Bauernverband und BI Risstal treten Bodenschutzbündis bei

Allgemein, Biberach Freitag, 14. Juni - 2019 15:24

Der Bauernverband Biberach-Sigmaringen und die Bürgerinitiative Schutzgemeinschaft Risstal sind dem „Bundesbündnis Bodenschutz“ beigetreten.

Das Bündnis hat sich zum Ziel gesetzt dem Flächenfraß von Kommunen entgegen zu wirken. Die Fläche von 45 Hektar im Risstal soll zu einem Industriegebiet umgewandelt werden. Das Bündnis beklagt, dass dadurch Wasserspeicherkapazitäten, die natürlich Kühlungsfunktion der Felder und Äcker der Landwirte verloren gehen. Böden seien darüber hinaus nicht regenerierbar, so wie es Wasser oder Luft seien.

Eva Maria Gaum von der BI Schutzgemeinschaft Risstal dazu im DONAU 3 FM Interview: „Ich glaube, dass wir schon sehr viel erreicht haben, dass wir das Thema Bodenschutz und auch das Thema Bebauung in der Bevölkerung sehr weit voran gebracht haben. Es wird darüber diskutiert und ich erhoffe mir sehr, dass das Thema auch in der Industrie ankommt. Die Schutzgemeinschaft wendet sich ausdrücklich nicht gegen die Industrie, wir wollen ein miteinander, wir wollen uns gemeinsam auf den Weg machen Boden zu schützen.“

Christian Kuhlmann, Biberachs Baubürgermeister, versprach eine transparente Planung des Industriegebiets, doch kritisiert die Bürgerinitiative, dass die Planung alles andere als transparent sei und sie sich jede Information mühsam selbst erarbeiten müsse.

Befürworter des geplanten Interkommunalen Industriegebiets Risstal (IGI Risstal) sehen in diesem die Chance ansässige Firmen die Möglichkeit zur Expansion zu geben und sie so in der Region zu halten. Weiterhin sei das Industriegebiet nötig zur Steigerung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Da die Böden im Risstal sowieso von Nitraten belastet seien,  handele es sich um keinen wertvollen Boden zum Getreideanbau.

Franz Manz, Geschäftsführer seiner gleichnamigen Firma, möchte, dass das IGI Risstal gebaut wird. Er sieht es auch sicher kommen. Gegenüber DONAU 3 FM sagte er: „Meine Meinung ist, dass das Interkommunale Industriegebiet gebaut werden muss. Wenn die Biberacher Unternehmer keine Erweiterungsfläche mehr haben, dann wandern die ab. Und uns gehts in Biberach und um Biberach herum gut. Aber dann vielleicht irgendwann nicht mehr. Und das müssen wir hier gewährleisten, dass die Fläche da ist, damit es uns weiterhin gut geht. Das ist das Ziel.“ 

Hier finden Sie Infos der Stadt Biberach zum Thema. Hier kommen Sie zur Website der Bürgerinitiative.

Fotos: DONAU 3 FM

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