Tolu erleichtert über Aufhebung von Ausreisesperre gegen Ehemann

Allgemein, Ulm / Neu-Ulm Dienstag, 16. Oktober - 2018 14:32

Die Ulmer Journalistin Mesale Tolu zeigt sich erleichtert über die Aufhebung der Ausreisesperre gegen ihren Mann. Das Istanbuler Gericht hatte am Dienstag die Ausreisesperre gegen Suat Corlu bei der Fortsetzung der Verhandlung aufgehoben. Der Prozess wegen Terrorvorwürfen gegen das Ehepaar wurde auf den 10. Januar vertagt. «Das bedeutet für meine Familie, dass sie endlich wieder zusammenkommen kann», sagte Tolu vor dem Justizpalast im Viertel Caglayan in Istanbul. Ihr dreijähriger Sohn könne nun endlich seinen Vater sehen. «Wir wurden auseinandergerissen und diese Phase hat eigentlich viel zu lange gedauert», sagte sie. «Wir haben jetzt unsere Freiheit erlangt.» Tolu kritisierte aber auch, das Verfahren gegen sie und ihren Mann sei «von Anfang an sehr ungerecht» gewesen. Ihr Mann Suat Corlu sagte, er freue sich, dass das «gesetzeswidrige Hindernis» der Ausreisesperre aus dem Weg geräumt wurde. Der deutsche Generalkonsul Michael Reiffenstuel, der als Beobachter am Prozess teilnahm, begrüßte die Entscheidung ebenfalls. Sie berücksichtige das «Kindeswohl» und mache damit möglich, dass die Familie wieder zusammengeführt werde, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Der 33-Jährigen Tolu und ihrem Ehemann werden Verbindungen zur linksextremen Marxistisch-Leninistischen Kommunistischen Partei MLKP vorgeworfen, die in der Türkei als Terrororganisation gilt. Die Journalistin hatte vergangenes Jahr bereits mehr als sieben Monate in U-Haft verbracht und war nach ihrer Freilassung im Dezember unter einer Ausreisesperre in der Türkei festgehalten worden. Erst Ende August hatte sie mit ihrem Sohn nach Deutschland fliegen dürfen. Ihr Mann musste bislang in der Türkei bleiben.

Stand: 14:30 Uhr:

Der Ehemann der in der Türkei angeklagten Ulmer Journalistin und Übersetzerin Mesale Tolu darf das Land verlassen. Das Istanbuler Gericht hob die Ausreisesperre gegen Suat Corlu bei der Fortsetzung der Verhandlung am Dienstag auf. Der Prozess wegen Terrorvorwürfen gegen das Ehepaar wurde auf den 10. Januar vertagt. Der 33-Jährigen Tolu und ihrem Ehemann werden Verbindungen zur linksextremen Marxistisch-Leninistischen Kommunistischen Partei MLKP vorgeworfen, die in der Türkei als Terrororganisation gilt. Die Journalistin hatte vergangenes Jahr bereits mehr als sieben Monate in U-Haft verbracht und war nach ihrer Freilassung im Dezember unter einer Ausreisesperre in der Türkei festgehalten worden. Erst Ende August hatte sie mit ihrem Sohn nach Deutschland fliegen dürfen. Ihr Mann musste bislang in der Türkei bleiben.

Stand: 13:00 Uhr:

Die Ulmer Journalistin und Übersetzerin Mesale Tolu hat vor Gericht in Istanbul die Aufhebung der Ausreisesperre gegen ihren Mann und einen Freispruch für ihn und sich gefordert. Ihre Familie sei «geschädigt» worden, weil sie monatelang mit ihrem dreijährigen Sohn in Untersuchungshaft gesessen habe und ihr Mann nicht ausreisen dürfe. «Ich fordere im Namen meines Mannes die Aufhebung der Ausreisesperre und unseren Freispruch.» Die 33-Jährige saß im Gerichtssaal neben ihrem Mann Suat Corlu, der im selben Prozess angeklagt ist.

Stand vom Morgen:

Die Ulmer Journalistin Mesale Tolu will bei ihrem Prozess in Istanbul dabei sein. Am Abend flog sie dafür in die Türkei. Ihr Terrorprozess soll heute fortgesetzt werden. Trotz drohender Haftstrafe will sich Tolu selbst verteidigen und Freispruch beantragen. Außerdem will sie mit dem Erscheinen vor Gericht ihren ebenfalls angeklagten Mann unterstützen.

Foto: HDK-Ulm

Das könnte Sie auch interessieren:


Tags: