Versuchter Mord: Zwei Jugendliche wandern ins Gefängnis!

Alb-Donau-Kreis, Allgemein, DONAU 3 FM Region, Ulm / Neu-Ulm Montag, 6. Mai - 2019 15:07

Das Urteil des Ulmer Landgerichts entspricht zum Teil der Forderung der Anklage. Zwei Jugendliche müssen für dreieinhalb, beziehungsweise viereinhalb Jahre ins Gefängnis.

Die beiden Jugendlichen, damals 16- und 17 Jahre alt, waren vergangenen Oktober in Schelklingen in ein Mehrfamilienhaus eingebrochen. Als sie nichts Wertvolles fanden, gossen sie Benzin in den Hauseingang und zündeten es an. Beim Feuer erlitt eine 92-jährige Frau eine leichte Rauchvergiftung, der Schaden lag bei 50.000 Euro. Da der jüngere noch mehr auf dem Kerbholz hatte wie Körperverletzung und Strafvereitelung, bekam er die höhere Strafe.

Meldung vom Morgen:

Vor dem Ulmer Landgericht wird heute das Urteil gegen zwei Jugendliche wegen versuchten Mordes erwartet. Die Urteilsverkündung wird, wie der gesamte Prozess, wegen des Jugendschutzes hinter verschlossenen Türen passieren. Die damals 16- und 17-Jährigen sollen im vergangenen Oktober in Schelklingen nachts ein Haus in Brand gesteckt haben – wohl aus Frust, weil sie beim Einbruch nichts Wertvolles stehlen konnten. Die Jugendlichen streiten das ab. Die Staatsanwaltschaft forderte für sie jeweils viereinhalb Jahre Gefängnis. Die drei Bewohner konnten sich bei dem Brand in Sicherheit bringen.

Meldung vom 30.04.2019:

Wegen versuchten Mordes sowie besonders schwerer Brandstiftung sollen zwei Jugendliche nach dem Willen der Staatsanwaltschaft Ulm für jeweils vier Jahre und sechs Monate hinter Gitter kommen.

Die Verteidiger der beiden Jungen sehen die Vorwürfe hingegen als nicht erwiesen an, wie das Landgericht Ulm am Dienstag mitteilte. Sie hätten für ihre noch nicht volljährigen Mandanten wegen verschiedenerer kleinerer Delikte eine Bewährungsstrafe sowie eine Erziehungsmaßnahme beantragt.

In dem Verfahren unter Ausschluss der Öffentlichkeit wird den Angeklagten vorgeworfen, im vergangenen Oktober in Schelklingen (Alb-Donau-Kreis) ein Dreifamilienhaus in Brand gesetzt haben. Laut Anklage sollen die seinerzeit 16 Jahre und 17 Jahre alten Jugendlichen das Feuer aus Frust darüber gelegt haben, dass sie in dem Haus keine Wertgegenstände stehlen konnten.

Dass dort drei Menschen schliefen, deren Leben in Gefahr geriet, habe sie nicht gekümmert. Die Angeklagten bestritten die Vorwürfe. Die Hausbewohner wurden über einen Rauchmelder alarmiert und konnten sich in Sicherheit bringen; eine 92-jährige Frau erlitt dabei eine leichte Rauchvergiftung.

Das Urteil soll am 6. Mai verkündet werden – wiederum unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Meldung vom 08.04.2019:

Zwei Jugendliche stehen heute vor dem Landgericht Ulm – unter anderem wegen versuchten Mordes und versuchter Brandstiftung! Die damals 16- und 17-Jährigen waren im Oktober 2018 nachts in ein Mehrfamilienhaus in Schelklingen eingebrochen und hatten dort erfolglos nach Wertsachen gesucht. Später kehrten sie zurück und steckten das Haus in Brand. Die drei Bewohner wurden wach und konnten sich rechtzeitig befreien. Am Haus entstand 50.000 Euro Sachschaden. Geplant sind insgesamt fünf Verhandlungstage, wegen des Jugendschutzes findet der komplette Prozess hinter verschlossenen Türen statt. Das Urteil ist für den 6. Mai geplant.

Foto: pixabay.com / succo – Symbolbild

 


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