99 Bus- und Tramhaltestellen in Ulm können sprechen!

Allgemein, Ulm / Neu-Ulm Freitag, 29. März - 2019 9:49

Die klickenden gelben Kästchen an den Bus- und Tramhaltestellen können auch mit Blindenschrift erspürt werden. Wenn man sie drückt, dann klingt das so: „In zwei Minuten fährt Linie 6 nach Eselsberg Hasenkopf.“ Sehbehinderten Menschen ist das eine wertvolle Orientierungshilfe. Das sprechende Kästchen nennt sich im Fachjargon übrigens „text-to-speech“. Ulm bekommt davon 99. An der Linie 2 sind sie bereits installiert. Ausgewählte Knotenpunkte folgen bis Mitte des Jahres. In Wohngebieten geht die Lautstärke zum Abend hin runter. Außerdem ist eine kurze Zeitsperre eingebaut, man kann also nicht nonstop drücken und sprechen lassen.

Wartehäuschen, Schilder und Anzeigen werden ebenfalls runderneuert.

Die Schrift auf den Anzeigen wird überall weiß, statt bisher gelb sein. Sie sind durch den stärkeren Kontrast jetzt besser lesbar. Mittels Sensoren passen sich die Anzeigen sogar ans Tageslicht an. Neu an den Anzeigetafeln ist auch, dass sie die Uhrzeit anzeigen. Auch die Schrift auf Bussen und Straßenbahnen selbst werden weiß auf schwarz.

Wartehäuschen und Haltestellenschilder werden durch einheitliche, anthrazitfarbene ersetzt. Das Design zieht sich dann überall durch. Beleuchtungsbänder machen die Unterstände hell. Die Sitzflächen sind aus Massivholz. Ein paar wenige Wartehäuschen werden nicht ausgetauscht, sondern nur saniert.

Kostenpunkt insgesamt: 700.000 Euro. Die Erneuerung der Wartehäuschen kosten 80.000 Euro pro Jahr

Foto: SWU Verkehr


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