Mordfall Sontheim: Dritter Tatverdächtiger festgenommen

Allgemein, DONAU 3 FM Region, Heidenheim, Polizeimeldungen, Ulm / Neu-Ulm Freitag, 31. Mai - 2019 16:03

Der Fall wird immer dubioser: nach dem Tod eines vermissten 59-jährigen aus dem Raum Sontheim/Brenz hat die Polizei jetzt einen dritten Tatverdächtigen festgenommen.

Der 30-jährige steht im Verdacht, beim Verschwinden zweier weiterer Personen aus dem Umfeld der Familie mitverantwortlich zu sein. Die Ermittler gehen davon, dass die beiden Vermissten ebenfalls getötet wurden.

Inzwischen wurden Leichtenteile des 59-jährigen gefunden. Sie wurden im Garten eines Hauses entdeckt, das der Familie der Verdächtigen gehört. Haus und Grundstück wurden inzwischen beschlagnahmt.

Meldung vom 29.05.2019:

Im Fall eines mutmaßlich getöteten 59-Jährigen aus dem Raum Sontheim (Kreis Heidenheim) hat die Polizei womöglich die sterblichen Überreste des Opfers gefunden.

Das teilten Staatsanwaltschaft und Polizei am Mittwoch mit. Die genaue Zuordnung der Leichenteile solle eine rechtsmedizinische Untersuchung klären, sagte ein Sprecher.

Zwei Männer aus dem Kreis Heidenheim sitzen seit Dienstag wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft. Die beiden Beschuldigten, ein 54 Jahre alter Mann und sein 32-jähriger Sohn, hatten gestanden, den seit rund zwei Wochen Vermissten bereits am 11. Mai getötet zu haben.

Sie gaben an, die Leiche erst tiefgefroren, dann zerstückelt und entsorgt zu haben. In der Folge suchte die Polizei unter anderem in Müllentsorgungsfirmen in Reichenbach an der Fils (Kreis Esslingen) und Sontheim nach der Leiche des 59-Jährigen. Die Durchsuchungen nach Beweismitteln werden fortgesetzt, hieß es am Mittwoch.

Stand vom Nachmittag:

Nach dem Verschwinden eines 59-Jährigen aus dem Raum Sontheim an der Brenz werden derzeit Leichenteile untersucht, die die Polizei an verschiedenen Orten entdeckt hat.

Die Ermittlungen werden insgesamt mit Hochdruck geführt. Weitere Details dazu können derzeit aus ermittlungstechnischen Gründen nicht mitgeteilt werden, hieß es. Der zuständige Richter erließ inzwischen auf Antrag der Staatsanwaltschaft Ellwangen Haftbefehle gegen die die beiden festgenommenen Beschuldigten, einen 54-jährigen Mann und seinen 32 Jahre alten Sohn.

Meldung vom 28.05.2019:

Ein 54 Jahre alter Mann und dessen 32-jähriger Sohn aus dem Kreis Heidenheim stehen unter Mordverdacht. Die beiden sollen einen 59-Jährigen aus dem Raum Sontheim/Brenz getötet haben, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei am Dienstag mit.

Die beiden hätten die Tat gestanden: Den seit rund zwei Wochen Vermissten hätten sie schon am 11. Mai getötet – dem Tag, an dem er zum letzten Mal gesehen worden war. Informationen der Deutschen Presse-Agentur zufolge gaben die Verdächtigen zu, die Leiche erst tiefgefroren zu haben. Danach sei sie zerstückelt und entsorgt worden. Einzelne Körperteile des 59-Jährigen seien aber noch nicht gefunden worden, wie dpa weiter erfuhr. Allerdings sei Blut des Vermissten in einer Mülltüte sichergestellt worden.

Die Ermittlungen waren in Gang gekommen, nachdem sich ein Zeuge bei der Polizei meldete. Er hatte sich Sorgen um einen seiner Mitarbeiter gemacht, der nicht zu einem Gespräch erschienen und auch nicht erreichbar war. Als sich der Verdacht erhärtete, gerieten schnell die beiden Männer in den Fokus der Polizei. Sie sollten noch am Dienstag dem Haftrichter vorgeführt werden.

