Was haben Günzburg und Berlin gemeinsam? Einen 150 Jahre alten bayerischen Traditionsverein! Der „Verein der Bayern in Berlin“ feierte jetzt sein großes Jubiläum in der Bundeshauptstadt. Und der Gründer stammt tatsächlich aus Günzburg! Zu den dreitägigen Feierlichkeiten reiste deshalb auch eine Delegation aus der schwäbischen Stadt an.
Gegründet wurde der Verein im Jahr 1876 vom Günzburger Schriftsteller Dr. Franz Weithmann. Gemeinsam mit 27 weiteren Bayern wollte er seinen Landsleuten in Berlin ein Stück Heimatgefühl vermitteln. Aus dieser Idee wurde eine echte Erfolgsgeschichte. Heute gilt die Vereinigung als ältester noch aktiver Trachtenverein im Deutschen Trachtenverband. 2016 wurde der Verein dafür mit der „Deutschen Trachtentafel in Brillant“ ausgezeichnet.
Zum 150-jährigen Jubiläum gab es in Berlin ein großes Festwochenende mit Trachtentänzen, Blasmusik und einem traditionellen Kirchzug. Auch der Heimat- und Volkstrachtenverein Edelweiß Günzburg war mit seinem Vorsitzenden Michael Demharter vertreten. Gemeinsam mit Günzburgs Zweitem Bürgermeister Stefan Baisch reiste eine Delegation in die Hauptstadt. Als Gastgeschenk hatten die Günzburger ein Fass Radbier im Gepäck, das bei den Feierlichkeiten angezapft wurde.
Günzburgs Oberbürgermeister Michael Jahn konnte zwar nicht persönlich teilnehmen, betonte aber in der Festschrift die besondere Verbindung zwischen seiner Stadt und dem Verein. Dass ein Günzburger vor 150 Jahren den Grundstein für den Traditionsverein gelegt habe, sei eine wunderbare historische Verbindung. Auch der Zweite Bürgermeister Stefan Baisch zeigte sich begeistert von der Gastfreundschaft und dem Zusammenhalt beim Jubiläumsfest. Damit bleibt die Verbindung zwischen Günzburg und den Bayern in Berlin auch nach 150 Jahren lebendig.