Diskussionsabend über das NATO-Logistik-Kommando in Ulm

Allgemein, Ulm / Neu-Ulm Mittwoch, 5. September - 2018 6:05

Ulm wird bekanntlich Sitz des neuen NATO-Logistik-Kommandos. Aber nicht alle begrüßen diese Entscheidung. So warnt die Linke schon vor einer neuen möglichen Eskalation mit Russland. Im Konfliktfall würde Ulm zu einem Angriffsziel erster Priorität werden. Der Bundestags-Abgeordnete der Linken Tobias Pflüger spricht genau darüber heute ab 20 Uhr im Neu-Ulmer Café d’Art.

Meldung vom 21.08.2018:

Ein ganz wichtiger Standort im Herzen von Europa – so bezeichnet Verteidigungsministerin von der Leyen das Multinationale Kommando Operative Führung in Ulm. Die Politikerin hat es am Vormittag besucht. Es war Teil ihrer Sommereise. Für den weiteren Ausbau des Standorts Ulm kündigte von der Leyen an, über 200 Millionen Euro zu investieren. Das Kommando ist in der Wilhelmsburgkaserne stationiert. Es leitet weltweit Operationen im Auftrag der Vereinten Nationen, der Nato und der EU. Im Bündnisfall der Nato sollen von Ulm aus Truppen- und Materialtransporte innerhalb Europas koordiniert werden. Bis 2021 soll das neue Nato-Kommando voll funktionsfähig sein, teilte von der Leyen heute mit.

Stand 11 Uhr:

Verteidigungsministerin von der Leyen hat am Vormittag das Multinationale Kommando Operative Führung in Ulm besucht. Das war Teil ihrer Sommerreise und die Ministerin kam auch nicht ohne ein Geschenk. Sie versprach, über 200 Millionen Euro in den Ausbau des Standorts zu investieren. Von der Leyen hatte schon gestern zwei Bundeswehr-Standorte im Land besucht und dort ebenfalls eine finanzielle Unterstützung zugesagt.

Stand 6 Uhr:

Hoher Besuch wird heute in Ulm erwartet! Verteidigungsministerin von der Leyen ist am Vormittag beim Multinationalen Kommando Operative Führung zu Gast. Der Besuch ist Teil der Sommerreise der Ministerin. Das Kommando ist in der Ulmer Wilhelmsburgkaserne stationiert, ihm gehören Offiziere aus 17 Ländern und mehrere Hundert Soldaten an. Im Mai absolvierte der Stützpunkt mehrere Prüfungen für den Nato-TÜV und ist seit Juli in ständiger Bereitschaft. Das Kommando kann jederzeit kurzfristig beauftragt werden, Militäreinsätze in Krisenregionen zu leiten. Am Standort Ulm entsteht auch das neue Kommandozentrum für schnelle Truppen- und Materialtransporte der Nato.

Meldung vom 21.07.2018:

Kritiker des neuen Nato-Zentrums in Ulm befürchten, dass sich die Stadt zur Zielscheibe für mögliche Angriffe macht. Deshalb gehen sie heute auf die Straße! Die Demo unter dem Motto „Kein Nato-Logistik-Kommando in Ulm!“ startet um 13 Uhr an der Wilhelmsburg-Kaserne. Die Teilnehmer machen danach einen rund dreieinhalb Kilometer langen Fußmarsch in Stadt auf den Hans-und-Sophie-Scholl-Platz, dort ist eine Kundgebung geplant. Die Macher der Demo fordern Abrüstung statt Aufrüstung. Das Geld sollte lieber in Bildung, Pflege, Rente und in Projekte der Völkerverständigung gesteckt werden, heißt es.

Meldung vom 12.06.2018:

Was bringt uns das neue NATO-Zentrum in Ulm? Viele Bürger und die Ulmer Linken befürchten, dass sich die Stadt durch das neue Hauptquartier zur Zielscheibe für mögliche Angriffe macht, weil das Militär weiter aufgewertet wird. Das sieht der für den Aufbau des neuen NATO-Kommandos zuständige Generalleutnant Jürgen Knappe aber nicht so. Ulm wird demnach nicht stärker als bisher zu einem möglichen Angriffsziel. In der Wilhelmsburg-Kaserne ist schon ein Kommando zur Führung von weltweiten Kriseneinsätzen stationiert. Das neue NATO-Logistikzentrum wird die dortigen Synergieeffekte nutzen.

Stand 13 Uhr:

Das neue NATO-Zentrum soll Ulm als Militärstandort weiter aufwerten. Das sagte Generalleutnant Jürgen Knappe heute bei einer Pressekonferenz. Geplant ist ab Anfang Juli in der Wilhelmsburg-Kaserne ein Logistikkommando. Von Ulm aus sollen im Krisenfall schnell Truppen und Materialtransporte koordiniert werden. Dabei nutzt man die Synergieeffekte des schon hier stationierten multinationalen Kommandos. Ihm sollen im Friedensbetrieb rund einhundert Offiziere und Soldaten angehören, rund 500 im Krisenfall. Die Nato reagiert mit dem neuen Hauptquartier in Ulm auf die Militärpolitik Russlands.

Stand 6 Uhr:

Wie genau wird das neue NATO-Hauptquartier in Ulm aussehen? Darüber informiert Generalleutnant Jürgen Knappe heute in der Wilhelmsburg-Kaserne. Wir von DONAU 3 FM sind für Sie vor Ort und werden berichten. Seit vergangener Woche steht fest: das Multinationale Kommando Operative Führung in Ulm wird zum Hauptquartier. Von der Wilhelmsburg aus sollen in Zukunft Truppen und Transporte für Material innerhalb Europas koordiniert werden. Oberbürgermeister Gunter Czisch bezeichnete das als eine gute Entscheidung für Ulm und die Region, da die Bundeswehr hier schon eine lange Tradition hat.

Meldung vom 01.06.2018:

Deutschland wird Standort eines neuen Nato-Kommandos. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur haben sich die Bündnisstaaten abschließend darauf verständigt, das im Zuge der Aufrüstung gegen Russland geplante Hauptquartier für schnelle Truppen- und Materialtransporte in Ulm anzusiedeln. Die dortige Wilhelmsburg-Kaserne ist bereits heute Standort eines multinationalen Kommandos zur Führung von weltweiten Kriseneinsätzen. Offiziell soll die Entscheidung für Ulm Ende kommender Woche bei einem Nato-Verteidigungsministertreffen in Brüssel bekannt gegeben werden. Zu dem Treffen wird auch Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) erwartet. Mit der Stärkung ihrer Kommando- und Streitkräftestruktur reagiert die Nato auf die als aggressiv wahrgenommene Politik Russlands. Vor allem östliche Bündnispartner fühlen sich bedroht, seit der große Nachbar 2014 mit der Unterstützung prorussischer Separatisten in der Ukraine begann und sich die Schwarzmeerhalbinsel Krim einverleibte. (dpa/lsw)

Meldung vom 21.03.2018:

Kommt das geplante NATO-Logistikzentrum nach Ulm? Die Chancen dafür stehen nicht schlecht. Ulm habe mit dem multinational besetzten Kommando bereits die nötige Erfahrung, heißt es aus dem Verteidigungsministerium. Im Rennen ist aber auch noch der Raum Köln-Bonn. Die Entscheidung wollen die Verteidigungsminister der NATO im Juni fällen.

Foto: DONAU 3 FM

 


Das könnte Sie auch interessieren:


Tags: