Skandal-Gaffer bekommt Geldstrafe

Allgemein, Heidenheim, Polizeimeldungen Donnerstag, 14. Dezember - 2017 17:14

Bis zu zwei Jahre Gefängnis hätten dem Skandal-Gaffer von Heidenheim gedroht, doch der 27-Jährige kommt mit rund 1.000 Euro Geldstrafe davon. Außerdem wird sein sichergestelltes Handy komplett eingezogen. Einen entsprechenden Strafbefehl hat die Staatsanwaltschaft Ellwangen nun beantragt. Der Mann hatte zugegeben, im September nach einem Unfall einen Motorradfahrer beim Sterben mit seinem Smartphone gefilmt zu haben, anstatt ihm zu helfen. Er kann aber noch Einspruch gegen den Strafbefehl einlegen.

Meldung vom 20.09.2017:

Der öffentliche Druck war am Ende wohl doch zu groß! Der Skandal-Gaffer von Heidenheim hat sich gestellt. Gestern Nachmittag ging er zum Polizeirevier Heidenheim und gab zu, der gesuchte Fahrradfahrer zu sein. Der 27-Jährige hatte am Sonntag nach einem Unfall einen Motorradfahrer beim Sterben mit seinem Handy gefilmt, anstatt ihm zu helfen. Sein Handy wurde sichergestellt. Angeblich hatte er das Video aber schon gelöscht. Gegen den 27-Jährigen wird nun ermittelt. Ihm könnten bis zu zwei Jahre Gefängnis drohen.

Meldung vom 19.09.2017:

In den Skandal um den Gaffer von Heidenheim schaltet sich nun auch die Polizeigewerkschaft ein. Sie fordert, härter gegen Gaffer durchzugreifen. Gewerkschaftschef Rainer Wendt sieht die Justiz am Zug, die den gesetzlichen Spielraum nutzen und Urteile fällen müsse. Unfallzeugen und Ersthelfer sollen den Gaffer identifizieren. Er könnte auf der Dashcam eines Autos zu sehen sein. Am Sonntag hatte der Radfahrer einen sterbenden Biker gefilmt und die Rettungskräfte behindert. Gegen ihn wird wegen unterlassener Hilfeleistung ermittelt.

Stand 14 Uhr:

Unfallzeugen und Ersthelfer sollen dabei halfen, den Skandal-Gaffer von Heidenheim zu identifizieren. Die Polizei will ihnen nun den Film einer Dashcam eines Autofahrers zeigen. Er zeigt womöglich den Fahrradfahrer, der vorgestern den sterbenden Biker filmte, statt ihm zu helfen. Der Film umfasst die Zeit zwischen dem tödlichen Motorradunfall und dem Eintreffen der Rettungskräfte. Davon erhoffen sich die Ermittler eine bessere Personenbeschreibung des etwa 20 bis 25-Jährigen. Auf dem Film sind laut Polizei aber mehrere Personen zu sehen.

Stand 13 Uhr:

Im Fall des Skandal-Gaffers von Heidenheim ist die Polizei mit Hochdruck dabei, den Mann zu ermitteln. Sie hat Videomaterial ausgewertet und befragt Unfallzeugen und Ersthelfer, ob sie den Mann erkennen. Der etwa 20 bis 25 Jahre alte Radfahrer hatte vorgestern einen sterbenden Biker gefilmt. Dabei hatte eine Dashcam möglicherweise den jungen Radler sogar aufgenommen.

Meldung vom 18.09.2017:

Einem Radfahrer drohen nach dem tödlichen Motorradunfall in Heidenheim bis zu einem Jahr Gefängnis. Gegen den etwa 20- bis 25-Jährigen wird wegen unterlassener Hilfeleistung ermittelt. Er filmte mit dem Handy, wie der Biker starb, statt ihm zu helfen. Der flüchtige Radfahrer soll mit einer Dashcam gefilmt worden sein. Die Aufnahmen werden aber noch ausgewertet. Der 29-jährige Motorradfahrer war nach einem Überholmanöver gegen eine Straßenlaterne gekracht. Er starb noch am Unfallort an seinen schweren Verletzungen.

Stand 9 Uhr:

Wie asozial ist das denn? Bei dem tödlichen Motorradunfall von Heidenheim hat ein junger Radfahrer vor dem Eintreffen des Rettungsdienstes die Unfallstelle und den sterbenden Biker gefilmt. Gegen ihn ermittelt jetzt die Polizei wegen unterlassener Hilfeleistung. Der 29-jährige Motorradfahrer war auf der B19 gegen eine Straßenlaterne gekracht und dabei tödlich verletzt worden.

Weitere Details:

Ein 29 Jahre alter Motorradfahrer ist auf der Bundesstraße 19 in Heidenheim gegen eine Straßenlaterne gekracht und hat sich dabei tödlich verletzt. Wie die Polizei in der Nacht auf Montag mitteilte, hatte der Mann zuvor – trotz Verbots – mehrere Autos überholt. Beim Einscheren verlor er die Kontrolle über das Motorrad, prallte gegen die rechte Leitplanke, fuhr daran mehrere Meter entlang und stieß letztlich mit der Straßenlaterne zusammen. Der 29-Jährige starb noch an der Unfallstelle. Die B19 war rund zwei Stunden gesperrt.

Foto: DONAU 3 FM

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