Igel-Mörder in Heidenheim unterwegs

Allgemein, DONAU 3 FM Region, Heidenheim, Polizeimeldungen Donnerstag, 12. September - 2019 7:26

In Heidenheim sind Tiermörder unterwegs.

Diese quälen Igel auf bestialische Art und Weise zu Tode. Schon seit einigen Wochen sind die Täter Am Zanger Berg unterwegs. Zunächst töteten sie sieben Tiere, inzwischen hat man jedoch vier weitere totgequälte Igel an der Iglauer Straße entdeckt. Die Polizei sucht jetzt dringend Zeugen in dem Fall.

Das schreiben die Behörden:

Nach einer ersten Einschätzung von Veterinäramt und Polizei wurden die Tiere offenbar getötet. Das Landratsamt informierte darüber bereits am Mittwoch. Am Mittwochnachmittag fanden Zeugen vier weitere tote Tiere. Die Igel lagen auf einer Wiese an der Iglauer Straße. Auch sie wurden offenbar getötet. Einer davon erst in jüngster Zeit, die anderen dürften nach einer ersten Einschätzung der Polizei schon länger dort liegen. Die Umweltermittler des Polizeipräsidiums Ulm suchen jetzt nach den Tätern und hoffen auch auf Hinweise von Zeugen unter der Telefon-Nr. 07321/3220.

Vorherige Meldung:

Am Zanger Berg in Heidenheim (insbesondere nahe Iglauer Straße) sind in den vergangenen Wochen mehrere Igel zu Tode gequält worden. „Uns sind sieben Fälle von brutaler Tierquälerei bekannt“, so Dr. Anja Stöckle, stellvertretende Leiterin des Veterinäramts im Landratsamt Heidenheim. Die Igel seien teilweise mit Kabelbindern stranguliert oder an den Pfoten zusammengebunden und den erkennbaren Wunden zufolge zu Tode getreten worden. „Hier werden aus purer Rohheit Tiere grausam getötet.“ Wie Dr. Anja Stöckle betont, werde in jedem Fall Strafanzeige gestellt, auch die Polizei ermittelt bereits. „Und dass es sich hier um einen Straftatbestand handelt, ist offensichtlich.“ Denn nach dem Tierschutzgesetz dürfe niemand einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen. Wer dagegen zuwiderhandelt kann mit einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit einer Geldstrafe bestraft werden. Die Tierquäler verstoßen aber nicht nur gegen das Tierschutzgesetz, sondern auch gegen das Bundesnaturschutzgesetz, laut dem der Igel zu den besonders geschützten Arten gehört. Demnach ist es verboten, diesen Arten nachzustellen, sie zu fangen, zu verletzen oder zu töten oder der Natur zu entnehmen. Hinweise nimmt das Veterinäramt unter Tel. 07321/321-2601 entgegen.

Foto: pixabay.com/Alexas_Fotos

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