Stickstoffdioxid-Wert in Ulm: das sagt sie Stadt dazu!

Allgemein, DONAU 3 FM Region, Heidenheim, Ulm / Neu-Ulm Dienstag, 18. Juni - 2019 9:33

Die Stadt Ulm hat sich zum erhöhten Stickstoffdioxid-Wert geäußert.

Der Wert, gemessen in der Zinglerstraße, liegt leicht über dem EU-Grenzwert. Allerdings sei die Belastung in den vergangenen zehn Jahren erheblich und kontinuierlich gesunken.

Im Detail wurde in der Ulmer Zinglerstraße ein Jahresmittelwert von 43 Mikrogramm Stickstoffdioxid (NO2) pro Kubikmeter Luft gemessen. Der EU-Grenzwert liegt bei 40 Mikrogramm. Vor einigen Jahren lag die Belastung in der Zinglerstraße noch bei über 60 Mikrogramm. Sie ist in den letzten zehn Jahren also kontinuierlich gesunken.

In der Karlstraße wurden dagegen 35 Mikrogramm gemessen. Hier zeigt die Umgestaltung der Karlstraße schon Wirkung. Noch vor fünf Jahren war der Wert deutlich höher.

Die Stadt rechnet damit, dass die Werte weiter sinken, wenn der Bau am Hauptbahnhof fertig ist und es sich weniger staut. Außerdem will die Stadt Ulm in nachhaltige Mobilität und moderne Stadtentwicklung inverstieren.

Meldung vom 17.06.2019:

In 13 Städten in Baden-Württemberg ist die Luft im vergangenen Jahr zu stark mit gesundheitsschädlichem Stickstoffdioxid (NO2) belastet gewesen – auch in Ulm.

Fest steht: Nirgendwo sonst in Deutschland ist die Luft so stark belastet gewesen wie in Stuttgart. Das geht aus einer Auswertung des Umweltbundesamtes (UBA) hervor, die am Montag veröffentlicht wurde. Demnach lag Stuttgart mit 71 Mikrogramm NO2 pro Kubikmeter Luft vor Darmstadt mit 67 und München mit 66 Mikrogramm.

Überschritten wurde der Grenzwert, der bei 40 Mikrogramm liegt, laut UBA 2018 aber auch in Reutlingen (53), Heilbronn (52), Ludwigsburg (51), Freiburg (50), Backnang (49), Mannheim (47), Tübingen (46), Esslingen (45), Leonberg (45), Sindelfingen (45), Ulm (43) und Herrenberg (41). Teilweise waren die Werte schon seit Ende Januar bekannt, für einige Messstationen liegen sie hingegen erst jetzt vor.Heidenheim, Pleidelsheim und Leinfelden-Echterdingen lagen nach Überschreitungen im Jahr 2017 nun unter dem Grenzwert. Für Mühlacker, 2017 ebenfalls oberhalb der 40-Mikrogramm-Marke, liegen in der UBA-Auflistung keine Daten für 2018 vor.

Deutschlandweit waren die NO2-Werte im vergangenen Jahr in 57 Städten zu hoch. Das waren laut Umweltbundesamt acht Städte weniger als im Jahr davor. Die Jahresmittelwerte an verkehrsnahen Messstationen lagen rund 1,5 Mikrogramm unter denen des Jahres 2017. In 13 Städten, die damals noch über dem Grenzwert lagen, wurde er jetzt einhalten. Dafür rutschten aber fünf zurück in den problematischen Bereich. Wie schon im Vorjahr lag die Belastung in 15 Städten über 50 Mikrogramm. Sie gelten als «Intensivstädte», für die es besondere Hilfen gibt. Dortmund und Berlin sind neu dabei, Backnang (Rems-Murr-Kreis) und Bochum liegen nun unter der Marke bei 49 beziehungsweise 48 Mikrogramm. Es brauche eine schnelle Nachrüstung älterer Dieselautos mit wirksamen Katalysatoren, um den EU-Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft im Jahresmittel überall einzuhalten, forderte UBA-Präsidentin Maria Krautzberger am Montag. Überhöhte NO2-Werte sind der Grund für Fahrverbote für ältere Diesel in Stuttgart, Hamburg und Darmstadt. Andere Städte – etwa Berlin – könnten folgen. NO2 in Städten stammt zu einem großen Teil aus Diesel-Abgasen.


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