Kassenbon-Pflicht nervt Marktleute

Allgemein, Ulm / Neu-Ulm Dienstag, 12. November - 2019 18:19

Kaum zu glauben, aber wahr! Ab dem kommenden Jahr wird der Kassenbon-Pflicht! Das heißt bei jedem Kauf – ist er noch so klein – müssen Kassenzettel ausgedruckt werden.

Egal ob im Supermarkt, an der Tanke oder auf dem Wochenmarkt. Auch dort wird der Kassenzettel zur Pflicht! Bedeutet: Auch auf dem Ulmer Wochenmarkt, für den die Ulm-Messe zuständig ist, kommt nächstes Jahr die Kassebbon-Pflicht.

Für den Ulmer Wochenmarkt ist die Ulm-Messe zuständig. Geschäftsführer Jürgen Eilts führt bereits Gespräche mit den Marktleuten.

Im DONAU 3 FM Interview sagte er: „Es betrifft die Marktstände, die schon Kassensysteme haben. Ob die jetzt kompatibel für den Bon sind oder ob die nachrüsten müssen, das ist jetzt das eine. Und das andere ist: wie kommt das letztlich beim Kunden an? Klar, das ist irgendwann Vorschrift, bisher hatten wir aber nicht das Gefühl, dass das Bedürfnis nach einem Kassenzettel unbedingt notwendig ist.“

Eilts selbst ist nicht gerade begeistert von der Idee: „Das trägt eher zur Verkomplizierung bei, anstatt dass es alles einfacher macht. Ein weiterer Aspekt ist, dass wir uns über die Vermeidung von Kunststoff unterhalten, und jetzt verwenden wir, auch wenn es nur kleine Zettel sind, Materialien, die nicht unbedingt umweltfreundlich sind.“

Vermutlich wird es auch Ausnahmen geben – aus durchaus nachvollziehbaren Gründen. Dazu Eilts weiter: „Wir haben auch Direkterzeuger, die eine Handkasse haben. Und die sollen jetzt auch diese Zahlungsart einführen. Das wäre eine sehr große Investition für die kleinen Betriebe. Oder sie sollen sich mit einer app-basierten Geschichte auseinandersetzen. Das bei einem 70-jährigen Honigverkäufer auf dem Markt umzusetzen, damit tue ich mich schwer.“

Laut einer DONAU 3 FM Umfrage halten die meisten Marktbesucher einen extra Kassenbon für unnötig.

Foto: pixabay.com/Manfred Antranias Zimmer

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