Es hört nicht auf: Falsche Polizisten wollen Senioren ausrauben!

Allgemein, Biberach, DONAU 3 FM Region, Polizeimeldungen, Ulm / Neu-Ulm Freitag, 11. Oktober - 2019 8:50

Vorsicht! Die Betrugsfälle der „falschen Polizisten“ häufen sich in Schwaben! Es gab alleine in dieser Woche rund 200 Versuche, mindestens drei Senioren wurden auf diese Weise schon ausgeraubt!

Anfang der Woche erst haben Unbekannte einen Senior aus Ulm um Gold und Schmuck gebracht. Ein angeblicher Polizist forderte den Mann am Telefon dazu auf, seine Wertsachen aus dem Schließfach der Bank zu holen. Dort sollen angeblich mehrere Fächer von Kunden, auch seines, leergeräumt werden.

Um den angeblichen Tätern eine Falle zu stellen solle er die Wertsachen der Polizei übergeben. Nach der Festnahme der Täter könne er sie bei der Polizei wieder abholen.

Der gutgläubige Senior folgte der Anweisung und deponierte seine Wertgegenstände auf seinem Grundstück. Ein Unbekannter holte sie dann ab. Der Betrug fiel erst auf, als der vorgetäuschte Rückruf des falschen Polizisten ausblieb.

„Falsche Polizisten“ Betrug häuft sich in der Region

Rund 200 Mal versuchten die Betrüger an das Ersparte von Senioren zu kommen. Sie fielen nicht alle auf die Masche herein.

Im Alb-Donau-Kreis erhielten Senioren aus Berghülen, Blaustein, Dietenheim, Ehingen, Erbach, Oberdischingen, Rammingen und Schelklingen betrügerische Anrufe von falschen Polizisten.

Aus dem Landkreis Biberach waren Menschen aus Biberach, Ertingen, Ochsenhausen, Schwendi und Warthausen betroffen.

Um sich vor falschen Polizeibeamten zu schützen, gibt die Polizei Tipps

– Die Polizei fragt Sie nicht am Telefon nach Wertsachen, ohne
dass Sie zuvor eine Anzeige erstattet haben. Geben Sie daher am
Telefon keine Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis.
– Betrüger wählen ihre Opfer häufig anhand des Vornamens aus dem
Telefonbuch aus. Daraus können sie oftmals Rückschlüsse auf das
Alter ziehen. Senioren werden bevorzugt übers Ohr gehauen.
Überlegen Sie sich also, ob sie zumindest ihren Vornamen löschen
oder abkürzen lassen.
– Bewahren Sie Ruhe und gehen Sie nicht auf derartige Forderungen
ein.
– Rufen Sie die 110 oder Ihre Polizeidienststelle an. Benutzen Sie
dabei niemals die Rückruftaste.
– Notieren Sie sich die auf Ihrem Telefon angezeigte Nummer des
Anrufers.
– Prägen Sie sich möglichst Stimme und Besonderheiten der Sprache
des Anrufers ein.
– Erstatten Sie Strafanzeige bei Ihrer Polizei, falls Sie Opfer
eines solchen Betruges geworden sind.

Diese und viele weitere Tipps gibt die Polizei in Broschüren auf jeder Polizeidienststelle oder im Internet unter www.polizei-beratung.de. Darunter auch dieses Video:

Achtung Abzocke! Die Masche der Telefonbetrüger

Wir haben ein Video für euch. Aber mal keines vom Social-Media Team, sondern eines von den Kollegen der Prävention. Sie zeigen Euch, wie unverfroren Telefonbetrüger versuchen ältere Menschen unter Druck zu setzen, um ihnen ihr Erspartes abzuluchsen.Was Ihr zu hören bekommt, ist ein echter Anruf, mit dem eine ältere Dame abgezockt werden sollte, 1 zu 1 nachgesprochen von den Profis der Prävention. In diesem Fall konnten wir verhindern, dass die Dame um ihre Wertsachen gebracht wurde, weil die Seniorin gut informiert war und auch genau richtig reagiert hat.Das klappt aber nur, wenn Ihr und Eure Omas, Opas, Eltern, Tanten, Onkels und Nachbarn Bescheid wisst.Deshalb denkt daran:➡ Wir rufen niemals unter der 110 an! ➡ Lasst Euch nicht am Telefon unter Druck setzten. Legt einfach auf.➡ Seid misstrauisch. Besonders bei Forderungen nach schnellen Entscheidungen, Kontaktaufnahme mit Fremden sowie Herausgabe von persönlichen Daten, Bargeld, Schmuck oder Wertgegenständen. ➡ Ruft beim geringsten Verdacht die 110 oder das örtliche Revier an. Benutzt dabei nie die Rückruftaste, sonst landet Ihr wieder bei den Tätern.➡ Eure persönlichen und finanziellen Verhältnisse sind für Fremde tabu.➡ Redet mit Eurer Familie oder mit Personen, denen Ihr vertraut, wenn Ihr euch nicht sicher seid. Besonders wenn ein Anrufer genau das Gegenteil von Euch verlangt. Mehr Infos zum Thema findet Ihr unter:https://www.polizei-beratung.de/

Gepostet von Polizei Reutlingen am Freitag, 13. Oktober 2017


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