Missbrauch: Familie trägt Mitschuld

Allgemein, DONAU 3 FM Region Dienstag, 21. November - 2017 9:33

Im Missbrauchsprozess gegen einen 61-Jährigen aus Illertissen wird eines immer deutlicher: auch die Familie trägt Mitschuld. Die Mutter soll ihre Tochter im Stich gelassen haben. Laut Gutachterin soll sie sogar versucht haben, die Sache zu vertuschen. Der Angeklagte hatte zum Prozessauftakt ein Geständnis abgelegt. Der Prozess wird am 6. Dezember fortgesetzt.

Meldung vom 13.11.2017:

Es ist ein schreckliches Schicksal für eine mittlerweile 27-Jährige aus Illertissen! 18 Jahre lang soll ihr Stiefvater sie Hunderte Male sexuell missbraucht haben. Seit heute muss sich der 61-Jährige vor Gericht verantworten. Der Mann legte gleich zum Prozessauftakt ein Geständnis ab, was ihm eine mildere Strafe bringen wird. Der Deal mit dem Gericht sieht einen Strafrahmen von 4 Jahre und drei Monate bis höchstens fünf Jahre Gefängnis vor. Die Taten gingen los, als das Mädchen erst sieben Jahre alt war. Bis das Opfer 25 war, ging das Martyrium weiter. Ein psychologisches Gutachten hält die Schilderungen der Frau für glaubwürdig. Der Prozess geht heute in einer Woche weiter.

Stand 12 Uhr:

Fast 18 Jahre lang soll ein 61-Jähriger in Illertissen seine Stieftochter sexuell missbraucht haben. Sie war wohl erst sieben, als es mit den Übergriffen losging. Zu den Taten soll es im gemeinsamen Haus, im Auto und auch in einer Waldhütte gekommen sein. Das Mädchen wurde dabei verletzt und musste mehrmals operiert werden. Der Mann muss sich seit heute vor dem Landgericht Memmingen verantworten – bislang schweigt er zu den Vorwürfen.

Foto: Landgericht Memmingen

Das könnte Sie auch interessieren:


Tags: