Hohe Qualität bestätigt – Uniklinik Ulm veröffentlicht Behandlungsergebnisse

Allgemein, Ulm / Neu-Ulm Donnerstag, 16. Mai - 2019 8:14

Eine neue Untersuchung bescheinigt der Uniklinik Ulm eine hohe Qualität. Besonders gute Ergebnisse gab es beispielsweise bei der Behandlung von Lungenentzündungen oder auch bei Eingriffen an der Hauptschlagader sowie bei Operationen an der Bandscheibe. Die Uniklinik hat jetzt die Ergebnisse der Analyse veröffentlicht.

Hier finden sie die genauen Ergebnisse der Untersuchung!

 

Hier die Original-Pressemitteilung:

Wie gut am Universitätsklinikum Ulm behandelt und operiert wird, wie oft es zu Komplikationen und statistischen Abweichungen kommt und welche Behandlungsverfahren besonders gut bewertet werden, stellt jedes Jahr die Initiative Qualitätsmedizin (IQM) fest. Seit Mittwoch, 15. Mai, sind alle IQM-Ergebnisse des Jahres 2018 auf der Homepage des Universitätsklinikums einsehbar.

Neben anderen Bereichen kann sich das Ulmer Universitätsklinikum insbesondere in der Behandlung von Lungenentzündungen, bei Kolon- und Rektumresektionen, also der operativen (Teil-)Entfernung von Dick- und Enddarm bei kolorektalen Karzinomen, bei Eingriffen an der Hauptschlagader (Aorta) und bei der Entfernung von Bandscheibengewebe hervorheben. „Wir sind stolz darauf, auch in diesem Jahr wieder ein so gutes Ergebnis unserer Behandlungsqualität vorweisen zu können. Dafür möchten wir uns ganz herzlich bei unseren hoch motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bedanken, die sich kontinuierlich weiterbilden und tagtäglich hervorragende Arbeit leisten“, sagt Professor Dr. Udo X. Kaisers, Leitender Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Ulm.

Mit der Veröffentlichung der Behandlungsergebnisse geht das Universitätsklinikum Ulm weit über bestehende gesetzliche Anforderungen zur Qualitätssicherung hinaus. „Diese konsequente Transparenz halten wir für enorm wichtig. Unser Ziel ist es, die Behandlungsqualität an unseren Kliniken stetig zu verbessern und so vor allem die Zufriedenheit und Sicherheit unserer Patientinnen und Patienten weiter zu steigern“, erklärt Professor Dr. Udo X. Kaisers. Die Initiative Qualitätsmedizin, der sich mittlerweile über  480 Kliniken aus Deutschland und der Schweiz angeschlossen haben, vergleicht Routinedaten relevanter Krankheitsbilder und berechnet daraus jeweils Qualitätsergebnisse. Insgesamt sind hierbei über 350 Qualitätskennzahlen für mehr als 60 relevante Krankheitsbilder und Behandlungsverfahren dargestellt. Die veröffentlichten Qualitätsdaten dienen Patient*innen sowie zuweisenden Ärztinnen und Ärzten als objektive Orientierungshilfe bei der Entscheidung für oder gegen die Behandlung in einer Klinik.

Das Universitätsklinikum Ulm ist seit 2015 IQM-Mitglied und nimmt regelmäßig an sogenannten IQM-Peer Reviews teil. In diesem freiwilligen Verfahren analysieren Chefärzte anderer IQM-Mitgliedskliniken vor Ort einen Tag lang komplexe medizinische Behandlungsprozesse. Die Ergebnisse werden im Anschluss gemeinsam mit Chefärzten und Pflegefachpersonal der besuchten Klinik diskutiert. „Peer Reviews zählen zu den besten qualitätsfördernden Maßnahmen, die eine Klinik durchführen kann. Sie ermöglichen uns, Optimierungspotenziale in unseren Abläufen und Strukturen zu identifizieren und Maßnahmen zu ergreifen, die die medizinische Behandlungsqualität in den jeweils betrachteten Bereichen verbessern“, erläutert Dr. Oliver Mayer, Leiter der Stabsstelle Qualitäts- und Risikomanagement. Im letzten Jahr wurde am Universitätsklinikum Ulm beispielsweise ein Peer Review zur Behandlung von Patient*innen, die ohne Operation länger als 24 Stunden auf einer der Intensivstationen beatmet wurden, durchgeführt. Hierfür analysierten die externen Expert*innen die Daten von 15 Patient*innen.

Alle Qualitätsergebnisse können auf der Homepage des Universitätsklinikums Ulm eingesehen werden.

Die Initiative Qualitätsmedizin (IQM)

Führende Krankenhausträger haben sich 2008 zur „Initiative Qualitätsmedizin“ (IQM) zusammengeschlossen. Die trägerübergreifende Initiative mit Sitz in Berlin ist offen für alle Kliniken und hat das Ziel, Verbesserungspotenziale bei der medizinischen Behandlungsqualität für alle in der Patientenversorgung Tätigen sichtbar zu machen und das aktive Fehlermanagement zum Wohle der Patient*innen zu fördern. Dafür stellt IQM den medizinischen Fachexpert*innen aus den teilnehmenden Krankenhäusern innovative und anwenderfreundliche Instrumente zur Verfügung. Die Mitglieder der Initiative verpflichten sich, drei Grundsätze anzuwenden: Qualitätsmessung mit Routinedaten, Veröffentlichung der Ergebnisse und die Durchführung von Peer Reviews. In derzeit über 480 Krankenhäusern aus Deutschland und der Schweiz versorgen die IQM Mitglieder jährlich circa 7,7 Millionen Patient*innen stationär.

 

Foto: Universitätsklinikum Ulm

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