OEW bringen Strom auf die Landstraße: 54 neue Ladesäulen entstehen

Alb-Donau-Kreis, Allgemein, Biberach Freitag, 21. Dezember - 2018 11:21

Die Oberschwäbischen Elektrizitätswerke wollen 54 Ladesäulen für den ländlichen Raum Oberschwabens aufbauen. Mit Umkreisen von jeweils etwa 50 Kilometern um jede Säule soll ein dichtes Ladenetz entstehen. Damit wollen die OEW E-Autofahrten über Land besser ermöglichen. Die neuen Säulen in den Landkreisen Alb-Donau-Kreis, Biberach, Bodenseekreis, Freudenstadt, Ravensburg, Reutlingen, Rottweil, Sigmaringen und Zollernalbkreis werden von der EnBW errichtet und betrieben. In Markdorf im Bodenseekreis ist nun die erste dieser neuen Ladesäulen offiziell in Betrieb genommen worden. Rund 700.000 Euro kostet diese Infrastrukturmaßnahme. Etwa 60 Prozent davon trägt der Zweckverband Oberschwäbische Elektrizitätswerke, 40 Prozent der Kosten werden vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur im Rahmen des Förderprogramms für den Aufbau von Ladeinfrastruktur in Deutschland übernommen. Bis zum Jahresende sollen die meisten der 54 Säulen stehen. Geplant sind Standorte in Albstadt, Bad Saulgau, Bad Schussenried, Bad Waldsee, Bad Wurzach, Baienfurt, Balingen, Biberach, Blaubeuren, Deißlingen, Dunningen, Ehingen, Engstingen, Erbach, Gammertingen, Haigerloch, Hechingen, Isny, Langenau, Laupheim, Leutkirch, Loßburg, Meckenbeuren, Mengen, Meßkirch, Meßstetten, Munderkingen, Münsingen, Oberndorf a. N., Ochsenhausen, Pfalzgrafenweiler, Pfullendorf, Pfullingen, Ravensburg, Riedlingen, Rosenfeld, Rot an der Rot, Rottweil, Salem, Schemmerhofen, Schömberg, Schramberg, Sonnenbühl, Bad Urach, St. Johann (Gächingen), Stetten am Bodensee, Stetten am kalten Markt, Sulz am Neckar, Waldorf-Häslach, Wangen und Wellendingen. Die Ladesäulen entsprechen dem aktuellen Stand der Technik und sind eine Eigenentwicklung von Smight, einem Corporate Start-up aus dem Hause EnBW. Ausgestattet mit Typ2-Anschlüssen, jeweils einer links und einer rechts an der Ladesäule, können E-Mobilisten an den beiden Ladepunkten mit einer maximalen Leistung von 22 Kilowatt laden. Zusätzlich verfügt die Ladesäule auch noch über einen normalen Schuko-Anschluss, an dem das Laden mit einer maximalen Leistung von 3,7 Kilowatt möglich ist. Damit können bis zu zwei Elektro-Fahrzeuge gleichzeitig aufgeladen werden, vom Pedelc bis zum großen E-Auto. Für die Bezahlung des Ladevorgangs stehen dem Fahrer gleich mehrere Möglichkeiten zur Verfügung: per Ladekarte diverser Anbieter, oder schnell und einfach mit der EnBW mobility+ App. Darüber laden Fahrer von Elektrofahrzeugen derzeit für maximal 1 Euro pro Ladevorgang an Ladestationen wie der in Markdorf. Der Inbetriebnahme dieser ersten Säule in Markdorf gingen rund zwei Jahre Konzeption und Planung voraus. Damit haben die OEW Neuland betreten, denn sie werden operativ tätig und damit in der Region auch sichtbar. Hauptaufgabe des Zweckverbandes ist die Daseinsvorsorge im Energiebereich. So sind die OEW mit 46,75 Prozent kommunale Anteilseigner der EnBW Energie Baden-Württemberg AG. Auch im Bereich Gas- und Breitbandversorgung ist der Zweckverband als Anteilseigner aktiv. Der Zweckverband Oberschwäbische Elektrizitätswerke mit Sitz in Ravensburg ist ein Zusammenschluss der neun Landkreise Alb-Donau-Kreis, Biberach, Bodenseekreis, Freudenstadt, Ravensburg, Reutlingen, Rottweil, Sigmaringen und Zollernalbkreis. Er wurde am 20. Dezember 1909 gegründet, um die Versorgung Oberschwabens mit elektrischer Energie voranzubringen. Daraus hat sich über die Jahre seine heutige Form entwickelt.

Foto: pixabay.com/Joenomias

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