitarre bei
Bolero Berlin spielt mit Helmut Nieberle einer der versiertesten Mainstream-Jazzgitarristen Deutschlands. Er hat zunächst an der Jazz-School in München, dann am Berklee College in Boston studiert. Die Bandbreite
seines musikalischen Wirkens spiegelt sich zum einen im Spiel als Solist und Begleitmusiker, zum anderen in seinen Bands und Formationen, für die er immer wieder neue Programme, Kompositionen und Arrangements
schreibt. Eine spannende Mischung außergewöhnlicher Musikern bringt Bolero Berlin also auf die Bühne.
Und diese eine ebenso spannende Mischung aus südamerikanischen Rhythmen, Klassik, Jazz und Improvisation. Bei ungünstiger Witterung findet die Veranstaltung im Festspielhaus Congress Centrum statt. Weitere
Informationen und Tickets zu diesem Jazzhighlight der OH! 2012 gibt es online unter www.opernfestspiele.de,
in der Tourist-Information Heidenheim (Tel. 07321 – 327 4910), im HZ-Ticketshop im Pressehaus (07321 –
347 139) sowie in allen bekannten Vorverkaufsstellen.


