Schlecker verzichtet auf Schuldenerlass

Alb-Donau-Kreis, Allgemein, DONAU 3 FM Region Samstag, 27. Januar - 2018 8:11

Der Ehinger Ex-Drogeriemarktkönig Anton Schlecker bleibt auf seinen Schulden sitzen. Das bestätigte ein Sprecher des Insolvenzverwalters. Der 73-Jährige soll über eine halbe Milliarde Euro Schulden haben. Schlecker selbst hat den Antrag auf eine Restschuldbefreiung zurückgezogen. Sechs Jahre nach Eröffnung eines Insolvenzverfahrens kann ein Schuldner von den Schulden befreit werden, wenn er sie nicht begleichen kann. Damit kam Schlecker seinen rund 23.000 Gläubigern zuvor. Einige hatten geplant, dagegen vorzugehen, wenn Schlecker künftig als schuldenfreier Mann gilt. Anton Schlecker muss nun alle zwei Jahre seine Vermögenswerte offenlegen. Er war wegen Bankrotts zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden.

Meldung vom 12.12.2017:

Kaum hat er begonnen, wurde er schon wieder vertagt! Der Prozess in Österreich gegen die Familie des Ehinger Ex-Drogeriemarktkönigs Anton Schlecker wird wohl erst im Frühjahr weitergehen. Bis Ende Januar müssen dem Landgericht Linz weitere Dokumente vorgelegt werden. Beide Seiten sollen ihre Argumente genauer erläutern. Der Insolvenzverwalter der Schlecker-Nachfolgefirma Dayli fordert 20 Millionen Euro Schadenersatz von der Ehefrau von Anton Schlecker, sowie von den beiden Kindern. In Form von unzulässigen Krediten sollen 174 Millionen Euro von Österreich nach Deutschland geflossen sein. Dayli hatte rund 1.000 Schlecker-Filialen in Österreich übernommen, musste ein Jahr später dann aber auch Insolvenz anmelden.

Stand 9 Uhr:

Mit der Schlecker-Pleite befasst sich von heute an das Landgericht Linz in Österreich. In einem Zivilprozess will der Insolvenzverwalter der Schlecker-Nachfolgefirma Dayli 20 Millionen Euro Schadenersatz von Anton Schleckers Ehefrau sowie seinen beiden Kindern erstreiten. Als Mitglieder im Aufsichtsrat von Schlecker haben sie nach Auffassung des Klägers zugelassen, dass zwischen 2008 und 2011 insgesamt 174 Millionen Euro von der österreichischen Tochterfirma an das deutsche Mutterunternehmen als unzulässige Kredite abgeflossen sind. Die Beklagten werden nach Auskunft ihres Anwalts nicht zum ersten Prozesstag erscheinen, der nur organisatorische Fragen des Verfahrens klären soll. Dayli hatte im August 2012 knapp 1000 Schlecker-Filialen in Österreich nach der Pleite der Kette übernommen. Ein knappes Jahr später musste auch Dayli Insolvenz anmelden. Anton Schlecker war vor zwei Wochen vom Landgericht Stuttgart wegen Bankrotts zu zwei Jahren Haft auf Bewährung sowie zu einer Geldstrafe von 54 000 Euro verurteilt worden. Sohn Lars Schlecker erhielt zwei Jahre und neun Monate, Tochter Meike zwei Jahre und acht Monate Haft. Sie haben gegen das Urteil Berufung eingelegt. (dpa)

Meldung vom 04.12.2017:

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart legt keine Revision gegen das Urteil für den Ehinger Ex-Drogeriemarktkönig Anton Schlecker ein. Man ist soweit zufrieden mit dem Urteil – die Staatsanwälte jedenfalls. Die Schlecker-Kinder haben aber Revision eingelegt. Anton Schlecker bekam eine Bewährungsstrafe, seine zwei Kinder müssen je über zwei Jahre in Haft.

Meldung vom 28.11.2017:

Lars und Meike Schlecker wollen nicht ins Gefängnis. Die Kinder des Ehinger Ex-Drogeriemarktkönigs Anton Schlecker legen Revision gegen das Urteil im Bankrott-Prozess ein. Das Landgericht Stuttgart hatte sie wegen Untreue, Insolvenzverschleppung, Bankrotts und Beihilfe zum Bankrott ihres Vaters verurteilt. Die Schlecker-Kinder müssen dafür jeweils für rund drei Jahre in Haft. Sie hatten sich kurz vor dem Aus der Drogeriemarktkette zu Unrecht Gewinne aus ihrer zum Schlecker-Konzern gehörenden Logistik-Firma ausbezahlt.

Meldung vom 27.11.2017:

Im acht Monate dauernden Bankrott-Prozess gegen Anton Schlecker hat das Landgericht Stuttgart heute das Urteil gefällt. Ehingens Ex-Drogeriemarktkönig bekommt zwei Jahre auf Bewährung. Außerdem muss der 73-Jährige 54.000 Euro Geldstrafe zahlen. Seine Kinder müssen ins Gefängnis. Viele ehemalige Schlecker-Frauen verfolgten das Urteil. Sie nahmen das für Anton Schlecker enttäuscht zur Kenntnis, beim Urteil für Schleckers Kinder gab es Beifall. Das Gericht blieb deutlich unter der von der Staatsanwaltschaft geforderten Strafe. Die hatte für Anton Schlecker drei Jahre Gefängnis gefordert.

