Rekordbild beim Christopher Street Day in Ulm und Neu-Ulm: Eine 122 Meter lange Regenbogenfahne ist am Samstag von Neu-Ulm nach Ulm getragen worden. Nach Angaben des Vereins Pride Ulm.Neu-Ulm soll sie die größte Regenbogenfahne Deutschlands sein. Die Fahne ist mehr als vier Meter breit. Sie wurde über ein Crowdfunding finanziert und in einer Mitmachaktion zusammengenäht.
Nach Polizeiangaben waren rund 2.500 Menschen bei der Parade dabei. Der Zug führte von Neu-Ulm über die Donau nach Ulm. Die Polizei sprach von einem äußerst friedlichen Verlauf.
Der CSD in Ulm und Neu-Ulm wurde in diesem Jahr zum 15. Mal gefeiert. Das Motto lautete „Von Ufer zu Ufer: Wir halten zusammen!“. Nach der Parade ging das Programm auf dem Ulmer Münsterplatz weiter – mit Reden, Musik, Comedy und Pride Open Air.
Der CSD ist nicht nur ein Fest, sondern auch eine Demonstration. Die Veranstalter setzen sich unter anderem für Gleichberechtigung, Sichtbarkeit und Schutz vor Diskriminierung ein. In ihren Forderungen nennen sie zum Beispiel die rechtliche Gleichstellung aller Familienformen, besseren Schutz vor Hasskriminalität, die Anerkennung geschlechtlicher Vielfalt und inklusive Bildung.
Das Motto „Von Ufer zu Ufer“ passt dabei besonders zu Ulm und Neu-Ulm: Zwei Städte, zwei Bundesländer, verbunden durch die Donau. Der CSD will diese Verbindung als Zeichen für Zusammenhalt nutzen. Seit dem ersten CSD im Jahr 2011 ist die Veranstaltung in der Region gewachsen, seit 2024 trägt der Verein Pride Ulm.Neu-Ulm e.V. die Verantwortung.