Mehr als 3000 Einwände gegen Pläne zum A8-Neubau am Albaufstieg

Alb-Donau-Kreis, Allgemein, DONAU 3 FM Region Mittwoch, 25. September - 2019 8:20

Bremsen Privatleute die Pläne zum A8-Neubau aus?

Gegen Pläne für einen sechsstreifigen Neubau der Autobahn 8 am Albaufstieg sind mittlerweile rund 3000 Einwendungen erhoben worden. Davon beruhe ein großer Teil auf Unterschriftenaktionen, teilte das Regierungspräsidium Stuttgart mit. Schwerpunkte der privaten Einwendungen seien insbesondere die Streckenführung der vorgesehen neuen Trasse sowie der Lärmschutz und die Gestaltung der Anschlussstelle Hohenstadt.

Der Albaufstieg sowie der Albabstieg gelten als das schwierigste Nadelöhr beim Ausbau der A8 zwischen den Landeshauptstädten Stuttgart und München. Dort kommt es immer wieder zu langwierigen Staus. Auf beiden Seiten verengt sich die inzwischen teils sechsstreifig ausgebaute A8 auf die zwei engen Fahrspuren, deren Bau 1937 (Abstieg) und 1957 (Aufstieg) fertiggestellt worden war.

Die wichtigsten Einwendungen sollen an diesem Donnerstag (26.9.) bei einem öffentlichen Erörterungstermin angesprochen werden, zu dem das Regierungspräsidium in die Gemeinde Gruibingen (Kreis Göppingen) am Nordrand des Albaufstiegs eingeladen hat. Von der Auswertung der Einwendungen hängt auch ab, wann das Planfeststellungsverfahren abgeschlossen werden kann. Danach werden dann bis zur Fertigstellung noch etwa acht Jahre veranschlagt.

Meldung vom 02.10.2018:

Der sechsstreifige Neubau des Albaufstiegs zwischen Mühlhausen und Hohenstadt an der Autobahn 8 wird aus Bundesmitteln finanziert. Das teilten der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) und der Staatssekretär aus dem Bundesverkehrsministerium, Steffen Bilger (CDU), am Dienstag in Stuttgart mit. Bilger sagte, dass man so schneller vorankommen werde. Es ergebe Sinn, das Projekt konventionell aus Haushaltsmitteln und nicht über eine öffentlich-private Partnerschaft zu finanzieren. Hermann sprach vom größten Straßenbauprojekt im Land und Kosten von schätzungsweise 600 Millionen Euro. Immer wieder gebe es am Albaufstieg Staus und Unfälle. Mit der Erweiterung von vier auf sechs Spuren würde das letzte Nadelöhr auf der A8 beseitigt. Die Finanzierung war lange unklar. Zwei Jahrzehnte lang sei ohne überzeugendes Ergebnis geprüft worden, ob der Albaufstieg-Neubau als ÖPP-Projekt realisiert werden könne, betonte Hermann. Eine weitere Verzögerung des Baubeginns wäre der Öffentlichkeit nicht mehr zu vermitteln gewesen. Hinter ÖPP verbirgt sich eine Partnerschaft zwischen öffentlicher Hand und privaten Finanziers. Ziel des Landes ist es nach Angaben des Ministeriums, das Planfeststellungsverfahren im Herbst 2019 abzuschließen. Man rechne mit rund fünf Jahren Bauzeit und einer Fertigstellung 2026, sagte Hermann. Die vorgesehene Trasse des Albaufstiegs ist 8,3 Kilometer lang und damit um rund 3,8 Kilometer kürzer als die bisherige Strecke. Große Abschnitte werden in Tunneln und auf Brücken verlaufen. Vorgesehen ist ein sechsstreifiger Ausbau mit Standstreifen. Die bestehende Aufstiegstrasse soll als Bedarfsumleitung erhalten bleiben.

Meldung vom 14.07.2018:

Pendler auf der A8 dürfen sich freuen! Nach jahrelangem Stillstand kommt der geplante Bau des neuen Albaufstiegs zwischen Mühlhausen und Hohenstadt wieder in die Gänge. Bund und Land wollen das Projekt nun schnell voranbringen. Bis Herbst 2019 könnte der Baubeschluss vorliegen, der Baubeginn der sechsspurigen Trasse ist für 2021 geplant. Wenn nichts dazwischen kommt, wird der neue Abschnitt dann fünf Jahre später in Betrieb gehen. Er kostet rund 603 Millionen Euro. Der Drackensteiner Hang ist eine der ältesten Autobahnstrecken Deutschlands. Der Albabstieg wurde 1937, der Albaufstieg 1957 fertig gestellt. Seitdem gab es dort keine größeren Um- und Ausbauten.

Foto: pixabay.com/WikimediaImages – Symbolbild

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