20 Euro fürs Taubenfüttern: Ulmer Rentner zieht vor Gericht

Krümel in den Sedelhöfen führen zum Streit

Ein 74-jähriger Ulmer ist wegen Taubenfüttern in den Sedelhöfen vor Gericht gelandet. Statt ursprünglich 50 Euro muss er 20 Euro zahlen. Hinnehmen will der Rentner das Urteil offenbar nicht.

Ein 74-jähriger Ulmer muss 20 Euro Bußgeld zahlen, weil er Tauben in den Sedelhöfen gefüttert hat. Der Fall landete in der vergangenen Woche vor dem Amtsgericht Ulm. Ursprünglich waren 50 Euro fällig, vor Gericht wurden daraus 20 Euro.

Damit ist die Sache für den Rentner aber offenbar noch nicht erledigt: Laut Neu-Ulmer Zeitung will er weiter gegen das Urteil vorgehen.

Krümel in den Sedelhöfen führen zum Streit

Auslöser des Verfahrens waren Krümel, die der Mann in den Sedelhöfen auf den Boden geworfen hatte. Die wurden anschließend von Tauben gefressen.

Das Problem: In Ulm ist das Füttern von Tauben auf öffentlichen Straßen und Gehwegen sowie in Grün- und Erholungsanlagen verboten.

Warum Ulm das Füttern verbietet

Die Stadt will mit dem Verbot unter anderem verhindern, dass sich die Taubenpopulation weiter vergrößert. Außerdem können Futterreste Ratten anlocken und für zusätzliche Verschmutzungen sorgen. Wer gegen das Fütterungsverbot verstößt, muss mit einem Bußgeld rechnen.

Seit Anfang 2026 hat die Stadt Ulm acht Verstöße gegen das Taubenfütterungsverbot registriert. Nicht jeder gemeldete oder festgestellte Fall führt automatisch zu einem Bußgeldverfahren.

Und bei dem 74-jährigen Ulmer beschäftigt das inzwischen das Gericht – und könnte noch weitergehen.

Das könnte Dich auch interessieren

28.08.2026 Ulmer Landgericht: Fall um versuchten Mord in Göppingen Rund acht Monate nach einem mutmaßlichen Mordversuch an einen Döner-Imbissbesitzer hat der mutmaßliche Schütze zwar den Schuss auf den Mann eingeräumt. Er betonte aber vor dem Ulmer Landgericht über seinen Anwalt, er habe mit Absicht an ihm vorbeigeschossen. «Ich wollte niemanden treffen oder töten», sagte er demnach zum Prozessauftakt. «Es sollte eine letzte Warnung sein.» 12.08.2026 Messerangriff in Ulm - Gericht ordnet Psychiatrie an Ein 30 Jahre alter Mann ist wegen eines Messerangriffs auf drei Beschäftigte eines Ulmer Elektrofachmarktes und zwei Polizisten vom Vorwurf des Mordes freigesprochen worden. Grund ist seine schwere psychische Erkrankung. Das Ulmer Landgericht verhängte jedoch seine Unterbringung in einer geschlossenen psychiatrischen Einrichtung «auf unbestimmte Zeit». Die Kammer sah es als erwiesen an, dass der Mann 04.08.2026 Messerattacke im Ulmer Media-Markt: Gericht prüft psychische Erkrankung des Angeklagten Im Prozess um die Messerattacke im Ulmer Media-Markt rückt der psychische Zustand des 30-jährigen Angeklagten in den Mittelpunkt. Wie die Südwest Presse berichtet, wird der Mann derzeit in der psychiatrischen Abteilung der Gefängnisklinik Hohenasperg behandelt. Dort soll bei ihm eine paranoide Schizophrenie diagnostiziert worden sein. Für das Landgericht Ulm ist diese Information entscheidend: Es muss 29.05.2026 Bauschaum im Auspuff - Anklage nach Sabotage-Serie in Ulm, Neu-Ulm, Blaubeuren und Langenau Nach einer Serie von Bauschaum-Attacken auf hunderte Autos in vier Bundesländern sind drei Männer und eine Frau angeklagt worden. Das teilte die Staatsanwaltschaft in Ulm mit. Die Behörde wirft ihnen gemeinschaftliche Sachbeschädigung vor. Das Amtsgericht Ulm muss jetzt über die Zulassung der Anklage entscheiden. Die Verdächtigen sind zwischen 18 und 21 Jahre alt. Einer hat