Anklage im Schweinemast-Skandal erhoben

Allgemein, DONAU 3 FM Region, Ulm / Neu-Ulm Mittwoch, 29. November - 2017 15:22

In Sachen des Schweinemast-Skandals von Merklingen hat ein Veterinär des Alb-Donau-Kreises einen Strafbefehl kassiert. Der 43-Jährige muss nun entscheiden, ob er Einspruch erhebt oder den Strafbefehl akzeptiert. Das Landratsamt will die Vorwürfe gegen den Mitarbeiter in Zusammenarbeit mit dem Landwirtschaftsministerium in Stuttgart prüfen. Gegen den Landwirt des Schweinemast-Betriebs wurde Anklage erhoben. Der 54-Jährige hatte Hunderte Schweine vernachlässigt, über 160 Tiere mussten getötet werden. Die Ermittlungen gegen die Aktivisten, die den Fall aufgedeckt hatten, wurden eingestellt.

Stand 13 Uhr:

Der Schweinemast-Skandal von Merklingen hatte deutschlandweit für Schlagzeilen gesorgt. Nun wurde gegen den Landwirt Anklage erhoben – wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. In seinen Ställen herrschten unhygienische Zustände, über 160 Schweine mussten getötet werden. Aufgedeckt hatte die Missstände die „Soko Tierschutz“. Die Tierschutzorganisation begrüßt die Anklage gegen den Landwirt, bedauert aber, dass der Veterinär mit einem Strafbefehl davonkommt. „Soko Tierschutz“-Vorstand Friedrich Mülln wirft den Behörden Versagen vor, da die Amtstierärzte bei ihren Kontrollen viel zu oft ein Auge zudrücken.

Stand 12 Uhr:

Viele Tiere waren krank oder verletzt, Ohren und Schwänze waren abgebissen! Diese skandalösen Zustände kostete den Betreibern eines Schweinemast-Betriebs in Merklingen am Ende die Zulassung. Nun hat die Staatsanwaltschaft Ulm Anklage gegen den 54-jährigen Landwirt, seine Frau und seine beide Söhne erhoben – wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Die Ställe waren total überfüllt, über 160 Tiere mussten getötet werden. Gegen einen Amtstierarzt des Landratsamtes des Alb-Donau-Kreises wird ein Strafbefehl verhängt. Der 43-Jährige hatte die Ställe kontrolliert und soll die schlechten hygienischen Zustände in seinem Bericht zunächst verharmlost haben, so der Vorwurf.

Meldung vom 23.11.2016:

Der Betreiber des in die Schlagzeilen geratenen Schweinemastbetriebs in Merklingen darf keine Tiere mehr halten. Das hat das Landratsamt des Alb-Donau-Kreises entschieden. In dem Betrieb kamen im Oktober skandalöse Zustände ans Licht: viele Tiere waren krank oder verletzt, Ohren und Schwänze waren abgebissen. Insgesamt mussten rund einhundert Schweine aus Tierschutz-Gründen getötet werden. Bis Ende des Monats wird der Bestand komplett aufgelöst, gesunde Tiere kommen in den Schlachthof. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft in dem Fall laufen noch.

Meldung vom 14.11.2016:

Der Alb-Donau-Kreis will nach dem Schweinemast-Skandal von Merklingen auffällige Betriebe regelmäßiger kontrollieren. Wegen der skandalösen Zustände in dem Betrieb mussten über 80 der 1.200 Schweine getötet werden. Bis Ende des Monats soll der komplette Bestand aufgelöst sein. Landrat Heiner Scheffold begrüßt in dem Zusammenhang die Ergebnisse eines Runden Tisches zum Thema Tierhaltung im Landwirtschaftsministerium in Stuttgart. Damit sich ein solcher Skandal nicht mehr wiederholt, sollen nun alle Beteiligten ihre Informationen untereinander austauschen. Es geht um die Veterinärämter, die Tierkörperbeseitigungsanlagen, die Qualitätszeichen-Kontrolleure und um die Schlachthöfe.

Meldung vom 25.10.2016:

Nach dem Schweinemast-Skandal von Merklingen soll der betroffene Betrieb in sechs bis acht Wochen leer sein. Gesunde Tiere kommen nach und nach in den Schlachthof, kranke Tiere werden behandelt. Zwei Mal wöchentlich wird der Hof kontrolliert. Das Veterinäramt des Alb-Donau-Kreises stellt klar, dass keine neuen Schweine mehr in den Bestand kommen. In dem Hof gab es erhebliche Missstände. Noch hat der Landwirt eine Genehmigung. Ihm könnte ein Haltungsverbot drohen.

Stand 6 Uhr:

Die Staatsanwaltschaft Ulm prüft, ob ein Anfangsverdacht einer Straftat bei einem Tierarzt des Landratsamtes des Alb-Donau-Kreises besteht. Hintergrund ist der Schweinemast-Skandal von Merklingen. Es könnte sein, dass der Mitarbeiter des Veterinäramtes mitverantwortlich für die schlechten Zustände im Stall des Betriebs ist. Mittlerweile 80 der über 1.200 Schweine mussten aus Tierschutzgründen getötet werden. Der Betrieb läuft bislang weiter – allerdings unter regelmäßigen Kontrollen.

