Brandstifter ist offenbar gefasst

Allgemein, Polizeimeldungen, Ulm / Neu-Ulm Donnerstag, 13. Oktober - 2016 6:20

Weil er das Klo eines Regionalzugs in Brand gesteckt hat, muss ein 24-Jähriger aus dem Landkreis Heidenheim nun mit einer Strafanzeige rechnen. Umfangreiche Ermittlungen nach dem Brand von Anfang September bei Ulm-Jungingen führten zum Erfolg. Die Polizei ging bereits kurz nach der Tat von Brandstiftung aus. 70 Fahrgäste des Regionalzugs kamen mit dem Schrecken davon.

Meldung vom 12.10.2016:

Nach dem Brand in einem Regionalzug bei Ulm-Jungingen Anfang September hat die Polizei den Brandstifter geschnappt. Der 24-Jährige aus dem Landkreis Heidenheim gab zu, den Brand in der Zug-Toilette gelegt zu haben. Der Lokführer stoppte den Zug und versuchte vergeblich, das Feuer zu löschen. Er erlitt einen Schock und eine leichte Rauchvergiftung. Von den 70 Reisenden wurde niemand verletzt. Am Zug entstand ein Sachschaden von mindestens einer Million Euro.

Meldung vom 05.09.201612

Nach dem Brand gestern in einer Toilette eines Regionalzugs bei Ulm-Jungingen sucht die Kripo einen verdächtigen Mann. Die Polizei geht davon aus, dass der etwa 18-Jährige den Brand gelegt hat. Zeugen meldeten, dass er sich verdächtig verhalten hatte. Er meldete das Feuer zwar dem Lokführer, als der Zug geräumt war, war er aber plötzlich weg. Alle anderen Reisenden hatten sich an einem Sammelpunkt getroffen.

Beschreibung des Verdächtigen:

Der Mann soll etwa 18 Jahre alt und schlank sein. Er hat braune, kurze Haare. Auffällig war eine Sprachstörung: der junge Mann lispelte und er trug zwei große, blaumetallic-farbene Hörgeräte. Außerdem hatte er einen grünen Rucksack dabei. Die Kriminalpolizei bittet um Hinweise.

Stand 13 Uhr:

Spezialisten der Ulmer Polizei untersuchen heute den beschädigten Regionalzug. In der Zug-Toilette war gestern ein Feuer ausgebrochen. Die Brandursache ist noch unklar, verletzt wurde niemand. Der Zug war auf Höhe Jungingen gestoppt worden. Die 70 Reisenden wurden mit Bussen nach Ulm gebracht, dorthin wurde dann auch der beschädigte Zug geschleppt. Die Bahnstrecke Ulm-Stuttgart war wegen des Vorfalls rund drei Stunden lang komplett gesperrt.

Stand 7 Uhr:

In einem Regionalzug auf der Strecke Ulm-Stuttgart hat es gestern laut SWP auf einem WC gebrannt. Der Lokführer stoppte den Zug bei Jungingen und versuchte zu löschen. Doch erst die Feuerwehr erstickte die Flammen. Rund 70 Fahrgäste flüchteten auf die Gleise. Alle blieben unverletzt. Die Ermittlungen zur Brandursache laufen. Die Bahnstrecke blieb stundenlang gesperrt. Der Schaden liegt bei über 100.000 Euro.

Foto: Bundespolizei

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