Urspring-Mörder wieder vor Gericht

Allgemein, Ulm / Neu-Ulm Dienstag, 8. Oktober - 2019 16:20

Ein verurteilter Mörder steht seit Dienstag erneut vor dem Landgericht Ulm. Er hatte 2006 einen Mitschüler in der Urspringschule getötet.

Nach Verbüßung einer zehnjährigen Haftstrafe soll der Angeklagte einen damaligen Zeugen mit dem Tod bedroht haben. Anfang dieses Jahres in Ulm soll er zudem in Ulm mehrere Menschen körperlich angegriffen haben.

Die Staatsanwaltschaft will den 30-Jährigen in ein psychiatrisches Krankenhaus einweisen lassen, da er eine Bedrohung für die Öffentlichkeit sei. Ein vorläufiges psychiatrisches Gutachten attestiert ihm Schizophrenie. Deshalb hält die Staatsanwaltschaft ihn bei einigen Taten für schuldunfähig, bei anderen für vermindert schuldfähig. Die Verteidigung fordert dagegen, die Einweisung auf Bewährung auszusetzen.

Die Anklage lautet vor allem auf Bedrohung sowie auf Körperverletzung und versuchte Körperverletzung in mehreren Fällen. Für den Prozess sind 8 Verhandlungstage vorgesehen, an denen 26 Zeugen vernommen werden sollen. Das Urteil wird am 2. Dezember erwartet. Bis zur Verkündung ist die Öffentlichkeit ausgeschlossen, weil laut Gericht «persönliche Umstände des Angeklagten zur Sprache kommen».

2006 hatte das Landgericht Ulm den damals 17-Jährigen wegen Mordes und versuchter Anstiftung zum dreifachen Mord zur höchstmöglichen Jugendstrafe verurteilt. Der Angeklagte hatte einen Mitschüler an der Urspringschule, einem Internat bei Ulm, im Schlaf erstochen, weil der 16-Jährige ihm 50 Euro geschuldet und ihn seiner Ansicht nach gedemütigt hatte. In der Untersuchungshaft versuchte er dann vergeblich, einen Mitinsassen zum Mord an drei Belastungszeugen anzustiften.

Meldung vom Morgen:

Vor 13 Jahren erstach ein 17-Jähriger an der Urspringschule in Schelklingen einen 16-jährigen Kameraden. Jetzt steht er wieder vor Gericht.

10 Jahre Haft, so lautete das Urteil. Der Fall sorgte bundesweit für Schlagzeilen. Ab heute vormittag 10.30 Uhr  steht der Mörder wieder in Ulm vor Gericht.

Der mittlerweile 30-Jährige soll einen damaligen Zeugen mit dem Tode bedroht haben – und das trotz Kontaktverbots. Außerdem wird dem Mann vorgeworfen, Anfang des Jahres in Ulm vier Menschen ohne Grund körperlich angegriffen zu haben.

Nach vorläufiger Einschätzung eines Sachverständigen leidet der Mann unter Schizophrenie

Vor 13 Jahren hatte der heute 30-Jährige in der Urspringschule bei Ulm einen Mitschüler getötet und wurde deshalb zu zehn Jahren Haft verurteilt. Jetzt, nach drei Jahren in Freiheit, wirft die Staatsanwaltschaft dem Angeklagten vor, Anfang des Jahres einen Zeugen von damals mit dem Tod bedroht und weitere Menschen attackiert zu haben.

Der Mann muss sich deshalb nun vor dem Landgericht Ulm verantworten. Kommt die Kammer zu dem Schluss, dass er eine Gefahr für die Allgemeinheit darstellt, kann sie ihn vorerst zeitlich unbegrenzt in eine Psychiatrie einweisen lassen. Nach vorläufiger Einschätzung eines Sachverständigen leidet der Mann unter Schizophrenie, wie es von der Staatsanwaltschaft hieß. Er könnte deswegen bei einigen Taten schuldunfähig gewesen sein. Das Urteil wird am 2. Dezember erwartet.

Als 17-Jähriger hatte der Angeklagte im Internat Urspringschule einen Mitschüler mit vier Messerstichen in den Rücken getötet. Wegen Mordes verhängte das Landgericht Ulm 2006 die höchste Jugendstrafe von zehn Jahren Haft.

Foto: DONAU 3 FM

Das könnte Sie auch interessieren:


Tags: