Kreis Biberach: Schulbusfahrer missbraucht Schüler und muss in Haft

Allgemein, Biberach, DONAU 3 FM Region Mittwoch, 2. Oktober - 2019 17:10

Ein Schulbusfahrer aus dem Landkreis Biberach muss für fünf Jahre ins Gefängnis.

Das Landgericht Ravensburg verurteilte den 26-Jährigen wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen zu der Haftstrafe. Im Gefängnis will er eine Therapie machen. Sein Geständnis zum Prozess-Auftakt wirkte sich strafmildernd aus. Der Mann hatte sechs Jungen und ein Mädchen unsittlich berührt, teils auch sexuell missbraucht. Er lernte seine Opfer im Bus kennen, hatte sich mit ihnen verabredet und sich dann an ihnen vergangen. Drei 13-Jährige soll er mit Alkohol abgefüllt und dann regelrecht eine Sex-Orgie mit ihnen veranstaltet haben.

Meldung vom 12.09.2019:

Er lernte seine späteren Opfer beim Busfahren kennen und überredete sie in der Freizeit zu sexuellen Handlungen. Nun hat ein 26-Jähriger vor Gericht den Missbrauch von Kindern zugegeben.

Den sexuellen Missbrauch von Kindern hat ein Schulbusfahrer vor dem Landgericht Ravensburg gestanden. Der 26-Jährige sagte zum Prozessbeginn am Donnerstag, er bereue die Taten. «Was ich gemacht habe, war scheiße.» Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann neben dem Missbrauch unter anderem auch Belästigung sowie das Verbreiten pornografischen Materials vor. Laut Anklage hatte der Mann seine Opfer bei der Arbeit kennengelernt und sich in seiner Freizeit mit ihnen verabredet. Rund 20 Handlungen stehen im Raum, die sich vor allem im vergangenen Jahr und Anfang dieses Jahres im Kreis Biberach ereignet haben sollen. Der 26-Jährige räumte viele davon ein – darunter den Oralverkehr mit Kindern, das gemeinsame Schauen von Pornos oder das Versenden von intimen Fotos per Smartphone. Dass er einen Jungen im Schulbus belästigt habe, bestreitet er dagegen, ebenso wie den Vorwurf, er habe kinderpornografisches Material auf seinem Laptop gespeichert. Bei den Opfern handelt es sich nach Angaben der Behörde um sechs Jungen und ein Mädchen zwischen 12 Jahren und 18 Jahren. Das Alter der Kinder und Jugendlichen war zum Auftakt der Verhandlung zentrales Thema. «Wenn Sie das Alles mit Erwachsenen machen, interessiert das keinen», erklärt der Vorsitzende Richter. Der 26-Jährige könne seine Sexualität – natürlich im Rahmen des Gesetzes – frei ausleben. Aber: «Mit Kindern nicht. Das ist der Punkt.» Die Mutter eines Opfers berichtet von den massiven Auswirkungen der Taten auf dessen Psyche. Ihr Sohn sei wegen einer Zwangsstörung in Therapie, habe Albträume und Konzentrationsstörungen. «Er nagt daran», sagte sie. Zudem gingen im Umfeld des Kindes zahlreiche Gerüchte herum, mit denen es konfrontiert sei. «Das belastet ihn.»

Meldung vom 10.09.2019:

Er war im Kreis Biberach unterwegs und soll dort seine Opfer kennengelernt haben.

Wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern muss sich ein Schulbusfahrer von Donnerstag (12. September) an vor dem Landgericht Ravensburg verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm sexuelle Übergriffe, Belästigung und die Verbreitung pornografischen Materials vor.

Beim Busfahren kennengelernt

Bei den Opfern handle es sich um sechs Jungen und ein Mädchen, sagte ein Sprecher der Behörde am Dienstag. Sie seien zwischen 12 und 18 Jahre alt. Der 26-Jährige hatte die Kinder und Jugendlichen demnach beim Busfahren kennengelernt und sich in seiner Freizeit mit ihnen verabredet. Es geht um rund 20 Taten, die sich vor allem im vergangenen Jahr und Anfang dieses Jahres im Kreis Biberach ereignet haben sollen.

Der Busfahrer sitzt im Moment in Untersuchungshaft. Der Prozessbeginn war eigentlich bereits für den Dienstag geplant gewesen. Der Termin habe jedoch verschoben werden müssen, da der Verteidiger des 26-Jährigen erkrankt sei, sagte ein Sprecher des Landgerichts.

Foto: Archivbild

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