Stand 15 Uhr:

Im Bankrott-Prozess gegen Ehingens Ex-Drogeriemarktkönig Anton Schlecker ist heute das Urteil gefallen. Er muss von der drohenden Pleite seines Konzerns gewusst haben, ist sich das Landgericht Stuttgart sicher. Trotzdem schaffte er Millionen beiseite. Dafür bekam er eine zweijährige Bewährungsstrafe. Anton Schleckers Kinder Lars und Meike müssen jeweils rund drei Jahre ins Gefängnis. Sie können aber noch Berufung gegen das Urteil einlegen.

Stand 13 Uhr:

Im Schlecker-Bankrott-Prozess sind die Urteile gefallen. Ehingens Ex-Drogeriemarktkönig Anton Schlecker muss nicht hinter Gitter, er kommt mit einer zweijährigen Bewährungsstrafe davon. Seine Kinder Lars und Meike hingegen müssen ins Gefängnis – jeweils mehr als zweieinhalb Jahre wegen Insolvenzverschleppung und Betrugs.

Stand 7 Uhr:

Wann wusste Anton Schlecker, dass sein Drogerieimperium nicht mehr zu retten ist? Diese Frage beschäftigt das Landgericht Stuttgart bereits seit acht Monaten. Heute nun wird das Urteil verkündet. Dem 73-Jährigen wird vorgeworfen, Millionen zur Seite geschafft zu haben, als er die Insolvenz seines Unternehmens schon absehen konnte. Die Staatsanwaltschaft hat drei Jahre Haft für Anton Schlecker gefordert. Angeklagt sind auch Schleckers Kinder Lars und Meike. Die Drogeriekette Schlecker ging 2012 pleite.

Meldung vom 20.11.2017:

„Was ändert es, wenn die Familie Schlecker ins Gefängnis muss? Anton Schlecker soll sich aufrichtig entschuldigen!“ Das fordert Ex-Schlecker-Gesamtbetriebsratschefin Christel Hoffmann. Und weiter: „Von ihrer Verantwortung kann und werde ich die Familie Schlecker nicht frei sprechen.“ Heute wurden im Prozess gegen Ehingens Ex-Drogeriemarktkönig die Plädoyers gehalten. Anton Schlecker soll für drei Jahre in Haft, fordert die Staatsanwaltschaft. Die Verteidiger halten das für überzogen

Stand 15 Uhr:

Die Staatsanwaltschaft will Ehingens Ex-Drogeriemarktkönig Anton Schlecker im Gefängnis sehen. In ihrem Plädoyer forderte sie eine dreijährige Haftstrafe für den 73-Jährigen. Die Verteidigung hält das für überzogen, empfahl dem Gericht aber kein konkretes Strafmaß. Während die Verteidiger von einem minderschweren Fall ausgehen, wirft die Staatsanwaltschaft Schlecker vor, vor der drohenden Insolvenz Geld beiseite geschafft zu haben. Auch für Schleckers mitangeklagte Kinder forderte sie Haftstrafen. Das Urteil soll heute in einer Woche fallen.

Stand 13 Uhr:

Der Bankrott-Prozess gegen Ehingens Ex-Drogeriemarktkönig Anton Schlecker geht in die Schlussphase. Heute stehen die Plädoyers an. Mit Spannung wird die Forderung der Verteidigung erwartet. Die Staatsanwaltschaft forderte drei Jahre Gefängnis für den 73-Jährigen, weil er vor der Pleite seiner Drogeriekette Millionen zur Seite geschafft haben soll. Seine mit angeklagten Kinder, Lars und Meike, sollen für zwei Jahre und zehn Monate bzw. zwei Jahre und acht Monate in Haft.

Stand 11 Uhr:

Ex-Drogeriemarktkönig Anton Schlecker soll nach dem Willen der Staatsanwaltschaft für drei Jahre ins Gefängnis. Diese Strafe beantragten die Vertreter der Anklage im Bankrottprozess gegen den 73-Jährigen am Montag in ihrem Plädoyer am Landgericht Stuttgart. Aus ihrer Sicht hat Schlecker vor der Insolvenz der einst größten Drogeriemarktkette Europas mehrere Millionen Euro beiseite geschafft und damit dem Zugriff der Gläubiger entzogen. Außerdem soll Schlecker jahrelang überhöhte Stundensätze an die Logistik-Tochterfirma LDG gezahlt und damit ebenfalls einen Millionenschaden verursacht haben.

