Der Jobmarkt im Dezember – Rekord trotz steigender Arbeitslosigkeit

Alb-Donau-Kreis, Allgemein, Biberach, DONAU 3 FM Region, Günzburg, Ulm / Neu-Ulm Freitag, 4. Januar - 2019 10:00

Im letzten Monat des Jahres 2018 stieg die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Ulm leicht an. Im Dezember waren 6 815 Frauen und Männer arbeitslos, 121 mehr als im November und 549 weniger als vor einem Jahr. „Trotz des für diese Jahreszeit typischen Anstiegs der Arbeitslosigkeit war der Arbeitsmarkt zum Jahresende hin weiter auf Rekordkurs“, berichtet Mathias Auch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Ulm. „Seit 1984 gab es im Agenturbezirk keinen Dezember mit weniger arbeitslosen Menschen als in 2018“, gibt der Agenturleiter bekannt. Die Arbeitslosenquote kletterte geringfügig um 0,1 Prozentpunkte auf 2,3 Prozent. Unter den 19 Agenturbezirken in Baden-Württemberg ist das weiterhin der niedrigste Wert. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote im Land blieb unverändert und liegt wie im Vormonat bei 3,0 Prozent. Regionale Arbeitgeber meldeten im Berichtsmonat 1 446 neue Stellenangebote, 250 weniger als im Vormonat und 229 weniger als im Vorjahr. Der Stellenbestand reduzierte sich zum Vormonat um 193 auf 5 951 offene Arbeitsangebote, das sind 22 mehr als vor einem Jahr. „Summa summarum blieb die Arbeitskräftenachfrage im Dezember auf sehr hohem Niveau, so dass auch im neuen Jahr die Fachkräftesicherung eine der wesentlichen Herausforderungen am Arbeitsmarkt in und um Ulm bleiben wird“, hält Auch fest.

Agenturbezirk Ulm im Landesvergleich

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Ulm stieg die Arbeitslosenquote um 0,1 auf 2,3 Prozent minimal an und bleibt auch im letzten Monate des Jahres die niedrigste Quote im Land. Vor einem Jahr betrug die Arbeitslosenquote 2,5 Prozent. In Baden-Württemberg blieb die Arbeitslosenquote mit 3,0 Prozent zum Vormonat unverändert, zum Vorjahr ist das ein Rückgang um 0,2 Prozentpunkte.

Zu den Landkreisen

Biberach. Unverändert zeigte sich die Arbeitslosenquote im Landkreis Biberach. Wie im Vormonat lag diese im Dezember bei 1,9 Prozent. „Erneut markierte kein Kreis in Baden-Württemberg eine niedrigere Arbeitslosenquote“, berichtet Mathias Auch. Vor einem Jahr lag die Quote im Landkreis bei 2,1 Prozent. Im Dezember waren 2 188 Frauen und Männer arbeitslos, 23 mehr als im November. Zum Vorjahr waren es 245 arbeitslose Menschen weniger. Die Agentur für Arbeit in Biberach betreute 1 201 Menschen, das Jobcenter des Landkreises Biberach 987 Frauen und Männer.

Alb-Donau-Kreis. Im Landkreis Alb-Donau stieg die Arbeitslosenquote um 0,1 auf 2,1 Prozent. „Obwohl der Zuwachs der Arbeitslosigkeit die Arbeitslosenquote im Alb-Donau-Kreis leicht nach oben hievt, bleibt es der zweitniedrigste Wert im Land“, macht Mathias Auch deutlich. 2 396 Menschen waren im Dezember arbeitslos und über die Agentur für Arbeit (1 330) und das Jobcenter (1 066) auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle. Zum Vormonat sind das 109 arbeitslose Menschen mehr, zum Vorjahr 228 weniger.

Ulm. Im Stadtgebiet Ulm waren 2 231 arbeitslose Menschen über die Arbeitsagentur (993) und das Jobcenter (1 238) auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle. Zum November sind das elf arbeitslose Frauen und Männer weniger. Daraus er-rechnet sich für den Dezember mit 3,2 Prozent dieselbe Arbeitslosenquote wie im November. „Den dritten Monat in Folge liegt die Arbeitslosenquote in Ulm stabil bei 3,2 Prozent, die Stadt behauptet damit ihren Spitzenplatz unter den kreis-freien Städten im Land“, so der Agenturleiter. Vor einem Jahr lag die Arbeitslo-senquote im Ulmer Stadtgebiet bei 3,3 Prozent.

Günzburg.  „Die Arbeitslosenquote stieg im Dezember auf 2,0 Prozent. Im November lag sie bei 1,9 Prozent. Aktuell sind 1.471 Menschen arbeitslos gemeldet; 86 mehr als im Vormonat, aber 98 weniger als vor einem Jahr. Aufgrund der milden Witterung verzeichnen wir bisher nur geringfügige Zugänge bei den Außenberufen“ berichtet Richard Paul, Leiter der Agentur für Arbeit Donauwörth.

Neu-Ulm. „Die Arbeitslosenquote stieg im November 2,1 Prozent. Im November lag sie bei 2,0 Prozent. Aktuell sind 2.069 Menschen arbeitslos gemeldet, 94 mehr als im Vormonat und 6 mehr als vor einem Jahr. Der Bestand der arbeitslosen Jugendlichen ist um 50 auf jetzt 196 angestiegen. Aufgrund der milden Witterung verzeichnen wir bisher nur geringfügige Zugänge bei den Außenberufen“ berichtet Richard Paul, Leiter der Agentur für Arbeit Donauwörth.

Foto: Bundesamt für Arbeit

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