20-Jähriger in Pfuhl überrollt – Strafe für Unglücksfahrer

Allgemein, Polizeimeldungen, Ulm / Neu-Ulm Donnerstag, 10. Oktober - 2019 16:30

Es war ein tragischer Verkehrsunfall: Mitte Juni starb nachts ein 20-Jähriger zwischen Pfuhl und Burlafingen, weil er mitten auf der Straße lag und seinen Alkoholrausch ausschlafen wollte. Das Amtsgericht Neu-Ulm hat jetzt den Unglücksfahrer verurteilt.

Der 32-Jährige muss eine Geldstrafe zahlen und hat ein dreimonatiges Fahrverbot erhalten – wegen fahrlässiger Tötung und Fahrerflucht.

Der Mann hatte mit Tempo 90 den 20-Jährigen überfahren und war zunächst abgehauen, kehrte aber später wieder um. Am Unglücksort galt zwar Tempo 100. Trotzdem hätte der Mann nach Auffassung der Richter dort nur Tempo 45 fahren dürfen, um rechtzeitig vor einem Hindernis anhalten zu können.

Meldung vom 18.06.2019:

An die Unfallstelle haben Trauernde Blumen, Kerzen und ein Holzkreuz gebracht.

Nach dem Tod des 20-jährigen zwischen Burlafingen und Pfuhl in der Nacht auf Sonntag soll eine Obduktion für Klarheit sorgen. Er war auf dem Heimweg von einem Fest überfahren worden und gestorben. Der Unfallfahrer war laut Polizei ein 32-jähriger Neu-Ulmer. Er wählte den Notruf, fuhr dann aber weiter. Offenbar hatte der 20jährige schon auf der Straße gelegen, als der Unfall passierte.

Foto: pixabay/fsHH1

Meldung vom 17. Juni

Es war ein tragischer Verkehrsunfall: In der Nacht auf Sonntag wurde gegen 3 Uhr ein 20-Jähriger zwischen Pfuhl und Burlafingen angefahren und erlag noch vor Ort seinen Verletzungen. Bisher wurde davon ausgegangen, der Unfallverursacher habe Fahrerflucht begangen – doch jetzt gibt es neue Erkenntnisse.

Nach dem tragischen Verkehrsunfall in der Nacht von Samstag auf Sonntag  ermitteln die Beamten der Polizeiinspektion weiter auf Hochtouren weiter. Auch ein unfallanalytisches Gutachten ist momentan in Arbeit.

Am vergangenen Sonntag gegen 3.30 Uhr erreichte die Polizei ein Notruf. Der Anrufer meldete einen auf der Kreisstraße NU8 bei Pfuhl liegenden leblos wirkenden Mann. Daraufhin wurden sofort Beamte der Neu-Ulmer Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst alarmiert. Dennoch verstarb der Mann noch am Unfallort.

Doch keine Fahrerflucht im eigentlichen Sinne?

Der Unfall-Verursacher war zunächst nicht bekannt und die Polizei ging von Fahrerflucht aus. Deswegen kontaktierten die Beamten nochmal den Erstmitteiler, der in der Nacht den Notruf absetzte. Während der Befragung des 32-Jährigen ergab sich ein Tatverdacht, weshalb sein Fahrzeug genau untersucht wurde. Hierbei gelang es den Beamten tatsächlich kleinere Spuren festzustellen, welche auf eine Beteiligung am Verkehrsunfall schließen lassen.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand lag der 20-jährige Verstorbene auf der Kreisstraße, als er vom Fahrzeug des 32-Jährigen erfasst wurde, der in Richtung Thalfingen unterwegs war. Hinsichtlich der Todesursache bedarf es noch weiterer Ermittlungen. Daraufhin rief der Autofahrer seinen Angaben nach im Schockzustand den Notruf und setzte die Rettungskette in Gang. Über die Beteiligung am Verkehrsunfall täuschte er jedoch hinweg und verließ danach die Unfallstelle. Hinweise auf eine Alkohol- oder Drogenbeeinflussung liegen bei ihm bislang nicht vor.

Die Staatsanwaltschaft Memmingen ordnete die Obduktion des Verstorbenen an, die am Dienstag durchgeführt wird.

Die Polizei Neu-Ulm und Staatsanwaltschaft Memmingen ermittelt gegen den Autofahrer wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung und der Verkehrsunfallflucht. Das Gutachten des Sachverständigen wird in einigen Wochen erwartet; bis dahin können vermutlich keine weiteren Angaben zum Ablauf gemacht werden.


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