Erntebilanz in Schwaben: der Klimawandel ist spürbar!

Alb-Donau-Kreis, Allgemein Mittwoch, 21. August - 2019 14:02

Trotz Trockenheit und Hitze zeichnet sich bei den Landwirten bei uns in der Region eine durchschnittliche Ernte ab. Diese Bilanz hat heute der Kreisbauernverband Ulm-Ehingen gezogen.

Andreas Braig, Geschäftsführer vom Kreisbauernverband im DONAU 3 FM Interview: „Es sind etwa 80% der Ernte eingefahren. Die bisherige Bilanz ist durchschnittlich. Der Raps stand dieses Jahr sehr gut im Feld, aber beim Ernten hat er relativ schlecht ausgegeben. Die Trockenheit und die Hitze in Juni und Juli hat dem Raps ziemlich zugesetzt.“

Zuckerrüben und Mais profitieren dagegen vom Regen im August. Der Klimawandel ist spürbar, so Braig weiter: „Die Trockenphasen und die Regenphasen werden länger, die allgemeinen Wetterkapriolen sind extremer geworden. Darauf muss sich die Landwirtschaft einstellen, zum Beispiel dass trockenheitsresistentere Sorten ausgewählt werden oder auch Versicherungen gegen Hagelschaden oder sonstige Risiken abgeschlossen werden.“

Zur Zukunft der Landwirtschaft sagt Braig: „Momentan bewegt sich sehr viel, auch wenn man das Bienen-Volksbegehren anschaut, da wird 50% Ökolandwirtschaft gefordert. Wenn der Verbraucher das möchte und den höheren Einkaufspreis dafür auch bezahlt, dann ist der Landwirt der Letzte, der dagegen wäre, biologische Produkte zu erzeugen. Hier bestimmt die Nachfrage das Tun der Landwirte.“

Der Konsument bestimmt also, sprich: ihr Geldbeutel. Der kann mächtiger sein, als so manche Politiker.

 


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