Sind die BKH-Häftlinge in Stuttgart?

Allgemein, Günzburg, Polizeimeldungen Dienstag, 8. Oktober - 2019 17:20

Die aus dem Günzburger BKH geflohenen Häftlinge könnten sich laut Polizei im Raum Stuttgart aufhalten. Das zeigen neueste Ermittlungen.

Die beiden Männer waren im September spektakulär geflüchtet. Sie waren wegen einer Suchterkrankung im Maßregelvollzug untergebracht, hatten eine Mitarbeiterin des Krankenhauses bedroht und sich so den Weg in die Freiheit erzwungen.

Das schreibt die Polizei:

Wie bereits mehrfach berichtet wurde waren in der Nacht vom 22.09.2019 auf 23.09.2019 zwei Männer nach einer Geiselnahme aus dem Bezirkskrankenhaus in Günzburg entwichen, die in der Maßregelvollzugsklinik untergebracht waren. Aktuelle Ermittlungen der Kriminalpolizeiinspektion Neu-Ulm führten nun zu Erkenntnissen, dass sich die beiden Gesuchten in der Zwischenzeit im Großraum Stuttgart aufhalten könnten.

Seit ihrer Flucht wurden durch die Polizei umfangreichen Fahndungsmaßnahmen auch unter mehrfacher Einbeziehung des Polizeihubschraubers der Öffentlichkeit durchgeführt und ist einer Vielzahl von Hinweisen im Großraum Günzburg nachgegangen, die teilweise bis in Einzugsbereich von Neu-Ulm reichten.

Die Kriminalpolizeiinspektion Neu-Ulm, die seit der Tatnacht die Ermittlungen wegen Geiselnahme gegen die beiden Männer führt, wertet derzeit alle eingegangenen Hinweise und Spuren in diesem Zusammenhang aus und fahndet nach den Männern mit Hochdruck. Die beiden Flüchtigen werden deutschland- und europaweit gesucht. Neueste Ermittlungen führten nun auch zu Hinweisen, dass sich der oder die Täter in der Zwischenzeit im Großraum Stuttgart aufhalten könnten.

Bei den beiden Flüchtigen handelt es sich um den 28-jährigen deutsch-russischen Staatsangehörigen Alexander GÜNTER, sowie den 23-jährigen ukrainischen Staatsangehörigen Ruslan-Oleksandr TSOPA.

Alexander GÜNTER ist von normaler, sportliche Statur, trägt kurze, blonde Haare und ist 164 cm groß.

Ruslan-Oleksandr TSOPA trägt dunkle kurze Haare, einen Bart und ist 175cm groß.

Die Lichtbilder der beiden Männer entsprachen ihrem aktuellen Aussehen bei ihrer Flucht.

Herr GÜNTER ist unter anderem wegen räuberischen Diebstahls, Herr TSOPA unter anderem wegen schweren Bandendiebstahls polizeilich in Erscheinung getreten. Beide Patienten wurden wegen ihrer Suchterkrankungen in der Klinik für Forensischen Psychiatrie in Günzburg im Maßregelvollzug behandelt.

Die Bevölkerung wird gebeten, bei direktem Kontakt nicht an die Entflohenen heranzutreten, sondern sofort die Notrufnummer 110 zu wählen.

Hinweise, insbesondere zum aktuellen Aufenthaltsort der beiden Männer, werden von der Kriminalpolizeiinspektion Neu-Ulm unter der Telefonnummer 0731/8013-0 entgegengenommen.

Meldung vom 02.10.2019:

Nach den zwei aus dem Bezirkskrankenhaus Günzburg ausgebrochenen Insassen wird nun europaweit gefahndet.

