Das Baustellenchaos in Ulm macht Notärzten zu schaffen

Allgemein, Ulm / Neu-Ulm Donnerstag, 8. November - 2018 6:00

Die vielen Baustellen in Ulm und drumherum nerven nicht nur uns Autofahrer, viel schlimmer noch: sie bringen auch die Rettungskräfte an ihre Grenzen. Dr. Mark Röderer ist Notarzt beim Rettungsdienst Neu-Ulm. Er spricht im DONAU 3 FM-Interview von einer extremen Zusatzbelastung.

„Die Baustellen machen unsere Einsatzfahrten noch schwieriger. Man kann zwar versuchen sie zu umfahren – wir wissen ja wo im Moment gebaut wird – aber jetzt sind da halt ein paar Baustellen in Ulm und Umgebung, denen kannst du gar nicht aus dem Weg gehen. Zum Beispiel die B10 Baustelle in Neu-Ulm, die ist auch noch so gebaut, dass die Fahrzeuge vor unseren Rettungswagen gar nicht ausweichen können. Das heißt, man schwimmt in dem Verkehr erst mal mit und das ist wirklich zäh. Und ausgerechnet diese Stecke lässt sich kaum umgehen, da es unsere Ausflugschneise Richtung Nersingen und Finningen ist.“

Und auch zum Thema Rettungsgasse kann der Neu-Ulmer Notarzt ein Liedchen singen:

„Es ist tatsächlich so, wie man das immer in den Medien hört. Die Leute schaffen es einfach nicht eine Rettungsgasse zu bilden. Das liegt häufig daran, dass sie im Ampelstau so dicht auffahren, dass sie gar nicht mehr die Möglichkeit haben mal kurz zur Seite zu fahren. Und wenn es dann doch mit der Rettungsgasse klappt, hast du manchmal solche Menschen, die denken die Gasse wird nur für sie gemacht. Die scheren dann aus, nutzen die Rettungsgasse zum überholen und behindern unsere Rettungswagen.“

Hören Sie sich hier das komplette Interview an:

Foto: Ralf Zwiebler (Archiv)

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