1,9 Millionen Euro für Berufsorientierung in Baden-Württemberg

Förderung "ProBeruf"

Ausprobieren statt nur darüber lesen: Rund 7.300 Jugendliche in Baden-Württemberg sollen 2027 und 2028 über das Programm „ProBeruf“ verschiedene Ausbildungsberufe praktisch kennenlernen. Das Land stellt dafür rund 1,9 Millionen Euro bereit.

Das Land Baden-Württemberg verlängert das Berufsorientierungsprogramm „ProBeruf“ für die Jahre 2027 und 2028. Dafür stellt das Wirtschaftsministerium rund 1,9 Millionen Euro bereit. Nach Angaben des Ministeriums sollen rund 7.300 Schüler aus 192 Schulen an dem Programm teilnehmen. Gefördert werden Angebote von insgesamt 20 Kammern und Bildungsträgern.

Bis zu zehn Tage Berufe ausprobieren

„ProBeruf“ richtet sich an Jugendliche ab der siebten Klasse. Sie können verschiedene Berufsfelder auswählen und Ausbildungsberufe praktisch ausprobieren. Die Maßnahmen dauern zwischen fünf und zehn Tagen und umfassen höchstens 80 Stunden. Dabei geht es nicht nur darum, einzelne Berufe kennenzulernen. Die Jugendlichen sollen auch herausfinden, welche Tätigkeiten zu ihren eigenen Interessen und Fähigkeiten passen. Am Ende ist eine individuelle Rückmeldung vorgesehen.

Direkter Einblick in den Berufsalltag

Die Berufserprobung findet in überbetrieblichen oder vergleichbaren Bildungsstätten statt. Dabei sollen möglichst mehrere Berufsfelder angeboten werden, aus denen die Jugendlichen zwei bis drei Bereiche praktisch kennenlernen können. Auch Themen wie Digitalisierung und Veränderungen durch den Klimawandel sollen bei der Berufsorientierung berücksichtigt werden. Praxiserfahrungen gelten auch im Konzept des baden-württembergischen Kultusministeriums als wichtiger Bestandteil der beruflichen Orientierung an Schulen.

Übergang von der Schule in die Ausbildung erleichtern

Ziel des Programms ist es, Jugendlichen die Berufswahl zu erleichtern und den direkten Übergang von der Schule in eine betriebliche Ausbildung zu unterstützen. Gleichzeitig sollen Ausbildungsabbrüche vermieden werden. Die Förderung für 2027 und 2028 läuft über das Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus Baden-Württemberg.

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