Paradoxon wird untersucht: Einsteins Theorie versus Philophie

Allgemein, Ulm / Neu-Ulm Dienstag, 8. Oktober - 2019 14:58

Physiker aus Ulm und Hannover wollen die Schnittstelle zwischen Albert Einsteins Relativitätstheorie und ihren philosophischen Konsequenzen untersuchen.

Der Gründungsvater moderner Physik hat sich zeitlebens daran gerieben. Am Zwillingsparadoxon aus der Relativitätstheorie wollen sich jetzt die Wissenschaftler von heute reiben.

Mit einer zehn Meter hohen Atomfontäne, die jetzt in Hannover gebaut wird, soll eine quantenmechanische Variante des Zwillingsparadoxon überprüft werden. Die theoretischen Vorarbeit haben die Physiker in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift Science Advances bereits veröffentlicht.

Zwillingsparadoxon? Ein kleiner Erklärungsversuch…

Stellen sie sich vor, sie haben einen Zwilling. Und der reist grade mit Lichtgeschwindigkeit zum Jupiter und schaut dabei auf eine große Uhr, die auf der Erde steht.

Das Bild der Uhr kommt bei ihm übers Licht ins Auge, also mit derselben (Licht-)Geschwindigkeit, mit der er grade durchs Weltall düst. Damit bleibt für seinen Blick die Uhr stehen, da bewegt sich kein Zeiger.

Der Clou: nicht nur die Uhr bewegt sich für ihn nicht nicht, sondern die Zeit auf der Erde ebenfalls nicht. Sie bleibt für ihn während seines Fluges einfach stehen.

Für seinen Erdenzwilling aber nicht. Für den läuft sie ganz normal weiter. Ist der reisende Zwilling dann auf dem Jupiter angekommen, waren es für ihn vielleicht gefühlte Minuten. Für seinen Bruder auf der Erde sind aber schon mehrere Stunden vergangen.

Wenn sich die beiden eines Tages auf der Erde wiedersehen, dann ist der Zwilling, der auf der Erde geblieben ist älter als sein „zeitreisender“ Bruder.

Foto: pixabay

Das könnte Sie auch interessieren:


Tags: