Günzburg bekommt Poller

Allgemein, Günzburg Mittwoch, 21. August - 2019 8:50

Günzburg bekommt automatische Poller.

Sie sollen die Fußgängerzone auf dem Marktplatz und in der Altstadt schützen. Ab übermorgen sollen sie an der Einfahrt Augsburger Straße sowie unterhalb des Guntiabrunnens die Durchfahrt des Marktplatzes versperren. Im weiteren Artikel finden Sie eine Grafik zum Thema.

Das schreibt die Stadt Günzburg:

Mehr Aufenthaltsqualität, mehr Sicherheit und weniger Verkehr auf dem Marktplatz – das ist das Ziel der Polleranlagen. Voraussichtlich ab dem 23. August versperren automatische Poller an der Einfahrt Augsburger Straße sowie unterhalb des Guntiabrunnens die Durchfahrt des Marktplatzes. Für den Lieferverkehr, die Anlieger und Hotelgäste ist die uneingeschränkte Befahrbarkeit täglich in zwei Zeitfenstern garantiert. Welche Regeln nun gelten.

Was ist neu?

Vom 1. März bis 31. Oktober sind die Poller werktags von 11 bis 14 Uhr und von 17 bis 2 Uhr ausgefahren. Der Lieferverkehr findet vor 11 Uhr und von 14 bis 17 Uhr statt. Eine Ladezone ermöglicht Lieferanten und Hotelgästen eine Andienung direkt am Marktplatz. Rettungsfahrzeuge und Stadtbusse dürfen den Marktplatz selbstverständlich passieren.

„Unser Günzburg soll noch attraktiver und vor allem sicherer werden“, erklärt Oberbürgermeister Gerhard Jauernig. „Die Menschen sollen unseren Marktplatz weiter erleben, auf ihm verweilen und ihn genießen können – deshalb gilt auf unserem weit über Stadtgrenzen hinaus bekannten Schmuckstück ‚Sicherheit vor Befahrbarkeit‘“, so Jauernig weiter.

Was bleibt wie bisher?

Ausgenommen für den Liefer- und Anliegerverkehr bleibt der Marktplatz ganztägig Fußgängerzone. Für die Mehrheit gilt dementsprechend: Das Fahren auf dem Marktplatz ist verboten, auch wenn die Poller gerade unten sind. Fußgängerzone gilt auch weiterhin in den umliegenden Straßen der Altstadt: Willroidergasse, Hechtgasse, Wättegasse, Pfluggasse, Hofgasse, Am Durchlaß, Eberlingasse, Kapuzinergasse, Wätteplatz, Münzgasse, Eisenhausgasse sowie auf der nördlichen Seite im Frauengäßchen, der Dominikus-Zimmermann-Str. (bei der Schule) und Zum Kuhturm. Vom 1. November bis Ende Februar gilt wie bisher die Winterregelung auf dem Marktplatz und dieser darf befahren werden.

Er ist für die Einheimischen wie für die Gäste das pulsierende Herz der Stadt: der Marktplatz. Im Sommer ist er das vor allem aufgrund der Fußgängerzone, die umrahmt von den historischen Gebäuden, dem Brunnen und der Freiluft-Gastronomie die einzigartige Atmosphäre schafft. Zu viele Durchfahrten zwangen den Stadtrat zum Handeln, um den Status „Fußgängerzone“ zu erhalten. Eine Verkehrszählung im vergangenen Jahr ergab, dass am Tag etwa 460 Fahrzeuge, davon 26 Busse und 21 Lastwagen den Marktplatz befahren und damit zur Gefahr für Fußgänger und spielende Kinder werden. Ein Drittel der Autofahrer, also fünf bis zehn pro Stunde, überquerten den Marktplatz dabei unerlaubt. Plakative Straßenschilder und mit Pflanztrögen versperrte Wege hielten diese leider nicht ab.

Stark miteinbezogen in die Planungen und Begehungen war auch die örtliche Polizeiinspektion.

 

Bildunterschrift: Elektrisch versenkbare Poller unterhalb des Guntiabrunnens sowie an der Einfahrt zur Augsburger Straße erhöhen zukünftig in den Sommermonaten die Sicherheit auf dem Marktplatz. Für einige Stunden am Tag gibt es keinen gefährlichen Durchgangsverkehr. Die Inbetriebnahme und erste Tests beginnen nach aktuellem Stand am 23. August.

Konzeption, Gestaltung & Umsetzung der Grafik: Agentur BAUR, Günzburg

Das könnte Sie auch interessieren:


Tags: