Förderpreis Junge Ulmer Kunst: Morgen ist Preisverleihung

Allgemein, Ulm / Neu-Ulm Donnerstag, 7. November - 2019 16:17

Morgen Abend wird im Ulmer Stadthaus zum 16. Mal der Förderpreis Junge Ulmer Kunst verliehen.

Die Stadt Ulm fördert seit 1987 junge Ulmer Künstlerinnen und Künstler und unterstützt damit ihren künstlerischen Werdegang.

Einer der Preisträger ist Malte Höfig aus Ulm-Gögglingen. Der 20-jährige Gitarrist gewann in der Sparte Klassische Musik: „Ich freue mich wahnsinnig. Erfahren hab ich das im September, da war das ausschlaggebende Vorspiel schon etwa zwei Monate her. Persönlich war es mir dann auch ein ganz große Ehre, dass dann die Arbeit, die Jahre des Übens, auch so wertgeschätzt wurden. Ich bin sehr dankbar dafür! Auch dass es so einen Preis gibt und die Stadt sich da engagiert. Das ist nicht selbstverständlich.“

Die Preisverleihung im Stadthaus ist öffentlich und beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Alle Preisträger im Überblick

Den pro Sparte mit jeweils 2.000 € dotierten Förderpreis Junge Ulmer Kunst erhalten im Jahr 2019:

  • Sabine Wieluch in der Sparte Bildende Kunst. Sabine Wieluch ist studierte Medieninformatikerin. Dieses in Ulm absolvierte Studium war und ist der Grundstein ihrer Kunst, die stark auf neue Medien aufbaut. Ein weiterer Baustein für ihre künstlerische Entwicklung liegt im Verschwörhaus Ulm, das ihr als Inspirationsort für ihre kreative Arbeit diente. Mit ihren generativen Projekten versucht Sabine Wieluch Kunst und Code für jeden zugänglich und greifbar zu machen. Darum sind viele ihrer Werke interaktiv erfahrbar. Ihre Projekte beginnen immer digital, entwickeln sich dann oft mit Hilfe einer selbstgebauten CNC-Maschine, einem Lasercutter oder einer Nähmaschine zu generativ erzeugten physischen Objekten. Ihre Werke wurden unter anderem in Mumbai, London, San Francisco und Berlin ausgestellt.

 

  • Nicolette Pustelnik in der Sparte Film. Die Ulmer Filmemacherin Nicolette Pustelnik studierte Medien, Gestaltung und Produktion an der Hochschule Offenburg. Ihr Studium schloss sie im August 2019 erfolgreich ab. In ihrer dazugehörigen Bachelorarbeit in Form des Kurzfilmes „Lady of the Lake“ hat sie die Wirkung von Unterwasseraufnahmen in einem szenischen Kontext untersucht und in eine Variante der König Arthus Sage eingebaut. Bei der Umsetzung dieses Projekts konnte sie ihre bis dahin gesammelten Erfahrungen im Bereich des Filmdrehs nutzen. So hat sie unter anderem bei „Isabels Schatz“ (Kika, 2018) als Kostümbildassistenz und beim lokalen Independent-Film „Landrauschen“ (2017) als Lichtassistenz mitgewirkt. Neben diesen Erfahrungen in aufwendigen Filmdrehs in großen Teams, gilt ihr weiteres Interessensgebiet der Animation, vor allem in der 2D Animation und der Stop Trick Technik, wie etwa auch im Film „Decay“, bei dem sie für die Kamera verantwortlich war.

 

  • Malte Höfig in der Sparte Klassische Musik. Neben klassischer Gitarre spielte der Ulmer Malte Höfig seit 5 Jahren Klavier an der Musikschule in Erbach. Neben seiner regen Konzerttätigkeit in verschiedenen Ensembles, Besetzungen oder als Solokünstler nahm er an verschiedenen Meisterkursen teil. Bereits dreimal hat er den ersten Preis auf Bundesebene in den Kategorien Gitarre Solo und Gitarre Duo des Wettbewerbs „Jugend Musiziert“ gewonnen. Zum Wintersemester 2018/2019 begann Malte Höfig das Studium der klassischen Gitarre an der Universität Mozarteum in Salzburg. Mit der sehr gekonnten Ausführung der vielfältigen Ornamentik seiner Bearbeitung der Toccata aus J.S. Bachs sechster Klavierpartita BWV 830 konnte er die Jury des Förderpreises Junge Ulmer Kunst 2019 überzeugen.

 

  • Moltke und Mörike in der Sparte Populäre Musik. Preisträger der Sparte „Populäre Musik“ ist das Indie-Punk-Trio „Moltke & Mörike“ aus Langenau. Die Band, bestehend aus Jonas Vögele an der Gitarre, Erik Kasenow am Bass und Matze Vögele am Schlagzeug, wurde 2017 gegründet. Den Leadgesang übernehmen die beiden 21-jährigen Jonas und Erik, den Backgroundgesang der 19-jährige Matze. Seit ihrem Sieg bei der Ulmer Emergenza-Vorrunde im Januar 2018 spielt das Trio viele Konzerte im Ulmer Raum. Am 20. April 2019 konnte die junge Band dank einem Crowdfunding-Projekt ihr Debüt-Album „Schrottboxensoundbrei“ veröffentlichen. Mit ihrer Mischung aus Indierock und Punk mit einem Schuss Pop Appeal, Deutsche Texte – politisch, gesellschaftskritisch, emotional konnten sie die Jury des Förderpreises Junge Ulmer Kunst 2019 überzeugen.

 

  • In diesem Jahr hat sich die Jury nach reiflicher Überlegung dafür entschieden, den Preis in der Sparte Literatur und Darstellende Kunst nicht zu vergeben, da kein eindeutiger Preisträger auszumachen war.

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