24-Jähriger wegen versuchten Mordes angeklagt

Wollte er einen Jugendlichen aus Eifersucht umbringen?

Die Ulmer Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen einen 24-Jährigen wegen versuchten Mordes erhoben.

Der Tunesier soll im vergangenen September einen Jugendlichen aus Eifersucht mit einem abgebrochenen Flaschenhals angegriffen haben. Der 16-Jährige wurde schwer verletzt. Ein Passant ist damals dazwischen gegangen.

Das schreibt die Staatsanwaltschaft Ulm dazu

Der Angeklagte soll im September 2023 einer damals 13-Jährigen seine Liebe bekundet haben. Diese soll den Angeklagten aber abgewiesen und ihm mitgeteilt haben, dass sie bereits einen Freund habe. Mitte September 2023 sollen sich die 13-Jährige und ihr damals 16-jähriger Freund auf einem Spielplatz in Ulm aufgehalten haben. Dort soll auch der Angeklagte eingetroffen sein.

Der Angeklagte soll einer dort aufgefundenen Weinfalsche den Boden abgeschlagen haben und auf den 16-Jährigen zugegangen sein, um diesen durch Schläge mit dem Flaschenhals gegen Kopf und Hals zu töten und so seinen Konkurrenten auszuschalten. Der Angeklagte soll dem 16-Jährigen Schnitt-bzw. Stichverletzungen im Gesicht und am Kopf zugefügt haben.

Dem 16-Jährigen sei es gelungen, den Angeklagten so festzuhalten, dass dieser den Flaschenhals nicht habe weiter einsetzen können. Nachdem andere Personen eingegriffen haben sollen, soll der Angeklagte davongerannt sein.

Der Angeklagte soll aus niedrigen Beweggründen gehandelt haben, weshalb die Anklage von versuchtem Mord ausgeht. Tateinheitlich hierzu wirft die Staatsanwaltschaft dem Angeklagten
gefährliche Körperverletzung vor. Der Angeklagte befindet sich in Untersuchungshaft.

Zum Verfahrensablauf

Derzeit sind folgende Sitzungstage vorgesehen:

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