Wenig Interesse an Infoveranstaltung zum Asylbewerberheim in Neu-Ulm

Allgemein, Ulm / Neu-Ulm Donnerstag, 25. April - 2019 11:14

Im Neu-Ulmer Gewerbegebiet Im Starkfeld ziehen ab Juli allmählich Asylbewerber ein. Bis zu 250 Menschen werden dort auf den Abschluss ihres Asylverfahrens warten, im Schnitt sechs Monate lang. Mit dem Standort soll die Einrichtung in Donauwörth entlastet werden, in der derzeit über 800 Menschen leben. Bei den Neu-Ulmern stößt die Einrichtung auf gemischte Gefühle. Einige befürchten, dass die Stadt unsicherer wird oder ein Brennpunkt entsteht, da es bereits an der Discothek in der Lessingstraße am Wochenende häufig Ärger gibt. Thomas Merk von der Polizei Neu-Ulm sagte, die Polizei habe die Ecke auf dem Schirm und werde genau hinschauen.

Die Asylbewerber kommen zur Hälfte aus der Türkei, zur Hälfte aus Nigeria und Gambia. Bei knapp der Hälfte von ihnen soll es sich um Familien handeln. Da die Asylbewerber bis zum Bescheid nicht arbeiten dürfen, gibt es vier Maßnahmen. Zum einen wird eine Flüchtlings- und Integrationsberatung angeboten, es gibt eine Ehrenamtskoordination, sie haben die Möglichkeit, einen 80ct-Job zu übernehmen oder sie können am Kursangebot des Bamf teilnehmen mit Deutschkursen und ähnlichem. Den Asylbewerbern steht ein Taschengeld von 130 Euro im Monat zur Verfügung und ein ÖPNV-Ticket, das allerdings nicht für Ulm gelten wird, denn: Die Bewohner dürfen das Bundesland Bayern nicht verlassen, weil hier ihr Verfahren läuft. Ihnen den Gang über die Donau nach Ulm zu verwehren dürfte aber schwierig werden.

Foto: Donau 3 FM/Janke

 


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