Sieben neue E-Ladesäulen in Betrieb genommen

Allgemein, Biberach Donnerstag, 12. September - 2019 15:59

Auch im Landkreis Biberach wächst die Ladeinfrastruktur für E-Autos.

Dort sind heute sieben neue Ladesäulen für Elektroautos offiziell in Betrieb genommen worden. Die Ladesäulen des Energieversorgers EnBW wurden  unter anderem in Bad Schussenried, Biberach und Laupheim aufgestellt. Die Kosten belaufen sich auf rund 90.000 Euro.

Das schreibt das Landratsamt dazu:

Vor hundert Jahren haben die Oberschwäbischen Elektrizitätswerke (OEW) elektrischen Strom aufs Land gebracht. Jetzt bringt der Zweckverband Elektro-Power auf die Landstraßen Oberschwabens. Denn 54 moderne Ladesäulen lässt der Zweckverband aktuell im ländlichen Raum seiner neun Verbandslandkreise aufstellen. Sieben davon im Landkreis Biberach und zwar in Bad Schussenried, Biberach, Laupheim, Ochsenhausen, Riedlingen, Rot an der Rot und Schemmerhofen. Landrat Dr. Heiko Schmid, Colette Rückert-Hennen, Vorstandsmitglied der EnBW AG, Barbara Endriss, Geschäftsführerin der OEW, Bürgermeister Andreas Denzel (Ochsenhausen), Bürgermeisterin Irene Brauchle (Rot an der Rot), Bürgermeister Marcus Schafft (Riedlingen) sowie Thomas Stäbler, Leiter des EnBW-Regionalzentrums Oberschwaben haben heute in Ochsenhausen die Ladesäulen offiziell vorgestellt und in Betrieb genommen.

„Als OEW und Landkreis wollen wir mit diesem Projekt die E-Mobilität im ländlichen Raum ausbauen, indem wir landkreisweit eine Ladeinfrastruktur voranbringen“, sagt Landrat Dr. Heiko Schmid auch in seiner Eigenschaft als Mitglied des Verwaltungsrates der OEW. „Dazu hat die OEW in ihrem Verbandsgebiet annähernd 700.000 Euro investiert, davon rund 90.000 im Landkreis Biberach. Mit 270.000 Euro wurden wir vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert.“. Parallel dazu stelle man den Fuhrpark des Landratsamtes sukzessive auf E-Autos um. Außerdem werde man als Landkreis weitere Ladesäulen im Parkhaus im Wielandpark und in der Tiefgarage im Neubau des Verwaltungsgebäudes im Biberacher Landratsamt schaffen.

„Der Ausbau einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur ist elementarer Bestandteil unseres Engagements in Sachen Elektromobilität. Bereits heute stellen wir mit unseren Roaming-Partnern ein Ladenetz mit einer Abdeckung von mehr als 90 Prozent aller öffentlich verfügbaren Ladestationen zur Verfügung“, erklärt EnBW-Vorstandsmitglied Colette Rückert-Hennen. „Auch der Zugang zu den Ladesäulen ist denkbar einfach: Mit unserer EnBW mobility+ App finden E-Mobilisten über 28.000 Ladepunkte in Deutschland, Österreich und der Schweiz.“

Die Ladesäulen entsprechen dem aktuellen Stand der Technik und sind eine Eigenentwicklung von Smight, einem Corporate Start-up aus dem Hause EnBW. Ausgestattet mit Typ2-Anschlüssen, jeweils einer links und einer rechts an der Ladesäule, können E-Mobilisten an den beiden Ladepunkten mit einer maximalen Leistung von 22 Kilowatt laden. Zusätzlich verfügt die Ladesäule auch noch über einen normalen Schuko-Anschluss, an dem das Laden mit einer maximalen Leistung von 3,7 Kilowatt möglich ist. Damit können bis zu zwei Elektro-Fahrzeuge gleichzeitig aufgeladen werden, vom Pedelec bis zum großen E-Auto. Für die Bezahlung des Ladevorgangs stehen dem Fahrer gleich mehrere Möglichkeiten zur Verfügung: per Ladekarte diverser Anbieter, oder schnell und einfach mit der EnBW mobility+ App- und an Ladestationen wie der in Ochsenhausen zahlt man nur die tatsächlich geladene kWh.

Neuland für die OEW

Der Inbetriebnahme der ersten Säule gingen rund zwei Jahre Konzeption und Planung voraus. Damit haben die OEW Neuland betreten, denn sie werden operativ tätig und damit in der Region auch sichtbar. Hauptaufgabe des Zweckverbandes ist die Daseinsvorsorge im Energiebereich. So sind die OEW mit 46,75 Prozent kommunale Anteilseigner der EnBW Energie Baden-Württemberg AG. Auch im Bereich Gas- und Breitbandversorgung ist der Zweckverband als Anteilseigner aktiv.

Der Zweckverband Oberschwäbische Elektrizitätswerke mit Sitz in Ravensburg ist ein Zusammenschluss der neun Landkreise Alb-Donau-Kreis, Biberach, Bodenseekreis, Freudenstadt, Ravensburg, Reutlingen, Rottweil, Sigmaringen und Zollernalbkreis. Er wurde am 20. Dezember 1909 gegründet, um die Versorgung Oberschwabens mit elektrischer Energie voranzubringen. Daraus hat sich über die Jahre seine heutige Form entwickelt.

Laden kann man an den Ladesäulen der Oberschwäbischen Elektrizitätswerke entweder für 0,39 Euro pro kWh ohne Grundgebühr oder für 0,29 Euro pro kWh mit einer Grundgebühr in Höhe von 4,99 Euro pro Monat.

 

Bildunterschrift: Von links: Bürgermeister Andreas Denzel (Ochsenhausen), Thomas Stäbler, Leiter des EnBW-Regionalzentrums Oberschwaben, Bürgermeister Marcus Schafft (Riedlingen), Bürgermeisterin Irene Brauchle (Rot an der Rot), Landrat Dr. Heiko Schmid, Colette Rückert-Hennen, Vorstandsmitglied der EnBW AG, Barbara Endriss, Geschäftsführerin der OEW bei der Vorstellung der Ladesäule in Ochsenhausen

Foto: Landratsamt Biberach

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