Heute fällt der Beschluss! Umbenennung der Heilmeyer-Straße in Günzburg

Allgemein, Günzburg, Ulm / Neu-Ulm Montag, 29. Juli - 2019 6:05

Der Günzburger Stadtrat beschließt heute, wie die Ludwig-Heilmeyer-Straße in Zukunft heißen soll. Sie soll, das steht schon fest, nicht mehr nach einer Person benannt werden.

Grund für die Umbenennung ist die NS-Vergangenheit Heilmeyers, der Gründungsrektor der Ulmer Universität war. Auch der Deutsche Gewerkschaftsbund hatte sich für eine Umbenennung der Straße stark gemacht. Für Anwohner der Ludwig-Heilmeyer-Straße übernimmt die Stadt Günzburg die Kosten der Namensänderung. (Größere) Unternehmen müssen die Kosten, welche durch die Umbenennen der Straße anfallen, aber wohl selbst tragen.

Auch in Ulm wurde eine Straße nach Ludwig Heilmeyer benannt – die Heilmeyersteige – und auch sie soll einen neuen Namen bekommen. Dort ist man aber noch auf der Suche nach einem neuen Straßennamen.

Meldung vom 20.02.2019:

Jetzt ist es entschieden: die Ludwig-Heilmeyer-Straße in Günzburg soll umbenannt werden. Das hat am Abend der Stadtrat beschlossen. Ludwig Heilmeyer ist der Gründungsrektor der Uni Ulm. Dem Mediziner wurde immer wieder seine Nähe zu den Nazis angekreidet. Und auch die Tatsache, dass er sich später nie deutlich davon distanziert hat. Wie die Straße künftig heißen soll, damit befasst sich der Stadtrat in einer späteren Sitzung. Auch die Heilmeyersteige in Ulm steht in der Diskussion und soll wahrscheinlich umbenannt werden.

Meldung vom 17.05.2018:

Professor Ludwig Heilmeyer war nicht nur führender Hämatologe und Gründungsrektor der Uni Ulm, sondern er hatte auch eine Rolle im Nationalsozialismus. Nach Ulm stellt sich nun auch Günzburg die Frage, ob die Ludwig-Heilmeyer-Straße an der Klinik umbenannt werden sollte. Heute Abend gibt es über diese Persönlichkeit einen Vortrag. Los geht’s um 19 Uhr im Festsaal des Bezirkskrankenhauses.

Meldung vom 21.11.2017:

Soll die Heilmeyer-Steige in Ulm umbenannt werden, oder wie soll die Stadt mit der Nazi-Vergangenheit des Gründungs-Rektors der Uni Ulm, Ludwig Heilmeyer umgehen? Am Abend diskutieren darüber Historiker und Anwohner im Stadthaus. Los geht es um 19 Uhr. Das Publikum bekommt dabei Gelegenheit, Fragen stellen.

Meldung vom 10.11.2017:

Der Fall hatte im Frühjahr für viele Schlagzeilen gesorgt: der Gründer der Uni Ulm, Ludwig Heilmeyer soll eine dunkle Nazi-Vergangenheit haben. Es wurden Forderungen nach einer Umbenennung der nach ihm benannten Heilmeyersteige laut. Am 21. November nun wird es im Ulmer Stadthaus eine Infoveranstaltung für die Anwohner geben. Ab 19 Uhr diskutieren Fachleute mit dem Publikum.

Meldung vom 21.06.2017:

Ja, es gibt Nazi-Verbindungen zu Ludwig Heilmeyer, dem Gründungsrektor der Uni Ulm. Das wurde am Abend in der Universität bestätigt. Demnach wird Heilmeyer zumindest eine nationale Gesinnung zugeschrieben. Eine aktive Beteiligung an Nazi-Verbrechen konnte jedoch nicht nachgewiesen werden. Und jetzt? Muss man deshalb die Heilmeyersteige wirklich umbenennen? Genau das fordern viele Ulmer. Wie sich die Stadt entscheiden wird, bleibt abzuwarten.

