Neuen Partner der Ex-Frau attackiert – Haftstrafen für zwei Männer

Allgemein, Ulm / Neu-Ulm Donnerstag, 18. April - 2019 18:06

Er hatte den neuen Partner seiner Ex-Frau verfolgt und niedergestochen – das Landgericht Memmingen geht aber nicht davon aus, dass der 52-Jährige den Mann töten wollte. Die Strafkammer verurteilte ihn am Donnerstag zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren und neun Monaten wegen gefährlicher Körperverletzung. Ein Mittäter muss wegen desselben Vergehens für sechs Jahre in Haft. Die Staatsanwaltschaft hatte den Angeklagten versuchten gemeinschaftlichen Mord vorgeworfen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die beiden Angeklagten hatten bis zuletzt bestritten, einen Mord geplant zu haben. Die Tat habe lediglich eine «Abreibung» sein sollen, betonte der 41-jährige Mittäter mehrfach. Im Wesentlichen räumten sie den Ablauf der Tat aber ein. Die beiden Männer hatten das Opfer der Anklage zufolge im Juli 2018 mit einem GPS-Sender am Auto verfolgt und in Neu-Ulm mit einem Pfefferspray, einem Schlagstock und einem angespitzten Schraubenzieher angegriffen. Das Opfer erlitt schwere Verletzungen und ist seither in psychiatrischer Behandlung.

Stand vom Mittag:

Im Prozess um einen Mann, der den neuen Partner seiner Ex-Frau verfolgt und mit einem Komplizen niedergestochen haben soll, wird heute das Urteil am Landgericht Memmingen erwartet. Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten versuchten gemeinschaftlichen Mord vor. Beide Männer bestreiten, einen Mord geplant zu haben. Im Juli 2018 sollen die Männer das Opfer mit einem GPS-Sender verfolgt und in Neu-Ulm mit einem Pfefferspray und einem Schlagstock angegriffen haben. Der Ex-Mann habe zudem auf den Geschädigten eingestochen. Laut Aussage des 52-Jährigen war die Tatwaffe ein Schraubenzieher. Der Mittäter bestritt, von der Waffe gewusst zu haben, und entschuldigte sich bei dem Opfer. Die Tat habe lediglich eine «Abreibung» sein sollen, sagte der 41-Jährige zu Prozessbeginn. Die mittlerweile geschiedene Frau des Haupttäters gab an, seit der Trennung schon mehrfach von ihrem Ex-Mann verfolgt und bedroht worden zu sein. Ihr neuer Partner sei seit der Tat in psychiatrischer Behandlung und leide täglich unter Schmerzen.

Meldung vom 01.04.2019:

Weil er den neuen Partner seiner Frau verfolgt und mit einem Komplizen verprügelt und niedergestochen haben soll, steht ein Mann in Schwaben seit Montag vor Gericht. «Die Angeklagten hielten es für möglich, dass der Geschädigte zu Tode kommt», sagte ein Staatsanwalt zum Prozessauftakt am Landgericht Memmingen. Die Anklage lautet auf versuchten gemeinschaftlichen Mord. Die beiden Männer bestreiten, einen Mord geplant zu haben. Es sollte lediglich eine «Abreibung» sein, sagte der 41-jährige Mittäter. Laut Anklage haben die Männer das Opfer im Juli 2018 mit Pfefferspray, einem Schlagstock und einem Messer in NeuUlm angegriffen und schwer verletzt. Zuvor hatte der Ehemann einen GPS-Sender am Pkw seiner Frau angebracht, den der neue Partner nutzte. Auslöser für die Tat war nach Darstellung des 51-Jährigen keine Eifersucht, sondern eine vorausgehende körperliche Auseinandersetzung. Mehr als 50 Zeugen sind für die angesetzten fünf Prozesstage vorgeladen.

Stand vom Mittag:

Mit einem GPS-Sender am Auto soll ein Mann den neuen Partner seiner Frau verfolgt und mit einem Komplizen niedergestochen und verprügelt haben. Die beiden Angeklagten müssen sich von heute an vor dem Landgericht Memmingen wegen versuchten gemeinschaftlichen Mordes verantworten. Laut Anklage hat der 52-jährige Haupttäter die Trennung seiner Ehefrau nicht akzeptieren wollen. Er brachte einen GPS-Tracker an ihrem Auto an, das der neue Freund nutzte. Zusammen mit dem 41-jährigen Mittäter verfolgte er im Juli 2018 das Opfer in Neu-Ulm. In einem Hinterhalt griffen die Angeklagten mit einem Schlagstock und einem Messer an. Der Mann erlitt schwere Verletzungen. Erst nachdem Anwohner den Übergriff bemerkten, ließen sie ab. Die Angeklagten bestreiten den Tatvorwurf. Mehr als 50 Zeugen sind für die bisher angesetzten fünf Prozesstage vorgeladen. Der letzte Prozesstag ist bisher für den 18. April 2019 (9.30 Uhr) vorgesehen.

Foto: pixabay.com/Björn Bielesch

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