Uniklinik Ulm: Hilfe nach Vergewaltigung

Allgemein, Ulm / Neu-Ulm Mittwoch, 12. Februar - 2020 18:13

Die Uniklinik Ulm will Frauen nach einer Vergewaltigung unterstützen und die Opfer vertraulich untersuchen – ohne Polizei. Danach haben die Frauen Zeit, zu überlegen, ob sie Anzeige erstatten oder nicht. Zu dem Thema ist jetzt eine neue Kampagne gestartet.

Plakate zur Kampagne „Medizinische Hilfe & Spurensicherung nach einer Sexualstraftat“ hängen ab kommendem Montag in Bussen, in Einrichtungen und vielen anderen Plätzen. Auch Flyer werden ausgelegt. Sie können die Flyer und Plakate auch im Frauenbüro, Frauenstraße 19, (0731) 161-1061 anfordern und sie in ihrer Einrichtung, Arztpraxis oder Bar auf unbestimmte Zeit aufhängen.

Seit 2015 bereits besteht an der Uniklinik Ulm das Angebot für vergewaltigte Frauen, sich dort vertraulich untersuchen zu lassen. Zudem werden sämtliche Spuren professionell gesichert und  für zwei Jahre in der Klinik aufbewahrt. Sie gelten vor Gericht als Beweismittel.

Die Untersuchung findet ohne Einbeziehung der Polizei statt. Jetzt starten die Frauenberatungsstelle, der Verein Frauen helfen Frauen und die Uniklinik eine gemeinsame Kampagne mit Flyern und Plakaten, um dieses Angebot so publik wie möglich zu machen. Am Mittwoch wurde die Kampagne vorgestellt.

Foto: pixabay.com/ninocare

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