Jonas Münz und Jakob Rehberger treffen die Kanzlerin

Allgemein, Ulm / Neu-Ulm Mittwoch, 18. September - 2019 18:20

Für Jonas Münz und Jakob Rehberger aus Laupheim wird es ein sehr aufregender Tag.

Die beiden Jugend forscht-Bundessieger treffen heutezusammen mit 55 anderen jungen Wissenschaftlern die Kanzlerin. Jonas Münz und Jakob Rehberger, 16 und 17 Jahre alt, wurden bereits im Mai vom Bundespräsidenten für ihre außergewöhnliche Arbeit geehrt. Beide haben ein Verfahren zur Reinigung von Knochenimplantaten entwickelt.

Das schreibt die Stiftung Jugend forscht:

Die Sieger und Platzierten des 54. Bundeswettbewerbs von Jugend forscht treffen morgen (Donnerstag) Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel. An dem traditionellen Empfang um 11 Uhr im Berliner Bundeskanzleramt nehmen 55 junge naturwissenschaftliche Talente teil. Sie alle waren Ende Mai 2019 erfolgreich beim Bundesfinale von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb, das gemeinsam von der Stiftung Jugend forscht e. V. und dem Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU in Chemnitz ausgerichtet wurde. Premiumpartner des Bundeswettbewerbs 2019 war die Siemens AG. Als Unterstützer engagierten sich insbesondere der Freistaat Sachsen, die Stadt Chemnitz und die Volkswagen AG.

„Für die erfolgreichen Jungforscherinnen und Jungforscher des diesjährigen Bundesfinales ist das Treffen mit der Bundeskanzlerin der Höhepunkt zum Abschluss der 54. Wettbewerbsrunde“, sagt Dr. Sven Baszio, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Jugend forscht e. V. „Die Veranstaltung im Kanzleramt bedeutet jedes Jahr eine besondere Anerkennung der herausragenden Leistungen von Deutschlands besten Nachwuchsforscherinnen und Nachwuchsforschern.“

Bundeskanzler Willy Brandt stiftete 1971 zum ersten Mal einen Sonderpreis bei Jugend forscht. Seit 1981 werden alle Sieger und Platzierten des Bundeswettbewerbs zu einem persönlichen Empfang in das Kanzleramt eingeladen.

Achtung: Sie können den Empfang der Jugend forscht Sieger im Kanzleramt ab 11.00 Uhr HIER live im Internet verfolgen.

Meldung vom 20.05.2019:

Es gibt tolle Neuigkeiten aus dem Schülerforschungszentrum Ulm: Zwei Schüler sind Bundessieger von Jugend forscht! Jakob Rehberger und Jonas Münz wurden sogar vom Bundespräsidenten für eine außergewöhnliche Arbeit geehrt. Beide haben ein Verfahren zur Reinigung von Knochenimplantaten entwickelt.

Die Original-Pressemitteilung:

„Die Jury beeindruckte insbesondere, wie die beiden Jungforscher auch schwierigsten Problemen nachgegangen sind, die vorher als unlösbar galten.“, sagte kein geringerer als Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in seiner Laudatio zum Jugend forscht-Bundessieg von Jakob Rehberger und Jonas Münz. Die Nachwuchsforscher vom Standort Ulm des Schülerforschungszentrums (SFZ) Südwürttemberg wurden vergangenen Sonntag beim Bundeswettbewerb von Jugend forscht in Chemnitz mit dem Fachgebietsübergreifenden Bundessieg „Preis für eine außergewöhnliche Arbeit“ geehrt.

Außergewöhnlich war die Arbeit der 17 und 16jährigen Schüler, die im Alltag die Kilian von Steiner-Schule in Laupheim besuchen, in mehrerer Hinsicht:  Ihr Forschungsthema: Sehr praxisnah. Die Schüler haben in Ihrer Freizeit am SFZ Ulm und dem Partnerunternehmen ulrich medical ein Verfahren entwickelt, das mittels Ultraschallwellen in einem Prozessbecken mit einem selbst modifizierten Wasser Grate sowie Verunreinigungen von Knochenimplantaten entfernt. Dabei hatten sie verschiedene Temperaturen, Flüssigkeiten, Einstrahlwinkel und Bestrahlungszeiten getestet und die entgrateten Titanschrauben bezüglich Entgratungsrückständen und Keimen untersucht.

„Sie stellten sich den gefundenen Phänomenen, die sie anfangs nicht verstanden hatten, und recherchierten so lange, bis sie eine schlüssige Erklärung fanden.“, heißt es weiter in der Laudatio des Bundespräsidenten. Tatsächlich haben Jakob Rehberger und Jonas Münz in den vergangenen fast zwei Jahren unzählige Arbeitsstunden in das Projekt gesteckt und auch einige Rückschläge verkraften müssen. Allerdings stand Aufgeben nie zur Debatte:

„Die Jungs haben sich mit viel Fleiß durch das Projekt gearbeitet und dabei den nötigen Biss entwickelt, der schließlich zum wohlverdienten Erfolg geführt hat“, sagt Dieter Münz, der das Projekt ehrenamtlich am SFZ Ulm betreut hat.

Angetreten im Fachbereich Arbeitswelt hatten die technik-begeisterten Jugendlichen den Regionalwettbewerb der Innovationsregion Ulm im Februar souverän gewonnen. Beim Landeswettbewerb der Regionalsieger Ende März in Stuttgart wurden die Jugendlichen mit dem ersten Platz im interdisziplinären Fachgebiet ausgezeichnet, weil ihre technische Projektarbeit, auch physikalische, chemische und biologische Einflüsse auf das Endprodukt berücksichtigt hat.

Am diesjährigen Jugend forscht-Bundesfinale haben insgesamt 190 Jugendliche mit 111 Forschungsprojekten teilgenommen. Es wurde ausgerichtet vom Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU als Bundespateninstitution, der Stiftung Jugend forscht e.V. und der Siemens AG als Partnerunternehmen.

Als Bundessieger 2019 erwartet Jakob Rehberger und Jonas Münz nun auch eine Einladung zu Bundeskanzlerin Angela Merkel ins Kanzleramt.

Foto: Jugend forscht, v.l.n.r.: Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Jakob Rehberger, Jonas Münz, Bundesbildungsministerin Anja Karliczek, Prof. Dr. Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft

 


Das könnte Sie auch interessieren:


Tags: