Jetzt wird gegen den Eichenprozessionsspinner gespritzt

Alb-Donau-Kreis, Allgemein, Biberach, Günzburg, Ulm / Neu-Ulm Donnerstag, 2. Mai - 2019 8:00

Der Eichenprozessionsspinner. Seit ein paar Jahren macht der von sich reden: Die Härchen sorgen für einen fiesen Juckreiz auf der Haut. Wer allergisch reagiert, hat noch mehr Ärger. Deswegen werden die Raupen auch hier in Schwaben bekämpft, bevor sie die sogenannten „Brennhaare“ überhaupt kriegen. Bei der Stadt Ulm ist Franz Münch dafür zuständig. Er sagt, durch die trockene und warme Witterung sei auch dieses Jahr mit einer Plage zu rechnen.
Unter anderem auch in den Kreisen Günzburg und Neu-Ulm sind derzeit Teams unterwegs, um befallene Eichen zu spritzen. Denn, wenn die Raupen des Eichenprozessionsspinners erst mal ihre Brennhärchen mit dem Nesselgift haben und die durch die Luft wehen, kann es unangenehm werden. Die Härchen können auf der Haut einen Juckreiz ähnlich dem einer Brennnessel auslösen, in den Augen können sie eine Bindehautentzündung provozieren, bei Allergikern können die Reaktionen heftiger und gefährlicher ausfallen.
Bei der Vorbeugung legt die Stadt Ulm das Augenmerk auf Bäume, an denen viele Menschen vorbeikommen. In der Friedrichshau werden rund 70 Eichen mit Neembaumöl behandelt, weitere Einsätze gibt es im Alten Friedhof, am Münsterplatz, der Böfinger Steige und an einzelnen weiteren Standorten. Das Mittel soll anderen Insekten wie Bienen nicht schaden. Es hindert die Raupen an der Häutung. Erst nach der dritten Häutung entwickeln sie die gefährlichen Brennhaare. Wenn das passiert ist, lässt sich außer Absammeln nichts mehr machen. Deswegen wird diese und kommende Woche gespritzt, um die Häutung zu verhindern.
Für Laien sind die Eichenprozessionsspinner meist erst sichtbar, wenn es schon zu spät ist und sie Nester gebaut haben. Wer solche Neste an Eichen entdeckt, meldet sie am besten der Stadt und macht einen großen Bogen um den Baum.

Foto: pixabay.com/ceskyfreund36

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