Es besteht ein EU-weiter Haftbefehl. Zuletzt wollen Zeugen die beiden 23- und 28-Jährigen am Montag in Vöhringen gesehen haben. Mehrere Streifen, Hunde und Hubschrauber suchten nach ihnen – allerdings ohne Erfolg. Vergangenen Freitag ging die Polizei Hinweisen in Günzburg und Leipheim nach. Nach Einbrüchen in Kleingärten am Wochenende suchten die Beamten auch rund um Langenau. Das Duo war in der Nacht zum 23. September getürmt. Die Häftlinge sind wegen Diebstahls und Bandenraubs verurteilt und waren wegen Suchterkrankungen in Günzburg behandelt worden.

Meldung vom 27.09.2019:

Von den aus dem Bezirkskrankenhaus Günzburg entflohenen Sträflingen fehlt weiter jede Spur. Auch eine Großfahndung vergangene Nacht in Leipheim brachte keine neuen Erkenntnisse. Ein Zeuge hatte die Polizei auf die vermeintliche Spur geführt. Ob sich die beiden Männer tatsächlich noch im Großraum Günzburg aufhalten, ist weiter unklar. Ein Polizeisprecher wollte uns das weder bestätigen, noch dementieren.

Meldung vom 26.09.2019:

Aufregung heute in Vöhringen: Die Polizei hat dort mit einem Großaufgebot die zwei Straftäter gesucht, die Sonntagnacht aus dem BKH Günzburg getürmt waren. Zeugen hatten sie angeblich jetzt in Vöhringen gesehen. 2,5 Stunden wurde nach den Männern gesucht – das allerdings ohne Ergebnis. Den ganzen Fall haben wir auf donau3fm.de für sie zusammengefasst.

Meldung vom 24.09.2019:

Es gibt ein Update zu den zwei gefährlichen Männern, die aus dem BKH Günzburg geflohen sind: Laut mehreren Zeugenaussagen sollen die zwei im Bereich Jettingen-Scheppach gesichtet worden sein. Bitte treten sie nicht an die Männer heran und nehmen sie auch keine Anhalter mit.

Die 23- und 28-Jährigen sind in der vergangenen Nacht mit einem spitzen Gegenstand bewaffnet aus dem BKH geflohen. Verletzt wurde niemand. Die Flüchtigen sind wegen Raubes und Bandendiebstahls polizeibekannt.

Meldung vom Morgen:

Die Polizei sucht jetzt per öffentlicher Fahndung nach zwei Männern. Die beiden sind in der Nacht auf heute aus dem Bezirkskrankenhaus Günzburg geflüchtet.

Sie zwangen in der Nacht von Sonntag auf Montag eine Mitarbeiterin mit einem spitzen selbst angefertigten Gegenstand, die Türen zu öffnen und entkamen dann. Die Mitarbeiterin blieb unverletzt.

Die Männer sind 23 und 28 Jahre alt und sind wegen Raubes und Bandendiebstahls in der Forensischen Psychiatrie und Psychotherapie des Bezirkskrankenhauses Günzburg untergebracht.

Wenn Sie die Männer sehen, sprechen Sie sie nicht an, sondern rufen Sie die Polizei über die 110.

Der erste der entwichenen Männer ist der 28-jährige deutsch-russische Staatsangehörige Alexander Günter. Er hat eine normale Statur, hellbraune Haare und ist etwa 170 cm groß. Er trägt eine weiße Sportjacke und eine weiße Hose mit drei roten Streifen an der Seite.

Der zweite Mann ist der 23-jährige ukrainische Staatsangehörige Ruslan-Oleksandr Tsopa. Von ihm ist bekannt, dass er etwa 175 cm groß und von dicklicher Statur ist. Er hat kurze dunkle Haare und ist komplett dunkel bekleidet. Die Männer trägen weiße Schuhe beziehungsweise schwarze Schuhe mit auffällig weißen Sohlen.

Die Fotos der beiden Männer entsprechen ihrem aktuellen Aussehen, nur der Bart des Ruslan-Oleksandr Tsopa ist etwas kürzer als auf dem Bild („Drei-Tage-Bart“).

Fotos: Universitätsklinikum Ulm (Titel) / Polizei (Fahndungsfotos)

 


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