Gundremmingen: AKW-Müllverbrennung weiterhin erlaubt

Alb-Donau-Kreis, Allgemein, Ulm / Neu-Ulm Donnerstag, 10. Oktober - 2019 17:20

Müll aus dem AKW Gundremmingen darf auch weiterhin im Müllheizkraftwerk in Weißenhorn verbrannt werden.

Das hat heute der Umweltausschuss des Landkreises Neu-Ulm beschlossen. Grundsätzlich kamen Experten zum Ergebnis, dass die Beseitigung von Abfällen im Müllheizkraftwerk keine Gefahr darstellt. Die zulässigen Grenzwerte würden um ein 5.000-faches unterschritten.

Meldung vom 18.02.2019:

Verstrahlt oder nicht: der Industriemüll aus dem AKW Gundremmingen, der in Weißenhorn verbrannt wird, erhitzt weiter die Gemüter.

Nach der Ulmer Ärzteinitiative melden sich jetzt die Weißenhorner Bürger zu Wort. Als „Bürgerinitiative gegen Müllverbrennung“ fordern sie, dass sogenannter freigemessener Müll aus dem Atomkraftwerk nicht verbrannt werden darf, ganz egal wo. Er muss unter atomrechtlicher Aufsicht gelagert werden. Außerdem soll eine Mess-Station in der Stadt neben Feinstaub auch Radioaktivität messen.

Meldung vom 15.02.2019:

Das Thema Verbrennung von Müll aus dem AKW Gundremmingen ist noch nicht vom Tisch.

Die Ulmer Ärzteinitiative IPPNW hat jetzt einen offenen Brief an Landrat Freudenberger und die Kreisräte geschrieben. Sie übt darin Kritik an der Entscheidung, den Müll weiter zu verbrennen und auch auf andere Verbrennungsanlagen zu verteilen.

Reinhold Thiel, Sprecher der Ulmer Ärzteinitiative IPPNW, hat im Interview mit DONAU 3 FM auch vor Reststrahlung im Müll gewarnt und betont, dass die Verbrennung unnötig sei und Gefahren für die Zukunft birgt. Den offenen Brief finden Sie hier. Die Ärzteinitiative IPPNW (International) ist Friedensnobelpreisträger.

Eine Informationsveranstaltung der Ärzteinitiative findet heute Abend um 19 Uhr im Gasthof zur Rose, Memminger Strasse 64, 89261 Weissenhorn, statt.

Meldung vom 13.02.2019:

In Weißenhorn wird wieder Müll aus dem AKW Gundremmingen verbrannt. Das haben Kreisräte heute beschlossen.

Demnach soll die Menge des Mülls von maximal 100 Tonnen im Jahr auf 15 Tonnen reduziert werden. Dafür soll der Abfall auf weitere Müllheizkraftwerke in Bayern verteilt werden. Auch soll ein Gutachten her, um Gefährdungen bei der Annahme des Mülls auszuschließen. Angeblich handelt es sich nur um AKW-Industriemüll.

Meldung vom 06.02.2019:

Wurde in Weißenhorn wirklich nur Industriemüll aus dem AKW Gundremmingen verbrannt?

Das fragt sich die Bürgerinitiative gegen Müllverbrennung Weißenhorn und lädt am 15. Februar zu einem Infoabend ein, ab 19 Uhr im Gasthof „Zur Rose“ in Grafertshofen. Dazu eingeladen sind Kreisrat Richter und eine Anti-Atom-Expertin.

Meldung vom 04.02.2019:

„Es gibt keinen Grund zur Beunruhigung! Im Müllheizkraftwerk Weißenhorn ist kein Atommüll angeliefert und verbrannt worden.“

Das hat Neu-Ulms Landrat Thorsten Freudenberger heute offiziell bestätigt und als Beweis den Journalisten einen vom Kernkraftwerk Gundremmingen angelieferten Müllsack gezeigt.

Freudenberger sagte DONAU 3 FM: „Ich bin beruhigt, weil wir eine Werkleitung haben, von der ich annehmen darf, dass hier kein Abfall verbrannt wird, der nicht hier verbrannt werden darf.“

Bei dem Müll handelt es sich um Papier, Dienstkleidung, Kabelreste oder auch Holzstücke aus den Kontrollbereichen des Atomkraftwerks. Der Müll ist aber nicht verstrahlt. Messungen ergaben, dass der erlaubte Grenzwert nicht überschritten ist.

Erst einmal wurde die Anlieferung von weiterem Müll aus Gundremmingen gestoppt, bis sich die Wogen geglättet haben! Die Zusammenarbeit geht aber weiter: insgesamt 4.000 Tonnen Müll werden in den nächsten 20 Jahren angeliefert.

Meldung vom Morgen:

War es nun Atommüll oder nur Industriemüll? Was genau wurde im Müllheizkraftwerk Weißenhorn abgeladen und verbrannt?

Neu-Ulms Landrat Thorsten Freudenberger will der Gerüchteküche ein Ende bereiten. Er wird aufklären und lädt deshalb heute zu einem Pressegespräch ein. Wir von DONAU 3 FM sind natürlich vor Ort und informieren Sie, was genau der Landrat gesagt hat.

Meldung vom 31.01.2019:

War es wirklich Atommüll aus dem AKW Gundremmingen, der still und heimlich im Müllheizkraftwerk Weißenhorn verbrannt wurde?

Landrat Freudenberger will nun offiziell aufklären. Er lädt zum Pressetermin am Montag ein. Wir sind mit dabei. Übrigens: nach AKW-Angaben war es kein Atom-, sondern Industriemüll.

Meldung vom 30.01.2019:

Neu-Ulms Landrat Thorsten Freudenberger hat erstmal die Notbremse gezogen und die Anlieferung des Mülls aus dem Atomkraftwerk Gundremmingen in die Müllverbrennungsanlage Weißenhorn gestoppt.

Denn im Moment weiß keiner so genau, was da alles so mitgeliefert und verbrannt wird. Der Pressesprecher des Betreibers RWE Jan-Peter Cirkel sagt, es sei kein Atommüll, sondern ganz normaler Industriemüll. Landrat Freudenberger ruft alle Beteiligten an einen Tisch. Danach soll entscheiden, wie es in der Sache weitergeht.

Meldung vom Morgen:

Es klingt beängstigend: in der Weißenhorner Müllverbrennungsanlage wurde  offenbar auch Atommüll aus Gundremmingen verbrannt.

Auch wenn die Abfälle nur schwach radioaktiv gewesen sein sollen, läuten im Neu-Ulmer Landratsamt die Alarmglocken. Landrat Thorsten Freudenberger hat die Anlieferung sofort gestoppt. Er ruft jetzt alle Beteiligten an einen Tisch. Erst nach den Gesprächen soll entschieden werden, wie es weitergeht.

Foto: DONAU 3 FM

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