Meldung vom 21.10.2016:

Nach der Aufdeckung der skandalösen Zustände in einem Schweinemast-betrieb in Merklingen will Agrarminister Hauk einen Runden Tisch einberufen. Damit sollen solche Fälle im Land künftig verhindert werden. Anfang November sollen sich Landwirtschaftsverwaltung, Veterinäre und Verbände von Schlachtern bis zum Handel zusammensetzen. Dabei sollen bessere Formen der Zusammenarbeit und der gegenseitigen Information über Missstände diskutiert werden. Minister Hauck will wegen des aktuellen Falls auch die Stellensituation bei den Veterinärämtern prüfen lassen. Über den Merklinger Fall wurde deutschlandweit berichtet. Inzwischen ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen eines Verstoßes gegen den Tierschutz.

Meldung vom 20.10.2016:

Nach dem Schweinemast-Skandal von Merklingen protestieren die Tierschützer. Erst gibt es eine Demo vor dem Landratsamt in Ulm, danach ziehen die Demonstranten weiter auf den Münsterplatz. Die Tierschützer werfen den Behörden Versagen vor. Das Landratsamt betonte, die gesetzlichen Kontrollvorgaben einzuhalten. In dem betroffenen Betrieb mussten aus Tierschutzgründen mittlerweile 80 der 1.200 Schweine getötet werden. Viele der Tiere sind krank, haben Bissverletzungen und leben in einem verdreckten Stall.

Stand 8 Uhr:

Tierschützer wollen heute nach dem Schweinemast-Skandal in Merklingen in Ulm ihrem Ärger Luft machen. Sie planen jeweils eine Demo um 14 Uhr vor dem Landratsamt und um 16 Uhr auf dem Münsterplatz. Die Tierschützer werfen dem Landratsamt vor, gesetzliche Kontrollvorgaben nicht einzuhalten. Stein des Anstoßes ist der Fall in einem Merklinger Schweinemastbetrieb. Dort herrschten skandalöse Zustände. Selbst bei stern TV war der Fall gestern Abend ein Thema. Einige Medien berichten sogar von zu laschen Kontrollen. Das Landratsamt wehrt sich. In einer Pressemitteilung heißt es, dass die gesetzlichen Kontrollvorgaben eingehalten wurden.

Stand 6 Uhr:

Das Landratsamt des Alb-Donau-Kreises stellt klar: die Tierschutz-Kontrollen entsprechen dem Gesetz. Einige Medien hatten über zu lasche Kontrollen berichtet. Auslöser waren die skandalösen Zustände in einem Merklinger Schweinemastbetrieb. Am Abend hatte auch Stern TV darüber berichtet. 2015 gab es laut Landratsamt im Alb-Donau-Kreis über 300 Kontrollen. Der betroffene Betrieb war zuletzt im Februar 2015 kontrolliert worden. In den letzten Monaten hatten sich die Verhältnisse wieder erheblich verschlechtert. Der Tierhalter soll gesundheitlich angeschlagen sein. Sein Hof wird aktuell regelmäßig kontrolliert. Peta wirft der Politik dennoch Versagen vor. «Jeder Stall muss kontrolliert werden. Wenn solche Zustände ermöglicht werden, ist für uns klar, die Behörden haben versagt.» Die Industrie spreche immer von einzelnen schwarzen Schafen, doch die Problematik liege im System der Massentierhaltung. Jahrelang hätten Betriebe im Verborgenen agiert. Unter dem Titel «Horror Schweinemast schließen! Behördensumpf austrocknen!» wollen Tierschützer am Donnerstagnachmittag um 14.00 Uhr in Ulm demonstrieren und vom Landratsamt zum Münsterplatz ziehen. Die Organisation SOKO Tierschutz hat zu der Aktion aufgerufen.

Meldung vom 19.10.2016:

Die skandalösen Zustände in einem Merklinger Schweinemastbetrieb kommen heute ins Fernsehen. Stern TV berichtet am Abend (ab 22.15 Uhr, RTL) darüber. Ein entsprechender Beitrag wurde auf Facebook abgekündigt. Das Veterinäramt hatte schlimme Zustände in dem Betrieb vorgefunden. Von den über 1.200 Tieren waren rund 15 Prozent krank oder verletzt – vor allem waren Ohren und Schwänze angebissen. Rund 60 Schweine mussten aus Tierschutzgründen sofort getötet werden. Nach einem Hinweis hatte das Veterinäramt den verdreckten Stall genauer überprüft. Der Betrieb darf zwar weiterlaufen, wird nun auch häufiger kontrolliert – und zwar unangekündigt.

Meldung vom 13.10.2016:

Verdreckte Abluftschächte und abgebissene Schwänze. Nach den skandalösen Zuständen in einem Schweinemastbetreib im Alb-Donau-Kreis wollen die zuständigen Behörden künftig häufiger und vor allem unangemeldet kontrollieren. Das kündigte der neue Landrat Heiner Scheffold an. Der Betrieb in dem betroffenen Stall läuft unter behördlicher Leitung weiter. Fast 60 verletzte Tiere mussten sofort getötet werden.

Meldung vom 12.10.2016:

Schlimme Zustände hat das Veterinäramt in einem Schweinemastbetrieb im nördlichen Alb-Donau-Kreis vorgefunden. Von den über 1.200 Tieren waren rund 15 Prozent krank oder verletzt – vor allem waren Ohren und Schwänze angebissen. Rund 60 Schweine mussten aus Gründen des Tierschutzes sofort getötet werden. Nach einem Hinweis hatte das Veterinäramt den völlig verschmutzten Stall genauer überprüft. Wie es mit dem Betrieb weitergeht, ist noch unklar. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen. Landrat Heiner Scheffold kündigte nun verstärkte, unangemeldete Kontrollen bei allen Viehzuchtbetrieben an.

Foto: pixabay.com/Efraimstochter

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