Meldung vom 20.06.2017:

War Ludwig Heilmeyer, der Gründungsrektor der Ulmer Uni, in Nazi-Machenschaften verstrickt? Diese heikle Frage wird heute wohl beantwortet. Professor Florian Steger stellt am Abend in der Ulmer Uni die Ergebnisse einer wissen-schaftlichen Untersuchung vor. Viele forderten bereits, die Heilmeyersteige in Ulm umzubenennen. Die Stadt wartet den heutigen Abend jedoch erstmal ab.

Meldung vom 09.06.2017:

War Ludwig Heilmeyer, der Gründungsrektor der Ulmer Uni, in Machenschaften der Nazis verstrickt? Das sollte Professor Florian Steger wissenschaftlich aufarbeiten. Seine Arbeit ist nun fast fertig, am 20. Juni soll sie in der Ulmer Uni vorgestellt werden. Im Anschluss daran ist eine Podiumsdiskussion geplant. Viele forderten bereits, die Heilmeyersteige in Ulm umzubenennen. Die Stadt will die Ergebnisse abwarten. Florian Steger ist aktuell im Ausland und wird sich zu seiner Arbeit nicht vorab äußern.

Meldung vom 13.03.2017:

Die Uni Ulm verspricht eine lückenlose Aufklärung der möglichen Nazi-Vergangenheit ihres Gründungsrektors Ludwig Heilmeyer. Diesen Fall will Uni-Rektor Professor Michael Weber gerade jetzt zum 50-jährigen Uni-Jubiläum angehen. Mit der wissenschaftlichen Aufarbeitung lässt man sich aber Zeit. Erst im September sollen die Ergebnisse im Ulmer Stadthaus präsentiert werden. Geplant ist auch eine Podiumsdiskussion. Dann soll sich jeder selbst seine Meinung bilden, so Weber.

Stand 8 Uhr:

Die mögliche Nazi-Vergangenheit des Gründungsrektors der Ulmer Uni, Ludwig Heilmeyer, schlägt immer höhere Wellen. Nun fordert auch die Günzburger SPD-Stadtratsfraktion, eine Umbenennung der Ludwig-Heilmeyer-Straße in Günzburg zu prüfen. Bereits der DGB hatte eine rege Diskussion zu diesem Thema gefordert. Ein Professor der Uni Ulm erforscht gerade die Vergangenheit von Heilmeyer zur Zeit des Dritten Reiches. Erste Ergebnisse soll es im Herbst geben.

Meldung vom 08.03.2017:

Ulm und Günzburg treten in Sachen Umbenennung der nach Ludwig Heilmeyer benannten Straßen auf die Bremse. Die Städte warten die für den Herbst geplanten Untersuchungsergebnisse ab. Erst dann soll entschieden werden, ob die Benennung noch tragbar ist. Grund ist die mögliche Nazi-Vergangenheit des Gründungsrektors der Ulmer Uni. Der DGB fordert eine Aufarbeitung des Themas. Schon die Distanzierung vom im Günzburg geborenen KZ-Arzt Mengele habe der Stadt gutgetan, heißt es von der Gewerkschaft.

Stand 13 Uhr:

Nach dem Bekanntwerden der möglichen Nazi-Vergangenheit des Ulmer Uni-Gründungsrektors Ludwig Heilmeyer melden sich immer mehr zu Wort. Die Ulmer Grünen fordern eine Überprüfung der Straßennamen. In Ulm ist die „Heilmeyersteige“ auf dem Eselsberg nach Ludwig Heilmayer benannt. Auch in Günzburg trägt eine Straße seinen Namen. Der DGB fordert deshalb eine rege Diskussion. Die Vergangenheit von Heilmeyer zur Zeit des Dritten Reiches wird gerade von der Uni Ulm erforscht. Erste Ergebnisse soll es im Herbst geben.

Foto: Stadt Günzburg

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