Stand 8.30 Uhr:

Der Endspurt im Mammut-Bankrott-Prozess gegen Ehingens Ex-Drogeriemarktkönig Anton Schlecker wird eingeläutet! Heute sind vor dem Landgericht Stuttgart die Plädoyers geplant. Das Urteil könnte dann am kommenden Montag fallen. In der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass die Familie Schlecker weitere vier Millionen Euro an den Insolvenzverwalter überwiesen hatte. Damit erhoffen sich Anton Schlecker und seine beiden mit angeklagten Kinder Meike und Lars wohl eine etwas mildere Strafe. 2013 hatte die Familie schon einmal gut zehn Millionen Euro in die Insolvenzmasse gezahlt.

Meldung vom 13.11.2017:

„Es ist nichts mehr da!“ Das sagte Meike Schlecker, die Tochter des Ehinger Ex-Unternehmers Anton Schlecker, kurz nach dem Aus der Drogeriemarkt-Kette. Es ist aber wohl doch noch Geld da. Wie heute im Bankrott-Prozess gegen Schlecker bekannt wurde, hat die Familie weitere vier Millionen Euro an den Insolvenzverwalter gezahlt. Die mitangeklagten Kinder Lars und Meike gaben jeweils eine Million, Schleckers Frau Christa zwei Millionen Euro. Anton Schlecker hingegen soll durch die Insolvenz sein ganzes Vermögen verloren haben. Lars Schlecker sprach von einer Wiedergutmachung des Schadens. 2013 hatten die Schleckers schon einmal rund zehn Millionen Euro an den Insolvenzverwalter gezahlt. Das ist aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein, denn die Forderungen der Gläubiger liegen inzwischen bei über einer Milliarde Euro. Heute in einer Woche sind die Plädoyers geplant, am 27. November könnte dann das Urteil fallen.

Meldung vom 10.11.2017:

Im Schlecker-Prozess vor dem Stuttgarter Landgericht werden die Plädoyers um eine Woche verschoben. Ursprünglich sollte die Staatsanwaltschaft kommenden Montag plädieren.  Wie das Gericht heute mitteilt,  sollen die Plädoyers nun die Woche drauf am 20. November gehalten werden. Dem einstigen Ehinger Drogeriemarktkönig Anton Schlecker wird vorsätzlicher Bankrott vorgeworfen.

Meldung vom 23.10.2017:

Jetzt steht es fest! Ehingens Ex-Drogeriemarktkönig Anton Schlecker kann in seinem Bankrott-Prozess auf eine mildere Strafe hoffen. Die Vorwurfsliste gegen den 72-Jährigen ist etwas kürzer geworden, da das Gericht das Verfahren wie erwartet in einigen Punkten eingestellt hat. Am 13. November könnte die Beweisaufnahme geschlossen werden und die Staatsanwaltschaft ihr Plädoyer halten. Auch die mitangeklagten Kinder von Anton Schlecker haben nun eine etwas kürzere Vorwurfsliste.

Stand 12 Uhr:

Im Bankrottprozess gegen den Ehinger Ex-Drogeriemarktkönig Anton Schlecker könnte das drohende Strafmaß deutlich sinken. Der Vorsitzende Richter hatte vergangene Woche vorgeschlagen, einen Großteil der Anklagepunkte zu streichen. Die Staatsanwaltschaft soll heute dazu Position beziehen. Und sobald das passiert ist, erfahren sie es bei DONAU 3 FM.

Meldung vom 16.10.2017:

Der Ehinger Ex-Drogeriemarktkönig Anton Schlecker sieht sich vor Gericht mit deutlich weniger Vorwürfen konfrontiert. Das Landgericht Stuttgart legte heute in dem Bankrottprozess gegen den 72-Jährigen eine Liste mit Klagepunkten vor, die fallengelassen werden sollen. Dadurch würde sich das mögliche Strafmaß wesentlich reduzieren. Die Staatsanwaltschaft will bis zur nächsten Woche entscheiden, ob sie der Kürzung der Vorwurfsliste zustimmt.

Stand 6 Uhr:

Der Bankrott-Prozess gegen Ehingens Ex-Drogeriemarktkönig Anton Schlecker geht langsam in die Zielgeraden. Der heutige Verhandlungstag am Stuttgarter Landgericht dürfte wenig ereignisreich sein, da kein weiterer Zeuge geladen ist. Spannend wird es im November, dann könnte die Beweisaufnahme abgeschlossen sein und die Plädoyers und das Urteil folgen. Seit März läuft der Prozess. Zuletzt hatte die Staatsanwaltschaft ihre Vorwürfe etwas abgeschwächt.

Meldung vom 09.10.2017:

Kann Ehingens Ex-Drogeriemarktkönig Anton Schlecker mit einer milderen Strafe rechnen? Im Bankrottprozess hat die Anklage ihre Vorwürfe etwas abgeschwächt. Die Staatsanwaltschaft glaubt nun, dass Schlecker erst Ende 2010 von einer drohenden Zahlungsunfähigkeit wusste. Zuvor gingen sie davon aus, dass Schlecker schon ein Jahr zuvor das Unheil kommen sah. Er soll deshalb Firmenvermögen an seine Familie verschoben haben. Insolvenz angemeldet hatte Anton Schlecker erst im Januar 2012.

Foto: DONAU 3 FM

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