Alle K&L-Filialen in Ulm und Neu-Ulm schließen, aber wer folgt dann?

Allgemein, Ulm / Neu-Ulm Freitag, 25. Januar - 2019 7:00

Wer folgt auf K&L in Ulm und Neu-Ulm? Laut Ulms Citymanager Krone gibt es noch keine genauen Pläne, aber durchaus mögliche Kandidaten für die freiwerdende Fläche in der Hirschstraße. Krone bringt Primark und TK Maxx ins Spiel. Beide Modeketten wollen wohl schon länger nach Ulm. Auf DONAU 3 FM-Anfrage teilt Primark mit: „Da Primark zu einem börsennotierten Unternehmen gehört, äußern wir uns nicht zu Spekulationen rund um Store Openings“. Ähnlich äußert sich auch TK Maxx in einer E-Mail an unsere Redaktion: „Wir würden Ihnen gerne weiterhelfen, aber leider können wir zum jetzigen Zeitpunkt keine Angaben machen.“. Wie es also nun weitergeht, ist unklar. Gastronomie im Gegenzug kann sich das Ulmer Citymanagement nicht vorstellen, dafür sei das Gebäude zu groß. Auch noch unklar ist, was auf K&L im Blautalcenter und in der Glacis-Galerie folgt.

Stand von 06:00 Uhr:

Im Oktober vergangenen Jahres gab es erste Spekulationen, gestern wurden die Gerüchte lauter, nun ist es bestätigt: die K&L-Filialen in der Ulmer Hirschstraße, im Blautalcenter und auch in der Neu-Ulmer Glacis-Galerie machen Ende April dicht. Das trifft 43 Angestellte. K&L bietet ihnen allen an, in eine andere Filiale zu wechseln, die bestehen bleibt. Das Modehaus ist insolvent. Das Verfahren ist am ersten Januar gestartet.

Meldung vom 10.10.2018:

Im Blautalcenter, in der Ulmer Hirschstraße und auch in der Bahnhofstraße in Neu-Ulm gibt es K&L-Filialen – doch wie lange noch? Der Modehandelskette droht die Pleite. Das Management hat beim Amtsgericht Weilheim ein Schutzschirmverfahren beantragt, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Die Gehälter der 1200 Mitarbeiter seien bis zum Jahresende gesichert. Ein Schutzschirmverfahren ist in der Insolvenzordnung eine Sanierung in Eigenregie. Vor einem Jahr hatte Finanzvorstand Jens Bächle das Unternehmen gekauft, nun fehlt ganz offensichtlich das Geld. K&L betreibt derzeit 57 Filialen in Süddeutschland und erwirtschaftete 2017 einen Umsatz von rund 116 Millionen Euro. Der September sei im Gesamtmarkt «eine Katastrophe» gewesen, sagte Bächle. Der Manager machte neben Fehlern der Vergangenheit die großen Veränderungen in der Modebranche verantwortlich – unter anderem die Konkurrenz durch den Online-Handel. «Um K&L dauerhaft wieder wettbewerbsfähig positionieren und solchen aktuellen Marktentwicklungen standhalten zu können, braucht es eine Sanierung durch ein gesteuertes Insolvenzverfahren.» Defizitäre Filialen ohne Aussicht auf Besserung sollen geschlossen werden. Außerdem will das Unternehmen Investoren suchen.

Foto: wikimedia.org/K&L

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