2.400 Menschen machen mit: Ulmer Friedenswochen ziehen starke Bilanz

"Frieden schaffen ohne Waffen"

Volle Veranstaltungen, spannende Aktionen und rund 2.400 Teilnehmer: Die Ulmer Friedenswochen haben auch 2026 wieder viele Menschen bewegt. Besonders eine neue Idee in Erbach war ein großer Erfolg.

Frieden bewegt die Menschen in Ulm und der Region: Rund 2.400 Besucher haben bei den 22. Ulmer Friedenswochen mitgemacht. Fünf Wochen lang gab es insgesamt 37 Veranstaltungen rund um Krieg, Frieden und ein friedliches Miteinander. Jetzt ziehen die Organisatoren eine positive Bilanz – üben aber auch Kritik.

Volle Veranstaltungen und großes Interesse

Von Anfang September bis Anfang Oktober haben 30 Gruppen, Vereine und Initiativen aus Ulm und Neu-Ulm gemeinsam die Friedenswochen auf die Beine gestellt. Viele Veranstaltungen waren laut den Organisatoren bis auf den letzten Platz besetzt. Im Mittelpunkt standen die Fragen, wie Konflikte ohne Gewalt gelöst werden können und wie Menschen trotz unterschiedlicher Meinungen miteinander ins Gespräch kommen.

Ein echter Publikumsmagnet waren die beiden Kurzfilm- und Literatur-Wanderungen durch Erbach. Mehr als 200 Menschen waren dabei! Organisiert wurden die Touren vom Heimat- und Kulturverein Erbach. Die Resonanz war so groß, dass sich die Veranstalter vorstellen können, das Format künftig auch in anderen Orten anzubieten.

Veranstalter üben Kritik – und machen weiter

Bei aller Freude über die Besucherzahlen gibt es auch kritische Töne. Die Organisatoren werfen den lokalen und regionalen Medien vor, zu wenig über die Inhalte der Friedenswochen berichtet zu haben.

„Wir bemühen uns auch in Zukunft um einen kritischen Diskurs und um eine Alternative zum engen, höchst eindimensionalen politischen und medialen Meinungskorridor, den wir jeden Tag beobachten können. Sicherheit gibt es nicht mit noch höheren Militärausgaben, höheren Truppenstärken, noch mehr Kampfpanzern und/oder nuklearen Sprengköpfen. Mehr Sicherheit und Frieden-Lernen beginnt dann, wenn sich Gegner die Brille des anderen aufsetzen. Dazu bedarf es aber der Orte und der Formate, an dem das stattfinden kann.“ (Lothar Heusohn, Mit-Organisator Ulmer Friedenswochen)

Fest steht: Das Thema Frieden soll in Ulm auch nach den Aktionswochen präsent bleiben. Mit den Ulmer Friedensdialogen, dem Friedensradio und den Friedensmahnwachen wollen sich die Beteiligten weiterhin für den Austausch über friedliche Lösungen einsetzen.

Alle Infos dazu findet ihr hier.

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