Prozess in Ulm: Babysitter gesteht sexuellen Missbrauch von Sechsjähriger

Allgemein, Ulm / Neu-Ulm Freitag, 8. Februar - 2019 13:25

Ein 39-Jähriger hat vor dem Landgericht Ulm den sexuellen Missbrauch einer Sechsjährigen zugegeben. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, sich in seiner Wohnung in Göppingen 13 Mal an der Kleinen vergangen zu haben. Sie und ihr vierjähriger Bruder waren dem Mann an Wochenenden quasi als Babysitter überlassen worden. Den Jungen soll er nicht angefasst haben. Der Prozess geht heute in einer Woche weiter. Das Urteil ist für den 1. März geplant.

Stand 12 Uhr:

Ein 39 Jahre alter Mann hat vor dem Landgericht Ulm den sexuellen Missbrauch eines sechsjährigen Mädchens zugegeben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, sich zwischen Februar und Juli 2016 in seiner Wohnung in Göppingen 13 Mal an dem Mädchen vergangen zu haben – in acht Fällen habe er sich des schweren sexuellen Missbrauchs sowie in fünf Fällen des versuchten schweren sexuellen Missbrauchs schuldig gemacht. Das Mädchen und dessen vierjähriger Bruder waren dem Angeklagten an Wochenenden als eine Art «Babysitter» überlassen worden – während die Eltern mutmaßlich Freizeitaktivitäten nachgingen. An dem Jungen soll sich der Beschuldigte zwar nicht vergangen haben. Er habe ihn aber mindestens einmal zuschauen lassen, erklärte Oberstaatsanwalt Michael Bischofberger. Der Beschuldigte bestritt die Anzahl der ihm vorgeworfenen Sexualstraftaten, es seien weniger gewesen. Genau könne er sich nicht mehr erinnern. Er räumte ein, 222 kinderpornografische Bilder auf einem USB-Stick besessen zu haben. Die Anklage stützt sich unter anderem auf Aussagen des Mädchens bei ärztlichen Untersuchungen sowie auf DNA-Spuren. (dpa)

Stand vom Morgen:

Wegen des mehrfachen schweren sexuellen Missbrauchs eines sechsjährigen Mädchens muss sich von diesem Freitag an (8.30 Uhr) ein Mann aus Göppingen vor dem Landgericht Ulm verantworten. Der heute 39-Jährige soll sich laut Mitteilung des Gerichts zwischen Februar und Juli 2016 immer wieder an dem Kind vergangen haben, das er in seiner Wohnung als eine Art «Babysitter» beaufsichtigen sollte (Aktenzeichen: 3 KLs 41 Js 15518/16). Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann schweren sexuellen Missbrauch eines Kindes in fünf Fällen sowie versuchten schweren sexuellen Missbrauch in acht weiteren Fällen vor. Der Tatbestand des «schweren» Missbrauchs eines Kindes sei nach Paragraf 176a des Strafgesetzbuches gegeben, «wenn mit einem Kind unter 14 Jahren der Beischlaf (oder dem Vergleichbares) vollzogen wird», erläuterte das Gericht. Bislang habe der Angeklagte die Vorwürfe bestritten, sagte Oberstaatsanwalt Michael Bischofberger der Deutschen Presse-Agentur. Es gebe jedoch «völlig eindeutige» DNA-Spuren. Mit einem Geständnis könne dem Mädchen eine Befragung vor Gericht erspart werden. Die Eltern hätten das Mädchen zusammen mit dessen jüngeren Bruder der Obhut des Mannes in dessen Wohnung anvertraut. Hinweise auf sexuelle Handlungen an dem Jungen gebe es aber nicht. (dpa)

Foto: DONAU 3 FM

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