Nach dpa-Informationen durchsuchten Ermittler im Zusammenhang mit dem Fall schon am Montagabend eine Müllentsorgungsfirma in Reichenbach an der Fils (Kreis Esslingen). Die Polizei war demnach mit rund 70 Beamten und mehreren Einsatzfahrzeugen auf dem Gelände und interessierte sich für ein bestimmtes Müllfahrzeug. Dieses hatte tagsüber den Abfall an den Rastplätzen entlang der Autobahn 7 eingesammelt, die im Regierungsbezirk Stuttgart liegen.

Stand vom Nachmittag:

Ein Vater und sein Sohn sollen einen 59-Jährigen aus Sontheim an der Brenz umgebracht haben.

Die 54- und 32-Jährigen sollen das mittlerweile auch gestanden haben. Ihr Motiv ist aber noch unklar. Auch wo die Leiche steckt, ist unbekannt. Inzwischen wurde eine Entsorgungsfirma in Sontheim an der Brenz ergebnislos durchsucht.

Hier die Original-Pressemitteilung:

Nachdem ein Mann aus dem Kreis Heidenheim seit mehreren Tagen vermisst wird, ermitteln Staatsanwaltschaft und Polizei gegen zwei Verdächtige.

Mitte Mai meldete sich ein Zeuge bei einer bayerischen Polizeidienststelle. Er teilte mit, er mache sich Sorgen um einen Mitarbeiter seines Unternehmens. Der 59-Jährige aus dem Raum Sontheim/Brenz sei am Vortag nicht zu einem Gespräch erschienen. Außerdem sei er nicht erreichbar.

Die bayerische Polizei leitete die Vermisstenanzeige an die Polizeidienststelle in Sontheim/Brenz weiter, worauf die Kriminalpolizei in Heidenheim und die Staatsanwaltschaft in Ellwangen die Ermittlungen aufnahmen. Nachdem sich der Verdacht auf ein Verbrechen erhärtete, bildete die Kriminalpolizei eine Sonderkommission.

Diese stellte im Laufe ihrer Ermittlungen fest, dass ein 32-jähriger Mann und sein 54-jähriger Vater – beide aus dem Kreis Heidenheim – mit dem Verschwinden des 59-Jährigen in Verbindung stehen könnten. Nachdem sich der Verdacht weiter verdichtete, nahm die Polizei die beiden Beschuldigten in Absprache mit der Staatsanwaltschaft Ellwangen fest.

Im Zuge der Vernehmungen gestanden beide, den Vermissten bereits am 11. Mai 2019 getötet zu haben. An diesem Tag, so die Erkenntnisse der Polizei, wurde das Opfer auch zuletzt von Zeugen gesehen. Die Leiche des 59-Jährigen wurde bislang nicht gefunden. Deshalb sucht die Polizei seit Anfang der Woche an vielen Orten, insbesondere im Landkreis Heidenheim, nach dem mutmaßlich Getöteten.

Die Staatsanwaltschaft Ellwangen hat am Dienstag gegen beide Beschuldigte den Erlass eines Haftbefehls wegen des Verdachts des Mordes beantragt. Die beiden Festgenommenen werden heute dem zuständigen Richter am Amtsgericht vorgeführt. Die Suche nach der Leiche des 59-Jährigen dauert derweil noch an.

Stand vom Mittag:

Die Ulmer Polizei ermittelt in einem Tötungsdelikt. Eine Leiche wurde nach unseren bisherigen Informationen aber noch nicht gefunden.

Am Montagabend durchsuchten Ermittler eine Müllentsorgungsfirma in Reichenbach an der Fils (Kreis Esslingen). Die Polizei war mit rund 70 Beamten und mehreren Einsatzfahrzeugen auf dem Gelände und interessierte sich demnach für ein bestimmtes Müllfahrzeug. Dieses hatte tagsüber den Abfall an den Rastplätzen entlang der Autobahn 7 eingesammelt, die im Regierungsbezirk Stuttgart liegen.

Eine mit dem Fall zusammenhängende Polizeiaktion soll es am Montag auch in Sontheim an der Brenz (Kreis Heidenheim) gegeben haben. Das für die Ermittlungen zuständige Polizeipräsidium in Ulm wollte sich zunächst nicht zu dem Fall äußern.

Foto: pixabay.com/saschasfotografien

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