Kooperationsvereinbarung für das Haus des Jugendrechts Ulm unterzeichnet

Allgemein, Ulm / Neu-Ulm Mittwoch, 20. Februar - 2019 6:00

Die Stadt Ulm, die Polizei und die Staatsanwaltschaft haben einen Kooperationsvertrag für das Haus des Jugendrechts in Ulm unterzeichnet. In der neuen Einrichtung wollen die Behörden eng zusammenarbeiten. Man will damit schnellere Konsequenzen für junge Straftäter in Ulm erreichen. „Im zukünftigen Haus des Jugendrechts sollen staatliche Reaktionen auf Straftaten von Jugendlichen und jungen Erwachsenen beschleunigt, die behördenübergreifende Zusammenarbeit optimiert und damit die Jugendkriminalität langfristig reduziert werden,“ so Bürgermeisterin Iris Mann. Dem kann Leitender Oberstaatsanwalt Christof Lehr nur zustimmen: „Im Haus des Jugendrechts werden Polizei, Staatsanwaltschaft und Jugendhilfe jungen Menschen, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind, schnell die Konsequenzen ihres Tuns verdeutlichen, ihnen aber auch auf sie abgestimmte erzieherische Hilfe anbieten.“ Auch Ulms Polizeipräsident Christian Nill betont die klaren Vorteile des örtlich und sachlich engen Miteinanders der Kooperationspartner: „Im Kampf gegen Jugendkriminalität arbeiten im Haus des Jugendrechts Staatsanwaltschaft, Stadt und die Polizei eng zusammen,“ führt er seine Erwartungen an die neue Kooperation aus. „So können wir die bisher relativ lange Zeit von der Tat bis zu den Konsequenzen verkürzen. Es hat gezeigt, dass wir auf diese Weise straffällig gewordene Jugendliche wieder auf den rechten Weg bringen können. Wir freuen uns auf die enge Zusammenarbeit mit den anderen Behörden unter einem Dach.“ Unbestritten erfüllt bereits die Lage des Hauses des Jugendrechts in der Ulmer Innenstadt (im alten Hauptzollamtsgebäude in der Schaffnerstraße 3) alle wichtigen Standortkriterien. Es liegt zentral, nahe zu den Justizstandorten in der Olgastraße und verfügt über eine gute Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr. Ab Anfang April werden insgesamt 20 Frauen und Männer (die Polizei mit 14 Beschäftigten, die Stadt Ulm mit drei Sozialpädagoginnen und einer Servicekraft und die Staatsanwaltschaft mit bis zu drei Jugendstaatsanwälten) im Haus des Jugendrechts für die Jugendlichen und Heranwachsenden des Stadtkreises Ulm und darüber hinaus für die sogenannten jugendlichen Intensivtäter des Alb-Donau-Kreises verantwortlich sein.

Foto: pixabay.com/Free-Photos

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